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Kinderstimmen machen Mut für Zukunft

90 Jahre Gesangverein Roßberg Kinderstimmen machen Mut für Zukunft

In einer Zeit, in der viele Chöre mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, wächst der Roßberger Gesangverein. 26 Sänger haben am Wochenende das 90-jährige Vereinsbestehen mit einem Liederabend gefeiert.

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Generationenverbindend wurden auch die Kinder beim Singen mit einbezogen.

Quelle: Patricia Kutsch

Dreihausen. Mit einem gesungenen „Guten Abend“ führte der Roßberger Gesangverein „Sängerlust“ in einen gelungenen Abend ein. Unter anderem präsentierte sich der Geburtstags-Chor unter der Leitung von Dirigent Peter Dittrich gemeinsam mit den Sängern aus Deckenbach. Auch die Kinder aus beiden Dörfern bezogen die Musiker mit ein: Begleitet vom Akkordeon sangen alle gemeinsam „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus dem Musical Tabaluga. Ein Stück aus einem Musical hatte auch der Wittelsberger Gesangverein im Gepäck: Sie interpretierten „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“.

Modern präsentierten die Deckenbacher sich auch alleine auf der Bühne mit „The lion sleeps tonight“ und dem Klassiker „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Klangvoll interpretierte der Männergesangverein aus Bobenhausen im vollbesetzten Dreihäuser Bürgerzentrum den Bajazzo. Zu Gast im eigenen Ort waren die Sänger aus Dreihausen: Der Gesangverein erzeugte mit dem Lied „Die Rose“ in der Halle romantisch-sehnsuchtsvolle Gefühle.

Zu den Geburtstagsgästen zählte auch der Ebsdorfer Männergesangverein. Dieser hatte „Kad si bila mala mare“ und das bekanntere „Down by the Riverside“ auf den Notenblättern stehen.

Zwischen den Auftritten gestaltete Moderator Uwe Maibaum den Abend kurzweilig. Als Zugezogener urteilte er: „Das ist typisch Roßberg: Man ist neu und darf gleich überall mitmachen.“ Bürgermeister Andreas Schulz korrigierte ihn dahingehend, dass Neubürger in Roßberg „mitmachen müssen“, weil sie gleich in die Gemeinschaft integriert würden. Er verglich den Chor mit einem Dorf: Einer müsse den Ton angeben, viele tragen mit ihrer Stimme dazu bei, dass ein Vorhaben gelingt.

Ortsvorsteher Werner Böckler singt selbst im Chor mit. Er gab zwischen den Liedbeiträgen einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Roßberger Sänger. Ab 1972 durften die Frauen auch ihre Stimmen beitragen.

„Für ein Dorf mit 400 Einwohnern können wir mit 26 Aktiven stolz sein auf einen so gut singenden Chor.“

Seinen Höhepunkt habe der Chor 1981 gehabt: Bei einem Sängerwettstreit in Leihgestern sangen 65 Roßberger. Seither sei die Sängerzahl zwar merklich gesunken, in den vergangenen Jahren sei die Tendenz jedoch wieder steigend.

In einer Zeit, in der viele Chöre mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, wächst der Roßberger Gesangverein. 26 Sänger haben am Wochenende das 90-jährige Vereinsbestehen mit einem Liederabend gefeiert.

EHRUNGEN: Seit 25 Jahren aktiv: Marina Seim. Seit 40 Jahren aktiv: Elisabeth Debelius, Irmfried Grün, Käthe Hämer, Annegret Haemer, Egon Pigors. Seit 60 Jahren aktiv: Karl-Hans und Werner Eißner.

Seit 25 Jahren passiv: Rainer Lorch. Seit 40 Jahren passiv: Änne Bender, Elisabeth Böckler, Margot Eißner, Irmgard Ebert, Marie Mengel, Gerda Seim, Elisabeth Wissemann. Seit 60 Jahren passiv: Erich Debelius und Herbert Fey.

von Patricia Kutsch

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