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Mit neuem Schwung und Ideen frisch ans Werk

Region Marburger Land Mit neuem Schwung und Ideen frisch ans Werk

Die Region Marburger Land wird für die Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 mit EU-Fördermitteln in Höhe von knapp1,9 Millionen Euro unterstützt.

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Der neue Vorstand des „Marburger Landes“ freut sich über die Anerkennung als lokale Aktionsgruppe der Leader-Förderperiode und EU-Fördermittel über 1,9 Millionen Euro.

Quelle: Ina Tannert

Beltershausen. Die regionale Finanzspritze stellt die EU jedoch nicht einfach ungesehen zur Verfügung, sondern verteilt die Mittel stückchenweise und im Rahmen von im Vorfeld geprüften und bewilligten Konzepten für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

„Es war ein sehr arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr“, dankte Peter Eidam, Bürgermeister von Weimar und Vorsitzender der Region Marburger Land, während der Jahreshauptversammlung des Vereins allen Akteuren für die Arbeit der vergangenen Monate. Das neue Gesamt-Konzept der acht Kommunen Amöneburg, Marburg, Neustadt, Stadtallendorf, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Lohra und Weimar brachte den gewünschten Erfolg: Ende September erhielt der Verein die lange erhoffte Mitteilung über eine erfolgreiche Anerkennung - vor wenigen Tagen den endgültigen Anerkennungsbescheid als „lokale Arbeitsgruppe“ der Leader-Förderperiode und damit die Aussicht auf finanzielle Mittel von insgesamt 1,9 Millionen Euro für die Region. Leader (auf deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der EU, mit dem innovative Aktionen in ländlichen, europäischen Regionen finanziell unterstützt werden, um eine eigenständige Entwicklung zu fördern. Für die Anerkennung als Leader-Region erstellte das „alte“ Marburger Land gemeinsam mit den neuen Mitgliedern, der ehemaligen Region Herrenwald (Stadtallendorf, Neustadt) sowie die Gemeinde Lohra, im Verlauf des vergangenen Jahres ein umfassendes Entwicklungskonzept.

Region will sich offen und innovativ präsentieren

Regionale Schwerpunkte, Wettbewerbsziele und zahlreiche, beispielhafte Projektideen wurden in die vier Handlungsfelder „Bildung und Arbeit“, „Heimat und Gastlichkeit“, „Klimaschutz und Mobilität“ und „Gemeinschaft und Tradition“ unterteilt. Im Vordergrund standen hierbei unter anderem eine Etablierung von neuen Geschäftsmodellen, etwa in der Nahversorgung, die Förderung der regionalen Produktvielfalt, Mobilitätskonzepte, Energiewende, attraktivere Dorfkerne, Mehrgenerationenparks, touristische Rad- und Wanderrouten und der Ausbau der Museumslandschaft. Im Verlauf der Förderperiode werden Arbeitsgruppen und Privatpersonen Projektideen und Konzepte erstellen und beim Vereinsvorstand einreichen. Dieser prüft die Vorlagen und schlägt sie dem Land zur Bewilligung vor. Dieses entscheidet schlussendlich über die Förderung. Die Förderperiode will der Verein mit neuem Credo und als „offene, innovative Region, die generationsübergreifend denkt, Traditionen lebt und nachhaltig handelt - eine Region, an der alle teilhaben und die im Austausch steht“ angehen. In den kommenden Jahren sollen ausreichend förderungswürdige Projekte entwickelt werden, um an die bereitgestellte Fördersumme zu kommen. Mit dem festen Ziel, „das Potenzial des Anerkennungsbescheides voll auszuschöpfen“, betonte Eidam.

Im laufenden Jahr wird der Verein damit deutlich höhere Einnahmen wie auch Ausgaben zu verzeichnen haben, teilte Geschäftsstellenleiterin Dr. Heike Rupp der Versammlung mit. Nach der Vorgabe des Landes trägt die Vereinskasse erst einmal die laufenden wie auch die Personalkosten. Insgesamt 75 Prozent der Auslagen werden vom Land Hessen erstattet, den Rest müssen die Mitgliedskommunen tragen. Wie hoch dieser sein wird, ist bislang noch unbekannt. Mit der Verwaltung beauftragt wird demnächst ein neuer Regionalmanager, der als Ansprechpartner und Begleiter der Projektideen fungieren soll.

WAHLEN: Erster Vorsitzender für zwei weitere Jahre bleibt Peter Eidam aus Weimar (links). Seine Stellvertreter wurden Andreas Schulz (links), Bürgermeister von Ebsdorfergrund sowie Georg Gaul (links), Bürgermeister der Gemeinde Lohra. Als Beisitzer stellten sich die Oberhäupter der verbleibenden fünf Kommunen zur Verfügung: Oberbürgermeister Egon Vaupel (Marburg), Reinhold Weber (Fronhausen), Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg), Thomas Groll (Neustadt) sowie Christian Somogyi (Stadtallendorf).

Daneben wurden 13 weitere Beisitzer aus den Vereinsreihen einstimmig gewählt: Alfred Caspers, Klaus Hövel, Siegfried Koch, Karl-Heinz Kräling, Raimund Franz, Rainer Dolle, Margitta Reuter, Dr. Hermann Uchtmann, Hans-Jürgen Wolff, Iris Trier, Helmut Schmidt, Markus Hemberger und Meike Berghöfer.

von Ina Tannert

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