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Kontrahenten vermeiden den Blickkontakt

Wahlkampf Kontrahenten vermeiden den Blickkontakt

Kühl ging es am Dienstag Abend beim direkten Aufeinandertreffen der beiden Bürgermeisterkandidaten für Fronhausen auf dem Podium im Bürgerhaus zu.

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Die Bürgermeisterkandidaten Reinhold Weber (links) und Heiner Pfeffer (rechts) mit OP-Redakteur Götz Schaub.

Quelle: Rainer Waldinger

Fronhausen. Die OP hatte zur Podiumsdiskussion mit Amtsinhaber Reinhold Weber (Bürger für Fronhausen) und seinem CDU-Herausforderer Heiner Pfeffer geladen, und etwa 280 Fronhäuser Bürger ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die beiden Konkurrenten im direkten Vergleich zu erleben.

Doch während im ersten Teil der Diskussion inhaltlich zwischen dem 51-jährigen Amtsinhaber und dem 45-jährigen Herausforderer keine großen Gräben lagen, blieben sie sich persönlich ganz offensichtlich fremd. Links und rechts des Moderators, dem OP-Redakteur Götz Schaub, platziert, würdigten sich Weber und Pfeffer – wann immer es möglich war – keines Blickes.

Der CDU-Bewerber Pfeffer begann die Diskussion durchaus kampflustig und zeichnete sich in der Schilderung seiner Motivation als Gegenbild zum jetzigen Bürgermeister: „Fronhausen braucht jetzt einen Bürgermeister, der in der Lage ist, zu versöhnen statt zu spalten“ und „jemanden, der einen anderen Umgang mit den Bürgern und innerhalb der Verwaltung pflegt“. Fronhausen, so Pfeffer weiter, werde in sechs Jahren mit ihm „als bürgernaher“ Bürgermeister deutlich besser dastehen als es nach sechs weiteren Jahren mit einem Bürgermeister Weber der Fall wäre.

Der Amtsinhaber wollte Kritik an seiner Amtsführung nicht gelten lassen; er pochte ebenfalls darauf, dass ihm der direkte Kontakt mit den Bürgern der Gemeinde wichtig sei. Und da er – wie Pfeffer – davon überzeugt ist, dass „die Wirtschaftskrise auch an Fronhausen nicht vorbeigeht“, konterte er den persönlichen Angriff mit dem Hinweis auf seine langjährige Erfahrung in der Verwaltung, die dem selbstständigen Ingenieur Heiner Pfeffer fehle.

Als der CDU-Bewerber monierte, man hätte die in den vergangenen Jahren unter Weber angepackten Projekte, etwa die Sanierung der Fronhäuser Bach oder die Neugestaltung des maroden Rathausvorplatzes auch billiger haben können, setzte Weber einen gezielten Gegenangriff – mit einem Seitenhieb gegen den Widersacher, der zwar CDU-Vorsitzender sei, aber offenbar nicht so gut informiert, da er „an nicht besonders vielen Sitzungen im Parlament teilgenommen habe“.

von Michael Agricola

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