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Namensschilder zum Schnapszahlenfest

Sichertshausen Namensschilder zum Schnapszahlenfest

Am kommenden Wochenende wird groß gefeiert: Sichertshausen wird 777 Jahre alt. Der veranstaltende Förderverein „Unser Dorf Sichertshausen“ hat sich für seine Gäste einiges einfallen lassen.

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Am Haus von Margret und Hartmut Findt wurde die erste Hausmarke montiert. Die beiden Sichertshäuser hatten auch die Beschaffung der Schilder in die Hand genommen. Günter Majewski (von links), Karl-Heinz Britschock, Reinhard Lauer, Margret Findt, Georg Kirchhain, Hartmut Findt und Erwin Findt waren bei der Montage der ersten Schilder mit dabei.Foto: Martina Becker

Sichertshausen. Kleine blaue Schilder schmücken seit wenigen Tagen die Häuser im alten Dorfkern von Sichertshausen. Die teilweise kuriosen Dorfnamen verraten viel über die Dorfgeschichte, Erbauer oder früheren Bewohner der Häuser. 54 Hausbesitzer haben zu der Aktion „ja“ gesagt. Finanziert wurde sie zum größten Teil vom Förderverein „Unser Dorf Sichertshausen. Der Eigenanteil der Bürger lag bei 15 Euro.

Stolz präsentierten Ortsvorsteher Reinhard Lauer und einige Vereinsmitglieder während der Montage der ersten Schilder die neue Errungenschaft. Diese sei nur durch das Engagement von Margret und Hartmut Findt möglich gewesen, betonte der Vereinsvorsitzende Günter Majewski. Das Paar hatte die Auswahl und Beschaffung der Schilder in die Hand genommen.

Die Bereitschaft, mitzumachen, sei großartig, freut sich der Ortsvorsteher. „Das ist perfekt, meinte Herta Tiirmaa, die Besitzerin von „Hosse Hob“, als ihr Schild montiert wurde.

„Das finde ich gut“, meinte auch Jörg Schick. Der Zugezogene kannte diese Schilder bereits aus seinem Heimatort Mardorf. Ab heute bist du „Wurzkriemersch“ Jörg, flachste der Ortsvorsteher. Nicht nur, dass die Aktion schön ins Dorfbild passt, sie hat gerade jetzt auch noch eine besondere Bedeutung. Am Wochenende begeht Sichertshausen seine 777-Jahrfeier.

Diese beginnt mit historischen Ortsrundgängen. Hierbei gebe es allerhand über die Geschichte des Dorfes zu erzählen, meinte Lauer. Auf jeden Falls sei die Führung sehr informativ und unterhaltsam, so der Ortsvorsteher. Die Namensschilder werden dabei elementare Wegmarken sein. Als „letzter Ort“ im früheren Königreich Preußen habe Sichertshausen viel Geschichtliches zu bieten, erzählte Lauer. Die einstige Zollstation war später die Gaststätte „Zur Linde“ und ist heute Wohnhaus.

Dort wird zum Dorfrundgang eine Ausstellung über den Dorfaufstand für den Bau der Ortsumgehung B3 zu sehen sein. Einbringen wird sich auch der Kulturverein „Alte Schule“. Am Backhaus will man kleine Appetithäppchen aus frisch gebackenem Sauerteig reichen. Viele weitere interessante Stationen erwarten die Festbesucher, die sich der Veranstalter, der Förderverein in großer Vielzahl erhofft. 777 Jahre habe man gewählt, weil zur 775. Jahrestag die Dorfgemeinschaft noch vollends mit der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses beschäftigt gewesen sei, erklärte Majewski. Jetzt ist alles fertig, und das Fest kann an dem auf Hochglanz gebrachten Dorfzentrum stattfinden. Nach den Rundgängen geht’s ins Festzelt am DGH. Dort erwartet die Gäste ein Abend mit mundartlicher Unterhaltung sowie aus Großseelheim importiertem Trachten- und Volkstanz. Zudem gibt es Live-Musik.

Der Sonntag startet mit einem ökumenischen Gottesdienst, bei dem der Posaunenchor sowie der heimische Chor mitwirken. Nach dem Mittagessen und vor Kaffee und Kuchen werden Willi und Heinz aus Bellnhausen mit einem mundartlichen Allerlei unterhalten.

von Martina Becker

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