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Mehr Mitglieder denn je in der Wehr

Dreihausen gegen den Trend Mehr Mitglieder denn je in der Wehr

373 Mitglieder und 48 Aktive. Es sind Zahlen, von denen manche Feuerwehr im Landkreis nur träumen kann. Im 81. Jahr ihres Bestehens erreicht die Dreihäuser Wehr ihre persönliche Rekordmitgliederzahl.

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Seit 40 Jahren im Verein – dafür gab es Urkunde und Wein für: (von links) Lothar Heidt, Norbert Wegner, Ortsbrandinspektor Wilfried Eucker und Wolfgang Emmerich.

Quelle: Marcus Hergenhan

Dreihausen. Viele Vereine kleinerer Gemeinden haben schwer zu kämpfen, schwindende Mitgliederzahlen, wachsende Überalterung und immer weniger Freizeit der Berufstätigen sorgen oft für düstere Aussichten. Die Freiwillige Feuerwehr Dreihausen stellt eine Ausnahme dar. „Wir haben im Jahr 2014 mit 373 Mitgliedern insgesamt und dabei 48 Aktiven einen neuen Höchststand erreicht, das hat es in der 81-jährigen Geschichte unseres Vereins noch nicht gegeben“, stellte der Erste Vorsitzende Wolfgang Schmidt während der Jahreshauptversammlung zufrieden fest.

Für Außenstehende mag der Anteil an Aktiven niedrig erscheinen, tatsächlich ist er für freiwillige Feuerwehren enorm hoch, so hoch, dass die Dreihäuser als einzige Wehr drei Staffeln zu den hessischen Leistungsüberprüfungen entsenden konnten. „Normalerweise schicken die Feuerwehrvereine eine Staffel, im besten Fall mal zwei, da waren wir wirklich ein positiver Sonderfall. Dass die Jungs dann auch dreimal die goldene Leistungsstufe geholt haben, stimmt uns natürlich besonders zufrieden“, so Schmidt.

Breites Angebot in der Altersabteilung

Der Verein ist auch stolz auf seine Seniorenarbeit. Die Altersabteilung hält ein breites Angebot bereit für jene, die aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind und sich weiterhin einbringen wollen. Bislang wurde diese Abteilung von Wilfried Merkel geführt, der aus gesundheitlichen Gründen kürzlich zurückgetreten war und durch Ferdinand Rattinger abgelöst wurde.

Trotz solider Mitgliedszahlen denken die Dreihäuser auch daran, für Nachwuchs in der Feuerwehr zu sorgen. So organisierten Jugendwart Sascha Merkel und seine Mitstreiter verschiedene Veranstaltungen, um junge Leute anzuwerben, etwa den Jugendfeuerwehrtag. „Die Übungsaufgaben kamen bei den Jugendlichen sehr gut an“, so Merkel.

Die Feuer des Alltags sind Sache der Aktiven, zu denen im vergangenen Jahr zwei ehemalige Jugendliche wechselten. Insgesamt 17 Mal musste die Feuerwehr Dreihausen im vergangenen Jahr ausrücken, davon galt es in zehn Fällen, Feuer zu löschen. „Der heftigste Brand entstand durch eine Waschmaschine, wobei Elektrogeräte durch Kurzschlüsse schon ganze Häuser abgebrannt haben - in diesem Fall konnten wir aber größeren Schaden verhindern, verletzt wurde niemand“, berichtet Schmidt.

von Marcus Hergenhan

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