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Kindergartenkinder kuscheln mit Camping-Hühnern

Kindergartenkinder kuscheln mit Camping-Hühnern

Zu einem Stelldichein mit 250 Gickeln fanden sich 20 Jungen und Mädchen des Bellnhäuser Kindergartens ein - bei den „Camping-Hühnern“ von Günter und Margit Jung.

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Oben links: Margit Jung sieht zu, wie Franziska ein Ei aus dem Nest holt. Großes Foto: Jedes Kind durfte den Hühnern eine Handvoll Körner zuwerfen.Fotos: Heike Döhn

Fronhausen. Seit einigen Wochen kann man das „Hühner-Mobil“ auf den Wiesen der Jungs sehen. Nachts sind die Tiere dort sicher untergebracht, tagsüber sind sie munter auf der Wiese rund um das Gefährt unterwegs.

Ein offenkundig sehr entspanntes Dasein, denn weder die Hennen noch die fünf Hähne lassen sich von den neugierigen Zwei- bis Sechsjährigen aus der Ruhe bringen, die mit ihren Erzieherinnen zu Besuch kommen. Im Gegenteil: „Ich habe schon siebenmal eins angefasst“, freut sich ein Mädchen, denn die Hühner zeigen keinerlei Fluchtinstinkt, sondern lassen sich bereitwillig von den Kindern mit Körnern füttern - und mit altem Popcorn, dass die kleinen Besucher als Snack mitgebracht haben.

Margit Jung erzählt den Kindern, wie gerne die Hühner ein Sandbad nehmen, dass ihnen Kälte gar nichts ausmacht, sie vor zu viel Sonne aber geschützt werden müssen. Und dass die Hähne die „Sheriffs“ der Hühner sind, die sie vor Greifvögeln beschützen - und widerspenstigen Hennen auch mal einen drübergeben, wie die Kinder gleich bemerken. „Die Hähne, das sind ja die schlausten“, erklärt ein Mini-Macho ernsthaft.

Alle Kinder dürfen auch mal in das fahrbare Hühner-Heim, sich die Schlafplätze anschauen. „Ich habe ein Ei gefunden“, triumphiert Franziska - dabei sollen die Hennen doch in die weichen Nester aus Dinkel- und Buchweizenspelz legen. Haben die meisten ja auch, und jedes Kind darf in den weichen Nestern nach den noch warmen Eiern graben und helfen, sie in einem Eimer zu sammeln.

200 Eier täglich legen die Camping-Hühner für den Verkauf ab Hof in Bellnhausen, und sie lassen sie sich ohne Murren auch von den jungen Besuchern wegnehmen. Sogar auf den Arm nehmen kann man das Federvieh, das nach dem kurzen Kuscheln mit den begeisterten Kindern leicht zerzaust, aber würdevoll davon schreitet.

Nach dem Eiersammeln picknicken die Kinder am Rand der Hühnerweide und erfahren von Margit Jung allerhand über Hühner. Und die Kinder der zweiten Kindergartengruppe, die an diesem Tag nicht mit dabei waren, konnten zwei Tage später die Camping-Hühner besuchen - schließlich soll ja jeder mal ein Huhn streicheln dürfen.

von Heike Döhn

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