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Löschwasser für Bellnhausen ist gesichert

Neue Zisterne Löschwasser für Bellnhausen ist gesichert

„Dies ist ein wichtiger Baustein in der Löschwasserversorgung der Feuerwehr“, freute sich Fronhausens Erster Beigeordnete Lothar Mücke am Dienstag bei der Abnahme der Zisterne.

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Gerhard Haberkorn (von links), Bauleiter der Baufirma Naumann, Thorsten Rupp vom Planungsbüro Viaplan, Landwirt Heiner Pfeffer, Bauamtsleiter Michael Esken und Erster Beigeordneter Lothar Mücke schauten sich gemeinsam die neue Zisterne an. Mit dem Einbau der Leiter endete die Bauzeit.Foto: Ina Tannert

Bellnhausen. Nach Oberwalgern und Sichertshausen kann nun auch der Ort Bellnhausen eine eigene Zisterne sein Eigen nennen.

Ein Gutachten aus 2010 hatte den Ausschlag gegeben: Dieses ergab, dass die Löschwasserversorgung nur in einigen Ortsteilen der Gemeinde Fronhausen gesichert sei.

Da der Wasserdruck in den Leitungen oft nicht ausreiche, sei nicht gewährleistet, dass die Feuerwehr im Brandfall überall genug Wasser erhalten würde. Deshalb habe die Gemeinde bereits einige Bauanträge ablehnen müssen, erklärte Mücke.

Wenn die Feuerwehr also im Notfall Wasser aus den Hydranten abzapfen musste, konnte durch den niedrigen Druck das Wasser der Privathaushalte in der Umgebung versiegen oder nicht ausreichend fließen.

Um dem entgegenzuwirken sieht der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr vor, an allen Schwachstellen der Gemeinde Zisternen oder Wasserentnahmestellen in der Nähe von Flüssen bereitzustellen. Und somit auch in Bellnhausen.

Die neue Zisterne befindet sich unter einer Wiese in der Straße Struthweg. Die Planung begann bereits Anfang vergangenen Jahres. Baubeginn war im November 2013. Unterbrochen von einigen Wochen Zwangspause aufgrund des strengen, langen Winters konnte der Bau nun vollendet werden. Die neue Zisterne fasst 100 Kubikmeter Löschwasser. Diese werden in einer zweieinhalb Meter tiefen massiven Vier-Kammeranlage unter der Erde aufbewahrt. An vier Stellen ist die Anlage durch abnehmbare Deckel zugänglich und kann so gewartet und im Bedarfsfall aufgefüllt werden.

Die Saugstelle, an der die Feuerwehr im Notfall per Schlauch Wasser abzapfen kann, steht nur wenige Meter daneben im Struthweg. Bei einem Brand im Umkreis von etwa 500 Metern kann nun von hier aus Wasser geholt werden.

In Hassenhausen geht der Ausbau weiter

Dass der Bau unterhalb einer Wiese erfolgen konnte, sei ein Glücksfall gewesen. Die Gemeinde kaufte dem Landwirt Heiner Pfeffer das Grundstück ab und verpachtet es nun an ihn. „Das ist besonders praktisch, da jeder etwas davon hat“, erzählte Pfeffer. Die Fläche kann wieder bewirtschaftet werden, Gras hat er bereits neu gesät - und durch diese Möglichkeit musste die Straße nicht aufgerissen werden um die Zisterne darunter zu bauen.

Die Anlage hat etwa 80000 Euro gekostet. „Es hätte aber auch viel mehr sein können“, erklärt Bauamtsleiter Michael Esken erleichtert. Nun fehlt nur noch die Dichtheitsprüfung und die erste Saugprobe der Feuerwehr. Dann ist die Zisterne voll einsatzfähig.

Die nächste Zisterne ist in Planung, erzählt Esken. In Hassenhausen soll der Ausbau der Löschwasserversorgung weitergehen, dort soll eine Zisterne unter einem Kinderspielplatz entstehen.

von Ina Tannert

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