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Minikreisverkehrsplatz statt Ampel

Umbau der Ortsdurchfahrt Minikreisverkehrsplatz statt Ampel

Der Umbau der Ortsdurchfahrt Niederweimar, sprich der Herborner Straße, stand auf der Tagesordnung der ersten Bau-Ausschusssitzung. Nach Vortrag und Diskussion gab es auch eine klare Beschlussempfehlung.

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Die Kreuzung Altes Dorf /Herborner Straße/Haddamshäuser Weg soll zum Kreisel werden.

Quelle: Andreas Schmidt

Niederweimar. Die personellen Formalia zu Beginn waren sehr schnell erledigt (siehe Hintergrund), danach stürzten sich die Ausschussmitglieder in die inhaltliche Arbeit, die volle drei Stunden in Anspruch nahm. Zunächst ging es um die Abschlussplanung zum Rückbau der Ortsdurchfahrt Niederweimar, die Thorsten Hitz, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Kolmer und Fischer, vorstellte.

Derzeit hat der erste Bauabschnitt von sechs in der Herborner Straße mit der Deckenerneuerung durch Hessen Mobil begonnen; die von der Gemeinde gewünschten Umbaumaßnahmen seien danach noch möglich, erklärte Hitz. Neben der Erneuerung von Rinne, Bordsteinen und Gehwegen, der Auftrag sei bereits an die Firma Herzog vergeben und werde voraussichtlich 70.000 Euro kosten, geht es hauptsächlich um den Umbau der Kreuzung Herborner Straße, Haddamshäuser Weg und Altes Dorf.

Dort wird der Verkehr über eine Lichtzeichenanlage geregelt, in der Planung ist stattdessen der Bau eines „Minikreisverkehrsplatzes“. Dies entspräche auch den Wünschen der meisten Anlieger, sagte Ortsvorsteher Heinz-Peter Damm, weil dann das Abbremsen und Anfahren an den Ampeln entfallen würde. Die geringere Lärmbelästigung war es auch, die Hitz neben weiteren Vorteilen wie der Geschwindigkeitsreduzierung, fließendem Verkehr ohne Wartezeiten, geringeren Betriebs- und Wartungskosten, einer sicheren Fußgängerquerung zwischen den Fahrbahnteilern vor dem Kreisel und einem schöneren Ortseingangsbild anführte. Die Baukosten bezifferte er auf rund 100.000 Euro.

Vorteile der Lichtzeichenanlage seien natürlich geringere anfallende Baukosten und eine sehr sichere Fußgängerquerung. Deren laufende Wartungskosten gab er mit etwa 2700 Euro, die Stromkosten mit 3500 Euro im Jahr an. Eine Programmanpassung schlage im Bedarfsfall mit bis zu 4000 Euro zu Buche, ein neues Steuergerät mit etwa 5000 Euro.

Einige Bauausschussmitglieder sprachen sich für einen Zebrastreifen zwischen den Fahrbahnteilern aus, um die Querung noch sicherer, besonders für Kinder, zu machen. Laut Hitz kam eine Standortverkehrsmessung im Mai auf 3150 Kfz pro Tag, am 7. Juni wurden zwischen 7.30 Uhr und 8 Uhr 14 querende Kinder gezählt. Gemäß der entsprechenden Richtlinie käme man bei diesen Zahlen ohne zusätzliche Maßnahmen aus.

Mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung empfahl der Ausschuss der Gemeindevertretung die Freigabe der gesamten Mittel für die Umsetzung der aktualisierten Abschlussplanung. Inklusive der von Hitz für „Sonstiges“ eingeplanten 15.000 Euro beträgt die Gesamtsumme für den Straßenumbau 185.000 Euro.

Hintergrund: Während der konstituierendem Sitzung des Weimarer Ausschusses für Bau, Planung, Energie und Umweltschutz wurde Lars Plitt (CDU) zum Vorsitzenden gewählt, zu dessen Stellvertreter Erich Leinweber (Freie Bürgerliste Weimar). Schriftführer wurde Dirk Siebert vom Bauamt, Stellvertreterin seine Kollegin Nicole Schlamp.

von Manfred Schubert

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