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Mit der Rampe geht’s leichter

Grundbad wird barrierefrei Mit der Rampe geht’s leichter

Eine Gehbehinderung ist kein Grund, auf einen Besuch im Schwimmbad verzichten zu müssen. In Heskem ist der Zugang zum Grundbad demnächst auch ohne Treppe möglich.

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Initiatoren, Spender und Gemeindevertreter weihen die barrierefreie Rampe ein: Wolfram Bender (obere Reihe, von links), Uwe Hamaschek, Carsten Görlich, Elisabeth Newton, Inge Lerch, Bürgermeister Andreas Schulz, Uwe Rauch sowie Rainer Lutz (untere Reihe, von links), Anette Briel und Erik Müller von der Behindertensportgemeinschaft.

Quelle: Ina Tannert

Heskem-Mölln. Für bequemeren Zugang sorgt eine Rampe aus Betonpflaster, die sich in Mini-Serpentinen bis zum Eingang des Bades schlängelt. Vergangene Woche wurde der barrierefreie Weg eingeweiht.

Groß war die Freude über den erfolgreichen Abschluss des Projekts und die Möglichkeit, von nun an problemlos das Grundbad erreichen zu können. Die Behindertensportgemeinschaft Ebsdorfergrund, selbst langjähriger Nutzer und Unterstützer des Bades, hatte die neue Rampe initiiert. Lobend hoben die Anwesenden das Engagement der zweiten Vorsitzenden Anette Briel hervor, die sich über zwei Jahre für die neue Rampe eingesetzt und Spenden gesammelt hatte. Ohne ihre Überzeugungsarbeit wäre das Projekt in dieser Form nicht zustande gekommen, sagte Bürgermeister Andreas Schulz.

Neue Rampe in drei Wochen fertiggestellt

Briel selbst gab das Lob an alle Förderer des Bades zurück und betonte den Nutzen des neuen Zugangs. Mit den gesetzlich vorgeschriebenen sechs Prozent Steigung ist der eineinhalb Meter breite Weg bequem zu bewältigen. Die in drei Wochen fertig gestellte Rampe erleichtere nicht nur gehbehinderten Menschen oder Rollstuhlfahrern den Zugang, ebenso profitieren Familien und Senioren von der Alternative.

Insgesamt kostete die Rampe 10.500 Euro. Jetzt fehlt noch ein passendes Geländer, das mit weiteren 6000 Euro veranschlagt wurde. An dem Vorhaben hatten sich 15 Unternehmen und Banken aus der Region beteiligt und 1800 Euro an Spendengeldern bereitgestellt. Eine Dankesplakette vor dem Bad weist auf die Spender hin. Der Kreis steuerte weitere 1000 Euro bei. Den Rest übernimmt die Gemeinde.

Angesichts der noch kommenden Investitionen in das Bad sei der Restbetrag nur „kleines Geld“, befand Schulz, denn im kommenden Jahr sollen 1,2 Millionen in das Grundbad gesteckt werden: „Ein absolutes Bekenntnis der Gemeinde, ihr Schwimmbad zu erhalten.“

Bereits vor zwei Jahren organisierte die Behindertensportgemeinschaft eine erste barriere­freie Hilfestellung für das Badebecken in Form eines Lifts, mit dem die Badegäste gefahrlos ins Wasser gelassen werden können. Der Verein nutzt das Schwimmbad regelmäßig, veranstaltet jeden Montag eine Wassergymnastik-Stunde. „Wir sind froh, dass das Bad erhalten und noch ausgebaut wird“, freute sich Briel. Dem stimmten mehrere Badegäste zu: „Ohne das Schwimmbad wäre ich lange nicht so fit, wie ich es bin“, lobte etwa Angela Mahla.

Derzeit ist der neue Zugang aus Sicherheitsgründen noch gesperrt; freigegeben wird die Rampe erst, wenn das Geländer angebracht wurde. Dies kann noch einige Wochen dauern.

von Ina Tannert

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