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Jedes Jahr ein neues Feuerwehrauto

Investitionszusagen Jedes Jahr ein neues Feuerwehrauto

Die Feuerwehr im „Grund“ ist gut aufgestellt. Die Einsätze wurden professionell bewältigt, der Nachwuchs rückte nach und auch die Zahlen stimmten. Nun steht die Erfüllung etlicher Wünsche bevor.

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Wehren brauchen die Gemeindehäuser

Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker (rechts) und Bürgermeister Andreas Schulz (vorne, 2. von links) mit den Geehrten.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Anlass zum Klagen haben die Wehren im „Grund“ nicht. Das vermittelte jedenfalls die gemeinsame Jahreshauptversammlung aller zehn Einsatzabteilungen. Die Versammlung erinnerte ein bisschen an Weihnachten. „Ich habe mich auf die Versammlung sehr gefreut, da ich etwas zu erzählen habe“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz zur Begrüßung im Bürgerzentrum.

Danach bescherte er die 141 anwesenden Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner mit allerhand Zusagen. Er versprach die Anschaffung von neuen Ausgehuniformen und von fünf neuen Einsatzfahrzeugen. Ab 2016 soll jedes Jahr ein Fahrzeug in Betrieb genommen werden. Überdies stehen drei Feuerwehrgerätehäuser vor der Erweiterung.

In Wittelsberg ist man mit viel Eigenleistung bereits dabei. Hinzu kommen noch Hachborn und Dreihausen. Für Letzteres sind beispielsweise 400000 Euro avisiert. Hier soll auch eine direkte Auffahrt der Einsatzfahrzeuge auf die unmittelbar angrenzende Kreisstraße ermöglicht werden. Diese mussten bislang zuerst das Wohngebiet umfahren.

Bedarfs- und Entwicklungsplan vor Beschluss

Schulz erklärte, dass der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr voraussichtlich im Sommer von der Gemeindevertretung beschlossen werde. Er ist die Grundlage für alle genannten Anschaffungen. „Dank Ihnen allen befindet sich unsere Feuerwehr in der Region in einer Leitposition, die erhalten werden soll“, lobte Andreas Schulz.

Mit Superlativen geizte auch der Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker nicht. „Wir haben Zahlen, von denen man nur träumen kann“, meinte er im Anschluss an seinen Jahresbericht. Zu verzeichnen gab es ein Plus von 15 Aktiven, womit aktuell 247 Männer und Frauen ihren Dienst in den Wehren tun. Weitere Zugänge aus den Jugendabteilungen werden erwartet.

Die Zahl der Quereinsteiger bezeichnete Eucker als überdurchschnittlich. Zuwachs von elf Personen hatte es auch bei den Atemschutzgeräteträgern gegeben. Über die 62 Aktiven war Eucker sehr zufrieden. Auch über die Grafik zur Altersstruktur der Wehr lasse sich nicht meckern. Sie zeigte annähernd die wünschenswerte Form eines Baumes.

Die stärksten Bereiche bildeten die 17- bis 21-Jährigen und die 37- bis 41-Jährigen. Damit bilde man den Stand von vor zehn Jahren ab, was Eucker als gute Entwicklung wertete. Auch der Frauenanteil stimmte zufrieden. Er liegt zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Jugend gibt Mitglieder ab

Ein weinendes Auge hinterließ ausschließlich die Jugendfeuerwehr. Hier hatte man einen Tiefstand von 102 Mitgliedern erreicht. Im Vorjahr waren es noch 133 Mitglieder. Zum einen erklärte sich diese Zahl durch die Übergänge in die Einsatzabteilungen, aber auch Austritte waren zu verzeichnen. Den 33 Austritten standen lediglich sechs Neueintritte gegenüber. „Wir verlieren immer noch zu viele Jugendfeuerwehrkameradinnen und -kameraden kurz vor dem Übertritt in die Einsatzabteilung“, bedauerte Eucker.

Den Jugendfeuerwehrwarten dankte er an dieser Stelle für ihre unermüdliche Arbeit. Damit die Kinder möglichst früh den Weg zur Feuerwehr fänden, schlug er weitere Gründungen von Kindergruppen vor, wie sie bereits in Wermertshausen und Wittelsberg zu finden seien.

Kreisbrandmeisterin Conny Fackert, die in Vertretung für Kreisbrandinspektor Lars Schäfer gekommen war, gab ebenfalls Denkanstöße in diese Richtung. Sie schlug vor, dass sich alle Organisationen, die Jugendarbeit betreiben, einmal an einen Tisch setzen müssten.

Außerdem appellierte sie, die bereits vorhandenen Feuerwehrkräfte bei der Stange zu halten. „Tragt die positiven Erfahrungen mit der Feuerwehr in die Welt“, war ihre und auch Euckers Botschaft.

Zu Einsätzen gerufen wurden die Feuerwehren der Gemeinde Ebsdorfergrund 36 Mal. Das waren sieben mehr als im Vorjahr. Zusammengekommen waren dabei 1357 Einsatzstunden, bei denen 16 Brände und 20 Hilfeleistungseinsätze bewältigt wurden. Die Brände waren in der Hauptsache Kleinbrände, zwei lagen außerhalb des Gemeindegebietes.

Feuerwehrsport boomt

Die Hilfeleistungseinsätze gingen querbeet. Sie verteilten sich auf Unwetter, Verkehrsunfall, Tragehilfe oder Tierrettung. Durchgeführt wurden auch zwei Messungen auf Gas.

„Zu den größten Einsätzen im vergangenen Jahr zählten der kreisweite Ausfall der Notrufleitungen sowie der Rundballenbrand in Rauischholzhausen. Sie schlugen mit 240 und 235 Stunden zu Buche. Ebenso wie Lehrgänge und Seminare, von denen rund 100 besucht wurden, sei auch der Feuerwehrsport ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Feuerwehr, betonte Eucker. 130 Termine standen hier für ein abwechslungsreiches Programm.

Ausrichter der Jahreshauptversammlung war die Feuerwehr Wermertshausen. Sie bewirteten ihre Kameraden im Bürgerzentrum Dreihausen.

„In unserem Wohnzimmer, sprich dem Wermertshäuser Bürgerhaus ist nicht genug Platz für euch alle“, sagte Ortsvorsteher Friedhelm Maikranz.

Er wertete diesen Umstand keineswegs negativ, sondern vielmehr als sehr erfreulich. Andernfalls wäre die personelle Situation eher bedenklich.

Außergewöhnlich: Erich Happel aus Roßberg wurde für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Ehrungen / Beförderungen

Feuerwehrleistungsabzeichen Eisern: Fabian Beliza, Kevin Junker, Marvin Schmidt (alle Dreihausen), Jonathan Wege (Hachborn)

Feuerwehrleistungsabzeichen Bronze: Fabian Happel (Beltershausen), Maximilian Kuhl, Lukas Schmidt (beide Dreihausen), Joschka Becker, Phil Becker, Steffen Findt, Markus Pinschmidt, Uwe Schäfer, Andreas Stranghöner (alle Hachborn)

Feuerwehrleistungsabzeichen Silber: Eberhard Wisseler (Beltershausen), Jonas Dietrich, Jonas Knabe, Tobias Schmidt (alle Dreihausen), Mischa Dieterich (Hachborn)

Feuerwehrleistungsabzeichen Gold: Julia Ludwig, Timo Schwarz (beide Beltershausen), Sascha Merkel (Dreihausen), Thomas Preis (Hachborn)

Feuerwehrleistungsabzeichen Gold 5: Sascha Merkel, Lars Erik Sattler (beide Dreihausen), Nico Senftner (Ebsdorf)

Feuerwehrleistungsabzeichen Gold 10: Manfred Happel (Beltershausen)

Silbernes Brandschutzehrenzeichen für 25-jährige aktive Mitgliedschaft: Lars Michanikl, Dirk Steitz, Andreas Weber (alle Dreihausen), Markus Pinschmidt (Hachborn), Martin Rink (Rauischholzhausen), Mario Ebinger (Wittelsberg)

Goldenes Brandschutzehrenzeichen für 40-jährige aktive Mitgliedschaft: Erich Happel (Roßberg)

Feuerwehrmann: Marco-Lothar Baysal, Fabian Beliza, Tobias Emmerich, Fabian Grün, Kevin Junker, Christopher Oyekan, Christopher Schäfer, Ralf Thomas Staller (alle Dreihausen), Jan Amend, Christian Fritz-Emmerich, Thorben Heck (alle Leidenhofen), Marcell Hämer, Christian Roy (Roßberg), Patrick Happel (Wermertshausen), Steffen Köhler, Andreas Staubitz (beide Wittelsberg)

Feuerwehrfrau: Birgit Kill (Rauischholzhausen)

Oberfeuerwehrmann: Jonathan Wege (Hachborn), Marc Benz (Leidenhofen), Alexander Fey (Roßberg)

Oberfeuerwehrfrau: Daniela Sommer

(Wittelsberg) Löschmeister: Sascha Merkel (Dreihausen)

Oberlöschmeister: Lars Erik Sattler, Daniel Träger (beide Dreihausen), Markus Pinschmidt (Hachborn)

von Martina Becker

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