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Kreisel-Hügel erhält zeitlich befristet eine Durchfahrt

Windrad-Flügel kommen Kreisel-Hügel erhält zeitlich befristet eine Durchfahrt

Seit Fertigstellung der „WiRaRo“-Ortsumgehung ist die L 3048 für Lastkraftwagen eine barrierefreie Straße. Für Transporter mit einer gefühlten XXXL-Überlänge allerdings nicht mehr.

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Ein Kreisel mit zusätzlicher Durchfahrt. Die bevorstehende Anlieferung von Windrad-Flügeln macht diese Bauarbeiten am Kreisel in Heskem nötig.

Quelle: Ruth Korte

Heskem. Ein Kreisel ist ein Lebensretter. Das muss auch der größte Skeptiker dieser verkehrstechnischen Lösung anstelle einer Kreuzung zugeben. Die Zeit der schweren Unfälle auf der L 3048 vor den Toren Heskems ist seit dem dort eingerichteten Kreisverkehr Geschichte. Und das soll auch so bleiben.

Nach einigen Jahren des Provisoriums wurde der Kreisel im August 2014 endlich und fürwahr für viel Geld, nämlich um die 400000 Euro endausgebaut, und zwar als Dauerlösung.

Daran wird sich nichts ändern, auch wenn dort jetzt wieder ein Bagger tätig ist und mitten durch den Hügel eine Straße ebnet. Der Kreisverkehr bleibt in seiner Funktion bestehen. Nur werden demnächst einige Schwertransporte auf dieser Strecke erwartet, die die Platzkapazität, die der Kreisel bietet, schlicht sprengen würden. Es handelt sich um Transporter, die die Flügel von Windkraft-Rädern anliefern. Die sind so lang, dass auch die mathematische Kunst keine Lösung mehr bieten kann, wie sie in den Kreisel hinein- und wieder hinausfahren sollen, um ihn zu meistern.

Die Lösung heißt deshalb in diesem Fall unmissverständlich: mittendurch. Also muss die Mitte des Erdhügels zeitlich befristet weichen.

Verantwortlich für diesen Rückbau ist der Investor der Windkraftanlagen, die derzeit bei Roßdorf entstehen. Natürlich erfolgt die Maßnahme in Absprache mit dem für Landesstraßen zuständigen Amt Hessen Mobil, bestätigt Hessen-Mobil-Sprecherin Sonja Lecher eine entsprechende Anfrage der OP.

Und die Straßenmeisterei werde auch selbstverständlich die Verkehrssicherheit überprüfen und feststellen. Allein die Kosten für alles trägt ausschließlich der Investor, nicht das Land. „Wenn die Transporter durchgefahren sind, wird der Kreisel in seinen jetzigen Zustand zurückversetzt“, so Lecher weiter. Eine genaue Zeitspanne konnte sie indessen noch nicht benennen. Sie geht davon aus, dass der Erdhügel einige Wochen nach der Teilabtragung wieder vervollständigt werden kann.

PS: Wer heute nicht mehr weiß, was die eingangs erwähnte WiRaRo-Umgehung ist: Das war der gängige Begriff für die einst sehr lange geforderte Ortsumgehung für die Dörfer Wittelsberg, Rauischholzhausen und Roßdorf.

von Götz Schaub

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