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Kinderbetreuung: Angebot beschlossen

Weimar Kinderbetreuung: Angebot beschlossen

Die Entscheidung über die neuen Angebotsformen in der Kinderbetreuung und die Gebühren ist gefallen. Nach der Beratung imSozialausschuss wurdedas Angebot noch etwas flexibler gestaltet.

Niederweimar. Mit leichter Verspätung begann die letzte Sitzung der Weimarer Gemeindevertretung vor der Sommerpause. Grund: unmittelbar zuvor hatte eine, wie Bürgermeister Peter Eidam berichtete, anstrengende Gemeindevorstandssitzung stattgefunden. Sie dauerte etwas länger, dennoch hätten nicht alle, aber einige wichtige Themen, darunter die Betreuungsangebote, behandelt werden können.

Die Entscheidung über neue Angebotsformen bei den Öffnungszeiten in den kommunalen Kindergärten und die Gebühren hatte eigentlich in der Sondersitzung am 20. Juni fallen sollen, die Vorlage war aber damals auf Antrag der SPD mit einer Stimme Mehrheit zur nochmaligen Beratung in den Ausschuss für Soziales, Jugend, Familie und Sport verwiesen worden.

Tatsächlich wurde nun bei dem Kombi-Angebot, das zunächst aus Regelbetreuung plus Betreuung bis 17 Uhr an maximal drei Wochentagen bestand, nachgebessert. So will man beispielsweise Eltern, die im Schichtbetrieb arbeiten, ermöglichen, einen ganzen Monat zu planen. Nun sind maximal zwölf Tage mit Betreuung bis 17 Uhr im Monat frei hinzuwählbar, der Gebührenansatz blieb unverändert.

Hans Jakob Heuser (FBW) erklärte vor der Abstimmung: „Unsere Fraktion findet es toll, dass wir mit flexiblen Öffnungszeiten und Gebühren eine Vorreiterrolle im Landkreis übernehmen, und darauf sind wir stolz.“

Lydia Schneider von den Grünen sagte dagegen: „Wir finden es auch toll, sind aber dagegen, weil es einen sechsstelligen Betrag an Mehrkosten für Personal pro Jahr bedeutet. Wir sollten es auch nicht probeweise machen, denn was soll man den Eltern nach einem halben oder dreiviertel Jahr sagen, wenn sich herausstellt, dass es nicht praktikabel ist?“

Auf die folgende Stichelei Heusers, ob das nun „Altersangst oder Altersweisheit“ vonseiten Schneiders sei, ging diese nicht ein. Der Vorsitzende Kurt Barth mahnte dazu, nicht persönlich zu werden.

Mit 16 Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen der Grünen und einer Enthaltung fiel der Beschluss. Damit gelten ab 1. August, zunächst begrenzt auf die folgenden zwölf Monate, folgende Angebotsformen und Gebühren:

n Betreuung von 7 bis 13 bzw. 7.30 bis 13.30 Uhr ohne Teilnahme am Mittagstisch, 110 Euro;

n7 bis 15 Uhr, 147 Euro;

n7 bis 17 Uhr, 184 Euro;

nKombination Angebot 1 und maximal zwölf Tage Angebot 3, 155 Euro;

nU-3-Betreuung, 220 Euro.

von Manfred Schubert

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