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Mit Jagdhornklängen und einer Feldandacht

Grenzgang Mit Jagdhornklängen und einer Feldandacht

Motiviert vom Klang der Jagdhörner und bestückt mit Regenjacken und Schirm trotzten Frauen, Männer und Kinder an Himmelfahrt in Wermertshausen dem Wetter.

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Rund 100 Menschen machten sich auf den Weg durch die Gemarkung von Wermertshausen - Schirme und Regenjacken als ständige Begleiter am verregneten Himmelfahrtstag.

Quelle: Martina Becker

Wermertshausen. „An Himmelfahrt suchen die Menschen nach Aufenthalt unter freiem Himmel, weil er an diesem Tag eine besondere Bedeutung hat“, sagte Pfarrer Norwin Magdanz während seiner Feldandacht.

Diese gehörte auf der Hälfte des Weges zum Programm beim Wermertshäuser Grenzgang. Bis dahin hatte der Himmel nur seine eine Seite gezeigt. Regen war ununterbrochener Begleiter, und dies sollte auch auf dem zweiten Abschnitt nicht besser werden.

Schlechte Stimmung gab es trotzdem nicht. „Am Wetter kann man halt nichts ändern“, „das Laufen tut auch bei Regen gut“, so die durchgängige Meinung. Kurzum, alle waren froh, dass es das Angebot gab und der Feiertag nicht auf dem Sofa verbummelt wurde.

Wochenlange Vorbereitungen

Die Dorfgemeinschaft hatte sich in wochenlanger Arbeit auf das Fest vorbereitet, selbst die Straßen waren gesäumt von festlich geschmückten Birken. Die eigens fürs Fest erstellten Wermertshäuser Wanderpfähle (die OP berichtete) zierten die Dorfeingänge und das Bürgerhausumfeld. Von hier aus startete auch um etwa neun Uhr die Wanderung, nachdem Ortsvorsteher Friedhelm Maikranz und Schirmherr Bürgermeister Andreas Schulz sowie die Roß­berger Jagdhornbläser zum Fest begrüßt hatten. Zum Akkordeonspiel von Berthold Sohl aus Niederohmen sang man „Schönes Hessenland“, und dann ging es los.

Auf dem Weg durch abwechslungsreiches Gelände gab Maikranz an markanten Punkten, wie etwa an der Quelle der Zwester Ohm oder am Dreiländereck, wo die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Gießen und Vogelsberg zusammentreffen, geschichtliche Informationen.

Grenzgangparty im Bürgerhaus

Nach rund zwei Stunden Marsch war der Rastplatz erreicht. Unter den aufgestellten Sonnenschirmen raufte man sich zusammen, um geschützt vorm Regen die Vespermahlzeit einzunehmen und um den Alphornfreunden Ohmtal sowie Pfarrer Magdanz zu lauschen.

Wer nicht laufen konnte oder wollte, wurde mit dem Plan­wagen gefahren und hatte so den Vorteil, vom hartnäckigen anhaltenden Niederschlag verschont zu bleiben. Nach gut vier Stunden Marsch wurde die Runde am Bürgerhaus geschlossen. Da sich auch bis zu diesem Moment der gewünschte Sonnenschein nicht eingestellt hatte, fand die Grenzgangparty im Bürgerhaus statt. Viele Bürger, die das Wetter am Morgen abgeschreckt hatte, gesellten sich ab dann noch dazu, um von den Leckereien aus der gusseisernen Pfanne und den frischen Waffeln etwas abzubekommen.

von Martina Becker

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