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Mit 15 Millionen Euro „in die Vollen“

Ebsdorfergrund Mit 15 Millionen Euro „in die Vollen“

Von der Erneuerung von Buswartehallen bis zum Kauf des Stromnetzes reichen die mittelfristigen Pläne der Gemeinde, von denen alle Ortsteile profitieren sollen.

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Herr des Stromnetzes im Grund will Bürgermeister Andreas Schulz stellvertretend für seine Gemeinde werden.Foto: Martina Becker

Dreihausen. Die Steigerung der Attraktivität sowie die Stärkung der ohnehin guten finanziellen Lage seien das langfristige Ziel, sagte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung seiner Pläne. Alle elf Ortsteile sollen davon gleichermaßen profitieren. „Werden andernorts die Infrastrukturen zurückgeführt, wollen wir diese massiv ausbauen“, erklärte Schulz.

Alleine oder in strategischer Partnerschaft mit Dritten sollen bis Ende 2017 in einer „Investitionsoffensive“ 15 Millionen Euro in zahlreiche Projekte fließen. Neben den Kosten für die Vorfinanzierung des Baus der Ortsumgehung Heskem schlägt der Stromnetzkauf von der EAM, der noch in diesem Jahr erfolgen soll, am höchsten zu Buche. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 30. Juni soll dafür der Weg endgültig frei gemacht werden. Dabei geht es nicht nur um den Stromnetzkauf, sondern auch um den Kauf der Straßenlampenkabel.

„Seit Jahren hat sich der Gemeindevorstand auf diese Investitionsoffensive vorbereitet“, sagt Schulz. Er erklärte, dass Fördergelder eingeworben und in guter Zusammenarbeit mit dem Land Hessen neue Projekte angekurbelt wurden. Diese kommen jetzt zum Tragen, wie etwa der Endausbau des Kreisverkehrsplatzes, der am 10. Juni beginnt. Er zählt in diesem Zusammenhang das Dorferneuerungsprogramm in Wittelsberg, das Flurbereinigungsverfahren für die Feldflur von Rauischholzhausen und Wittelsberg sowie die Erneuerung von Buswartehallen in Roßberg und Wittelsberg auf, die dieser Tage ausgewechselt werden. Auch über die Region Marburger Land hat die Gemeinde für den Tourismus relevante Projekte in Frauenberg und Wittelsberg an den Start gebracht.

Breitbandausbau steht oben auf der Agenda

Überdies erwartet man noch in diesem Jahr den Bewilligungsbescheid für den Bau des Radweges von Heskem nach Beltershausen. Mit am wichtigsten findet der Verwaltungschef den Breitbandausbau. Dieser soll auf 37 km Länge in der Gemeinde erfolgen. Mit der Errichtung von zwei Funktürmen in Ebsdorf und Dreihausen sollen die bislang noch vorhandenen „weißen Flecken“ in der Mobilfunktelefonie zur Vergangenheit gehören. „Das ist unser Anschluss an die Welt“, so Schulz.

Mit den Stadtwerken Marburg ist die Gemeinde Ebsdorfergrund vor allem in Fragen der Energieversorgung verbandelt. „Wir setzen hier auf interkommunale Zusammenarbeit und sind dankbar für das Engagement des regionalen Energieversorgers in Ebsdorfergrund“, sagte Schulz. Beispielsweise beim Aufbau von Nahwärmenetzen in Dreihausen und Heskem, die voraussichtlich in diesem und nächsten Jahr realisiert werden sollen. „Wir investieren, um langfristig zu sparen und um neue Einnahmequellen für die Gemeinde zu erschließen“, sagt Schulz.

Viele der genannten Maßnahmen seien auf ein behutsames Wachstum der Gemeinde ausgerichtet. Die Einwohnerzahlen stabil halten sollen auch vier Neubaugebiete in Beltershausen-Frauenberg, Hachborn, Ebsdorf und Dreihausen. Parallel sollen die Innenortslagen aufgewertet werden, wozu die Neuausrichtung und der Erhalt aller Bürgerhäuser zu zählen ist. Zu den Plänen gehört auch der Ausbau der Feuerwehrgerätehäuser in Hachborn, Dreihausen und Wittelsberg.

Für die weitere Dorfentwicklung in Ebsdorf ab dem Jahr 2016 soll in diesem Jahr ein Konzept erstellt werden, „unter Einbeziehung der Dorfmeinung“. Die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets steht ebenfalls auf der Aufgabenliste. Zeitgleich mit dem Bau der Ortsumgehung für Heskem soll das zwischen Heskem und Wittelsberg entstehen. Das Bauleitplanverfahren soll Anfang nächsten Jahres begonnen werden. Zum Jahreswechsel 2017/18 soll es fertig sein.

von Martina Becker

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