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Mehr Platz für die Feuerwehr ab 2016

Gerätehaus-Erweiterung Mehr Platz für die Feuerwehr ab 2016

Etwa 500 Quadratmeter mehr Stellfläche, eine neue eigene Zufahrt von der Bundesstraße und mindestens 500000 Euro Budget - wenn die Feuerwehr Dreihausen ausbaut, dann richtig.

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Feuerwehr-Vorsitzender Wolfgang Schmidt (von links), Bauamtsleiterin Anke Schmidt und Bürgermeister Andreas Schulz freuen sich auf die Erweiterung des Gerätehauses.

Quelle: Marcus Hergenhan

Dreihausen. Der Anbau ans große Gerätehaus soll gegen Ende 2016 abgeschlossen sein. „Am kommenden Montag werden wir das Projekt in der Gemeindevertretung beschließen. Diesmal geht es nicht nach dem alten Gieskannenprinzip, wo überall ein bisschen was verteilt wird, auch die Politik hält sich raus. Es geht einfach um die Tatsachen“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz und erklärte, dass Dreihausen mit 49 aktiven Mitgliedern die größte freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde habe. „Deswegen wird hier im größeren Umfang investiert.“

Die Gemeinde hat bereits ein Grundstück vom angrenzenden Tennisverein erworben, wodurch sich die Grundfläche fast verdoppelt - 500 Quadratmeter kommen hinzu, und so kann das bisher auf drei Standorte verteilte Material in Zukunft gesammelt an einem Platz aufbewahrt werden, zudem wird es über eine eigene Zufahrt schneller verfügbar sein. „Natürlich sind speziell solche Eingriffe in das Verkehrsnetz des Bundes mitunter sehr aufwendig, aber wir gehen davon aus, dass Ende 2016 alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind“, schätzte Schulz.

Anbau hat Priorität

Die Entscheidung gerade die Dreihäuser Feuerwehr für die nächsten fünf Jahre zum Investitionsschwerpunkt zu machen, habe vor allem etwas mit der sogenannten Tagesalarmsicherheit zu tun. „Wir haben zurzeit 19 Leute, die auch am Tag notfalls verfügbar sind. Mit dieser Anzahl kann man im Vergleich sehr zufrieden sein, denn gerade im ländlichen Bereich ist es oft so, dass viele ja am Tag weiter entfernt in der Stadt arbeiten und selbst wenn einer seinen Beruf vor Ort ausübt, muss der Arbeitgeber noch mitspielen“, erklärte Wolfgang Schmidt, Vorsitzender der Feuerwehr. In dem Gesamtkonzept sind langfristig auch Neuanschaffungen im Fuhrpark vorgesehen, aber der Anbau hat Vorrang.

Die Dreihäuser wollen ihren guten Personalstand erhalten. „Das wird in den nächsten Jahren meine größte Herausforderung, denn neben der erwähnten beruflichen Problematik, benötigen die Jüngeren ja auch für alles einen neuen Führerschein und wir brauchen immer genügend fitte Atemschutzgeräteträger“, sagte Schmidt. Möglicherweise werden auf den ersten Vorsitzenden und seine Männer aber auch schon während des Anbaus ungewohnte Aufgaben zukommen. „Falls es mit dem Budget knapp wird, haben die Jungs ja schon ihre ehrenamtliche Unterstützung am Spaten zugesichert“, sagte der Bürgermeister schmunzelnd.

von Marcus Hergenhan

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