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Lieblingsstücke in der Kirche

Chorkonzert in Sichertshausen Lieblingsstücke in der Kirche

Ein Gedicht von Ringelnatz und jede Menge Lieblingslieder: Aus diesen Zutaten hat der Chor "InTakt" aus Sichertshausen seinen Besuchern ein schönes Konzert beschert.

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Der Posaunenchor Fronhausen spielte in Sichertshausen ein ­Preludio von Vivaldi.

Quelle: Freya Altmüller

Sichertshausen. „Hallelujah“, sangen die Mitglieder des Chors „InTakt“ aus Sichertshausen in der gut besetzten Kirche. Das afrikanische Lied „Singabahambayo“ klang fröhlich, viele­ sangen mit einem Lächeln auf den Lippen. Kein Wunder, denn der Abend war dem Thema „Lieblingsstücke“ gewidmet. Gemein­sam mit dem Posaunenchor Fronhausen und dem Chor „Politöne“ aus Marburg gestalteten die Sichertshäuser ein besonderes Chorkonzert.

Das zweite Stück, das Leiter Tim Riemenschneider und seine Sänger ausgewählt haben, war das Liebeslied „Down by the Salley Gardens“. Passend dazu las ein Chormitglied das Liebesgedicht „An M.“ von Joachim Ringelnatz. Aber auch ­Peter Maffay stand auf dem ­Notenzetteln.

Der Posaunenchor Fronhausen, unterstützt von Bläsern aus Sichertshausen und Hassenhausen, gruppierte sich um den Altar herum und spielte ein besinnliches Preludio von Vivaldi.Darauf folgen drei kurze Stücke von Tielman Susato. „Sie wurden ganz am Anfang der ­Polyphonie geschrieben, als die Menschheit angefangen hat, mehrstimmig zu denken und zu komponieren“, erklärte Leiter Rüdiger Reitz.

Mit Michael Schütz haben sich die Mitglieder des Posaunenchors als Nächstes einen Komponisten ausgesucht, der von den einen gehasst, von den anderen geliebt wird, sagte Reitz. „Dazwischen gibt es quasi nichts.“ Das Stück klingt versöhnlich. Der Chor erhebt sich immer wieder wellenförmig.

„Politöne“ greifen aktuelle Themen auf

„Nach diesem tongewaltigen Chor muss man sich erst mal wieder an die Stimme gewöhnen“, sagt Gerd Schiebel, der den Chor „Politöne“ aus Marburg leitet. 1980 hat er sich als Chor der Marburger Gewerkschaft gegründet, erklärte er. „Wir sind ein politischer Chor, das bedeutet, dass wir aktuelle Themen aufgreifen.“

„Brot und Rosen“ sangen die „Politöne“. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Rose Schneiderman es in New York als Streikparole für Textilarbeiterinnen gesungen. „Wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch, wollen wir mehr, gebt uns das Brot, doch gebt die ­Rosen auch“, heißt es darin.

Auch sangen die Marburger Musiker „Swing Low Sweet Chariot“, das von Afrikanern handelte, die als Sklaven in eine neue Welt gebracht wurden und sich nach der Heimat sehnten.

von Freya Altmüller

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