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Möllner wollen Abwärme nutzen

Neues Nahwärmenetz Möllner wollen Abwärme nutzen

Mehr als die Hälfte der Möllner Haushalte wollen sich bald über ein Nahwärmenetz mit Abwärme aus der Biogasanlage in Mölln versorgen lassen.

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Diese Biogasanlage sorgt bereits für Wärme in der Gesamtschule Ebsdorfer Grund und im GrundBad in Heskem. Nun wollen Möllner Bürger „andocken“.

Quelle: Privatfoto

Mölln. Die Abwärme der bereits vorhandenen Biogasanlage wurde bislang schon erfolgreich genutzt, etwa um die Gesamtschule in Heskem und das GrundBad zu heizen. Jetzt wird ein zusätzliches, unabhängiges Nahwärmenetz geplant, das 30 Haushalte im nahe gelegenen Ortsteil Mölln mit Abwärme versorgen soll. Die Kapazität der von der Anlage erzeugten Abwärme reicht aus, um die Wärmeversorgung der Möllner Haushalte in einem zweiten, zusätzlichen Versorgungsnetz zu ermöglichen. Dabei wird sichergestellt, dass beide Kreisläufe unabhängig arbeiten und es in keinem Fall zu Versorgungsengpässen kommen wird.

Eine Machbarkeitsstudie zeigt, dass sich Nahwärme in Mölln rechnet. Neben der günstigen Möglichkeit Wärme zu beziehen, sparen die an das Netz angeschlossenen Haushalte auch die Kosten für ihre konventionellen Heizungen, denn diese werden nun vielfach überflüssig. Und wenn in Mölln aus 30 Schornsteinen künftig kein Rauch mehr steigt, dann hat das auch Vorteile für die Umwelt.

Möllner wollen eine Genossenschaft gründen

Mit dem Ortsteil Mölln geht in der Gemeinde Ebsdorfergrund das erste von einer Gemeinschaft getragene, unabhängige Nahwärmenetz an den Start zur Energiewende und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Bürgermeister Andreas Schulz befürwortet deshalb auch ausdrücklich das Engagement der Möllner und sagt ihnen beratende Hilfe zu. Die Gründung einer Energiegenossenschaft ist noch in diesem Jahr geplant. Dabei werden die Möllner derzeit vom Genossenschaftsverband in Frankfurt beraten, der später auch durch regelmäßige Beratung und Kontrolle garantiert, dass die neue Genossenschaft dauerhaft allen formalen Ansprüchen gerecht wird und professionell arbeitet und wirtschaftet.

Dr. Norbert Clement, vom Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien des Landkreises Marburg-Biedenkopf, bescheinigt bereits jetzt dem Projekt in Mölln gute Erfolgsaussichten, insbesondere durch die von Anfang an guten Startbedingungen vor Ort.

Vorbereitungskreis plant Informationsveranstaltung

Denn in Mölln sei vieles bereits vorhanden und müsste nicht erst teuer gebaut werden. Diese Experteneinschätzung bestärkt den Möllner Vorbereitungskreis, die derzeitigen Planungen zügig weiter umzusetzen. Die Durchführung der Bauarbeiten für das Nahwärmeleitungsnetz soll möglichst bereits ab Frühjahr 2015 geschehen.

Vorher ist aber noch mit der Gemeinde Ebsdorfergrund und dem Landkreis, aber auch den Banken zu sprechen. Bereits für Oktober wird derzeit eine offizielle Informationsveranstaltung zu dem Nahwärmeprojekt in Mölln geplant und unmittelbar danach soll es dann gleich zur Gründung der Möllner Energiegenossenschaft kommen. Denn bereits im Winter 2015/16 sollen die Möllner Genossenschaftsmitglieder ihre Häuser mit kostengünstiger Wärme aus dem Nahwärmenetz speisen können.

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