Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Krippe und Kiga bilden eine Einheit

Eröffnung Krippe und Kiga bilden eine Einheit

Mit einem fröhlichen Familiengottesdienst wurde die neue Krippe in Niederweimar eingeweiht. In dieser stehen Räume zur Betreuung von 20 bis 24 Kindern unter drei Jahren zur Verfügung.

Voriger Artikel
Bei Verhaftung rastet Angeklagter aus
Nächster Artikel
Sportverein wirtschaftet wieder im Plus

Die Kindergartenkinder sangen beim Familiengottesdienst fröhlich „1,2,3, hier geht es rund“.

Quelle: Manfred Schubert

Niederweimar. Etwa 200 Besucher nahmen am Sonntagnachmittag im evangelischen Gemeindezentrum am Familiengottesdienst teil, mit dem die Einweihung der neuen Kinderkrippe in Trägerschaft der Kirche gefeiert wurde. Pfarrer Alexander Bartsch leitete den Gottesdienst, Pfarrerin Annette Bartsch gestaltete ihn musikalisch, unterstützt von den Kindern und Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens „Abenteuerland“.

Kindergartenleiterin Bettina Witt-Weber stellte die Erzieherinnen vor, die seit dem 12. Januar die mittlerweile neun Kinder in der Krippe zwischen 7 und 17 Uhr betreuen. Miriam Bernshausen und Sabrina Belajew sind von der Kita zur Krippe gewechselt, Nicole Ströher und Anna Brühl sind dort neu eingestellt worden, ebenso zwei weitere Kita-Erzieherinnen. Im April soll noch eine neue Erzieherin kommen, insgesamt wären es dann 16 in beiden Einrichtungen. Die zweite Krippengruppe soll erst nach den Sommerferien eröffnet werden, bis dahin soll sich die Krippenbetreuung langsam einspielen. Je nach Alter können 20 bis maximal 24 Kinder betreut werden.

Baukosten bleiben im angedachten Rahmen

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst zeigte Bürgermeister Peter Eidam nach einer kurzen Ansprache Fotos vom Bau des Gebäudes. Baubeginn war im Mai 2014 gewesen, am 12. Dezember wurde das 200 Quadratmeter große Gebäude fertiggestellt. Alle Planungen, die Baubegleitung und Bauleitung habe das Bauamt der Gemeinde selbst übernommen, was zum Einhalten des Kostenrahmens beitrug, betonte Eidam. Diese bewegen sich bei etwa einer halben Million Euro, die endgültigen Baukosten müssen erst noch ermittelt werden, 300000 Euro werden durch Fördermittel vom Land abgedeckt. „Wir sind stolz, dass wir es so hinbekommen haben, beide Kitas baulich zu verbinden. Dadurch kann man viele Synergien im Sach- und Personalbereich nutzen“, betonte er.

Im Moment zum Beispiel fehlen in der Krippe noch Wasch- und Geschirrspülmaschine und Trockner. Bis die Geräte da sind, behilft man sich bei der benachbarten Kita. Was auch schon gemacht wird, sind gemeinsame Spaziergänge von Krippen- und Kita-Kindern. Für ebenfalls noch fehlendes Spielszeug war die Kollekte des Gottesdienstes bestimmt sowie der Erlös von Kaffee und Kuchen, den die Eltern im Anschluss gegen Spenden anboten.

Die Entscheidung für den Krippenbau in Niederweimar in Trägerschaft der evangelischen Kirche war im September 2013 in der Gemeindevertretung gefallen, in einer denkbar knappen Abstimmung, mit elf Stimmen von FBW, SPD und FDP gegen zehn von CDU und Grünen. Als Gegenargumente waren die hohen Kosten und Folgekosten sowie die „Zentralisierung“ der Betreuung in Niederweimar ins Feld geführt worden. Neben der Nutzung freier Plätze in den verschiedenen Kitas war auch Wenkbach als Standort diskutiert worden, dafür hätte es nach der Förderrichtlinie allerdings nur 80000 Euro gegeben.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr