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Jetzt kommt es auf jeden Bürger an

GrundBad in Heskem Jetzt kommt es auf jeden Bürger an

Wer hätte das gedacht? Wenn in diesem Jahr so viele Menschen das GrundBad besuchen würden wie 2001 wäre das Defizit praktisch nicht mehr vorhanden.

Heskem. Noch Winterspeck auf den Rippen? Noch etwas schlapp beim Sport? Ein Besuch im GrundBad kann helfen. Ein paar Runden schwimmen und schon kommt der innere Motor wieder in Gang. Und: Jeder Besuch hilft, das Defizit des GrundBades zu senken und entlastet damit den Haushalt der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Es klingt schon fast unglaublich, aber das Bad hat eine reelle Chance, kostendeckend betrieben zu werden. Der Anschluss des Bades an die Biogasanlage und die energetische Sanierung und generelle Modernisierung des Bades haben dazu geführt, dass das enorme Defizit, 1994 lag es bei 140000 Euro, so weit abgebaut werden konnte, dass es nun durch die simple Erhöhung der Besucherzahlen völlig wegschmelzen könnte. Und das ist möglich.

Bürgermeister Andreas Schulz: „Es müssten nur so viele Menschen zu uns ins Bad kommen wie 2001.“ Damals waren es 60176 Besucher. Das ist nach wie vor im neuen Jahrhundert der absolute Rekord. Aber auch die Ergebnisse von 2000 (58999 Besucher) und von 2002 (57519 Besucher) können sich sehen lassen und wären für 2013 ein absolutes Traumergebnis.

Nach 2001fiel die Besucherzahl drastisch

Das Defizit 2012 lag bei 91500 Euro. Ein Erwachsener zahlt vier Euro Eintritt, wenn er eine Einzelkarte löst. Einmal mit diesem Eintritt gerechnet würden 21000 mehr Besuche bereits 85000 Euro in die Kasse spülen. Das Defizit wäre fast ganz weg. Wäre - die Realität sieht ein bisschen anders aus.

Nach dem Hoch 2001 fiel die Zahl der Besucher drastisch. Von 2002 auf 2003 gar um knapp 10000. Dann pendelte es sich zwei Jahre lang bei 49000 ein, ehe es dann weiter zurückging. 2010 fiel die Zahl erstmals unter 40000, 2011 war der bisherige Tiefpunkt mit 35533 Besuchern erreicht.

Schulz: „Wir halten hier ein besonderes Angebot für unsere Bürger vor. Sicher können wir nicht mit Spaßbädern konkurrieren, aber wir bieten neben der Möglichkeit wohnortnah Schwimmen zu gehen auch noch viele Kurse an, vom Babyschwimmen über Wassergymnastik bis Aquajogging.“

Und dann gibt es ja auch noch diverse Extras: Solarium, Massageliege, Dampfsauna, Wassersprudler und Nackendusche.

„Wir wollen natürlich auch die Öffnungszeiten so attraktiv wie möglich gestalten und richten uns da auch nach den Wünschen der Besucher“, sagt Schulz. Deshalb wird es zum 1. April eine Neuerung geben und der Familientag am Sonntag um zwei Stunden auf dann 14 Uhr ausgeweitet. „Die Erfahrung zeigt, dass morgens um 8 Uhr eher die kommen, die ausschließlich Schwimmen wollen. Die Familien kommen dann ab 9.30 Uhr ins Bad. Da ist eine Schließung des Bades um 12 Uhr für viele einfach schon zu knapp bemessen. Wir werden deshalb jetzt zwei Stunden dranhängen“, erläutert Schulz. Eine Familienkarte kostet zehn Euro. „Ich denke, das ist ein gutes Angebot und hoffe, dass wir damit überzeugen können.“

Neue Idee: Studenten sollen Kurse anbieten

Schulz wäre nicht Schulz, wenn er darüber hinaus nicht noch an anderen Ideen basteln würde. „Wir möchten, dass Sportstudenten hier zusätzliche Kurse anbieten, die wir vielleicht noch nicht im Angebot haben. Das steigert die Attraktivität und die Studenten können sich so etwas hinzuverdienen.“

Eine andere Überlegung wäre die Vermietung an größere Gruppen. „Der CVJM hat das mal gemacht“, sagt Schulz. Er kann sich vorstellen, dass auch andere Gruppen, Verbände oder Firmenbelegschaften mal so etwas machen wollen. Eine gute Aktion sei auch die kostenfreie Woche in den Sommerferien im vergangenen Jahr gewesen. Danach seien die Besucherzahlen im Vergleich zum Jahr davor deutlich besser ausgefallen. „Ich weiß nicht, wie viel diese kostenfreie Woche dazu beigetragen hat, aber wir werden sie wohl in diesem Jahr wieder anbieten“, so Schulz.

von Götz Schaub

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