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Neue Chance für alte Tradition

Feuerwehr Hassenhausen Neue Chance für alte Tradition

Glühweinabend und Après-Ski-Party im Winter, eine Fahrt zu den Partnern in Sachsen-Anhalt und vielleicht ein Backhausfest im Sommer. Die Feuerwehr Hassenhausen schmiedet Pläne fürs laufende Vereinsjahr.

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Wehrführer Marco Weimer (rechts) und Vereinsvorsitzender Holger Möller ehrten Klaus Goldbach für 40 Jahre Mitgliedschaft im Hassenhäuser Feuerwehrverein.

Quelle: Patricia Graehling

Hassenhausen. „Die Aktivitäten waren letztes Jahr überschaubar“, sagte der Vorsitzende Holger Möller. Überschaubar war auch die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung: Mit 20 Mitgliedern waren nur halb so viele da wie üblich, bedauerte Möller.

Er berichtete, dass der Verein vergangenes Jahr wieder eine Wanderung am 1. Mai sowie die Après-Ski-Party ausgerichtet hatte. „Die Après-Ski-Party war etwas schlechter besucht als die Jahre zuvor“, sagte Möller. Die Feuerwehr sei aber dennoch zufrieden gewesen. In diesem Jahr fährt die Feuerwehr in das befreundete Hassenhausen in Sachsen-Anhalt. Die Partner dort feiern 1150 Jahre Hassenhausen und 140 Jahre Feuerwehr. Alle Interessierten können sich für die Fahrt anmelden.

 Außerdem plant der Verein eine Tagesfahrt im Herbst. Eine bisherige Idee ist laut Möller die Besichtigung des neuen Hubschrauber-Stützpunktes in Gießen und eine anschließende Stadtführung in Wetzlar. Im Winter stehen wieder ein Glühweinabend und die Après-Ski-Party an. Möller berichtete, dass die Feuerwehr seit August Nutzer des Backhauses sei. Der Heimatverein hat es zuvor genutzt, sich aber aufgelöst. Zur Unterhaltung des Backhauses habe die Feuerwehr 800 Euro aus dem Vereinsvermögen des Heimatvereins bekommen. „Wir wollen bis zum Sommer versuchen, den Ofen wieder in Gang zu kriegen“, sagte Möller.

Sollte es teurer werden, könnte etwa ein Backhausfest bei der Finanzierung der Sanierung helfen. „Wir schauen, ob wir es hinkriegen. So bleibt uns das Backhaus auf jeden Fall erhalten.“ Der Wehrführer Marco Weimer berichtete über die Arbeit in der Einsatzabteilung: Derzeit sind 15 Aktive mit dabei, darunter eine Frau. Aktuell habe die Einsatzabteilung nur einen Atemschutzgeräteträger, der alle gültigen medizinischen Untersuchungen und Übungen vorweisen könne.

Inspektion des Prüfdienstes steht bevor

In den vergangenen zwölf Monaten seien die Kameraden zehn Mal ausgerückt: Viermal zu Bränden und sechsmal zu technischen Hilfeleistungen. Zuletzt waren die Wehrleute am Freitagabend im Einsatz – sie wurden zur Unfallhilfe an die Bundesstraße gerufen.

Am selben Abend absolvierte die Einsatzabteilung ein Übungswochenende mit der Schutzgruppe Ost der Fronhäuser Wehren. „Wir haben Autos zerschnitten und gelernt, wie man Türen herausnimmt“, berichtete Weimer.

Auch eine Rettungsöffnung übten die Aktiven, ebenso, wie sie eine Scheibe einschlagen können, ohne Insassen zu verletzen. Weimer berichtete von verschiedenen Übungen in Hassenhausen und gemeinsam mit der seit drei Jahren bestehenden Schutzgruppe Ost. „In diesem Jahr wird voraussichtlich der technische Prüfdienst des Landkreises unsere Gemeinde besuchen und Fahrzeug und Gerätehaus inspizieren“, kündigte er an.

Holger Möller ehrte ein Mitglied des Feuerwehrvereins: Klaus Goldbach erhielt eine Urkunde für seine Verdienste. Er ist seit 40 Jahren Mitglied des Vereins, war in dieser Zeit 20 Jahre Wehrführer und 20 Jahre Vorsitzender.

von Patricia Grähling

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