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Kirchengemeinde Fronhausen schlägt jetzt zurück

„Krümelkiste“ Fronhausen Kirchengemeinde Fronhausen schlägt jetzt zurück

Der Elternbeirat des evangelischen Kindergartens Fronhausen fordert Eltern auf, sich am Donnerstagabend mit dem Kindergarten solidarisch zu erklären und zur Parlamentssitzung zu kommen.

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In diesem Gebäude ist der evangelische Kindergarten „Krümelkiste“ untergebracht. Der Kirchenvorstand fordert vom Bürgermeister, beim Stellenplan zu seinen Zusagen zu stehen.

Quelle: Archivfoto

Fronhausen. Auf der Tagesordnung der Fronhäuser Parlamentssitzung am Donnerstag (ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Fronhausen) steht der Widerspruch des Bürgermeisters gegen den Beschluss des Parlaments, den Mitarbeiterschlüssel des Kindergartens Fronhausen von 270 um zehn Stunden auf 280 zu erhöhen.

Der Beschluss verletzte das Wohl der Gemeinde ebenso wie das Recht, heißt es in der Vorlage an die Gemeindevertretung. Der Kirchenvorstand und der Elternbeirat der Krümelkiste, so der Name der evangelischen Kindertagesstätte in Fronhausen, haben eine Sonderausgabe der „Kirchenmaus“, dem Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde verfasst und sich dabei des Themas angenommen.

Sie sehen weniger das Wohl der Gemeinde als das Wohl der Kinder gefährdet. Sie nehmen in ihrem Extrablatt den Bürgermeister in die Pflicht. Danach habe die Kirche der Gemeinde im vergangenen Herbst den Haushaltsplan für das folgende Jahr, also 2011 vorgelegt. Dieser Haushaltsplan habe auch den Stellenplan berücksichtigt. Zu den gesetzlich vorgegebenen 1,5 Fachkraftstellen pro Gruppe sollten Verfügungszeiten für Leitungsaufgaben, Vorbereitungszeiten für die Erzieherinnen und Zeit für Elterngespräche eingeplant werden. Die ermittelten Wochenstunden betrugen 286,5. „Dieser Bedarf wurde mit Herrn Bürgermeister Weber abgestimmt und ist auch von ihm akzeptiert worden“, heißt es in dem Extrablatt des Gemeindebriefs.

Nun stelle sich die Situation für den Kindergarten so dar, dass die Gemeinde zwar schon im Vorgriff auf den 1. September 2012 die Fachkraftstellen auf 1,75 angehoben hat, aber diese Regelung keine zusätzlichen Verfügungszeiten vorsehe. So seien effektiv von den zugesagten 286,5 nur noch 270 vorhanden. Daraus resultierte der Kompromiss-Vorschlag der Kindergartenkommission, für das Jahr 2011 wenigstens die Stundenzahl um zehn zu erhöhen. Diesem Kompromiss kamen die Parlamentarier mit ihrem Beschluss in der Dezembersitzung auch nach. Durch das Veto des Bürgermeisters fehlen den Erzieherinnen derzeit weiterhin 16,5 Stunden pro Woche an Betreuungszeit. Dies überrascht Kirchenvorstand und Elternbeirat um so mehr, da Bürgermeister Weber selbst der Kindergartenkommission angehört. Die Parlamentarier müssen heute darüber abstimmen, ob sie dem Widerspruch nachkommen oder nicht.

von Götz Schaub

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