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Innerhalb einer Stunde 600 Fahrzeuge auf der Ortsstraße

Trotz Umgehung Innerhalb einer Stunde 600 Fahrzeuge auf der Ortsstraße

Wie geht es mit der Ortsdurchfahrt durch Niederweimar weiter, nachdem die Umgehungsstraße fertiggestellt ist? Damit beschäftigte sich unter anderem der Ortsbeirat Niederweimar.

Niederweimar. Seit der Bürgerversammlung im Februar habe sich nicht viel getan, erläuterte Ortsvorsteher Heinz-Peter Damm (SPD). Allerdings hat ein Anwohner einen Brief an den Ortsbeirat geschrieben. In diesem weist der Bürger darauf hin, dass sich das Verkehrsaufkommen im Teilbereich der Herborner Straße zwischen der Ampelanlage am Getränkemarkt und der Abfahrt Huteweg in Richtung B 3 nicht wesentlich verringert habe.

Ein großer Teil der Fahrzeuge etwa aus Richtung Haddamshausen oder Oberweimar nutze nicht die neue Ortsumgehung, sondern fahre weiterhin durch Niederweimar, um auf die B 3 zu gelangen. So seien zu verschiedenen Zeiten „innerhalb einer Stunde 600 Fahrzeuge“ gezählt worden, schreibt der Anwohner. „Dabei wurden Fahrzeuge, die als Anlieger einzustufen sind, nicht mit eingerechnet.“

Auch persönliche Gespräche mit Fahrzeugführern aus Oberweimar habe er geführt - und zu hören bekommen: „Ich bin doch nicht verrückt und fahre erst nach Wenkbach, um auf die B 3 zu kommen, wenn ich nach Marburg will.“ Der Briefschreiber meint gemeinsam mit Anliegern, dass dieser Entwicklung entgegengesteuert werden müsse, da sonst die Umgehungsstraße ihre Bedeutung verfehlen würde. Möglichkeiten, den Verkehr zu begrenzen, seien eine Durchfahrt nur für Anlieger oder Barrieren.

„An der Situation wird sich nichts ändern, so lange die Straße nicht ganz fertig ist“, meinte der Ortsvorsteher. So solle die Einmündung der Haddamshäuser Straße auf die ehemalige B 255 durch die Straßenverkehrsbehörde noch so gestaltet werden, „dass der Weg ins Dorf möglichst unattraktiv wird und man automatisch in Richtung Wenkbacher Kreisel geführt wird.“ Und auch die Vorfahrtsregelungen würden geändert. Zudem werde das Teilstück zwischen Ampel und Huteweg Dorfstraße und wahrscheinlich Tempo-30-Zone.

Fahrbahn soll etwas zurückgebaut werden

Hans-Peter Schellner (SPD) machte klar: „Ich kann nicht in dem Bereich einen Getränkemarkt und einen großen Supermarkt ansiedeln und den Leuten sagen: ,Wenn ihr da hin wollt, dann geht zu Fuß.’“ Diese Regelung laufe an der Praxis vorbei. So solle auch die Fahrbahn ein wenig zurückgebaut werden. „Dann wird der Verkehrsfluss auch ein wenig zurückgehen“, ist er sich sicher.

Die Mitglieder des Ortsbeirats waren einer Meinung, dass Niederweimar auch aufgrund der Infrastruktur so beliebt sei und weiterhin wachse. Daher müssten die Geschäfte auch erreichbar bleiben. Denkbare „Einbremsungen“ seien Seiteninseln oder eine generelle Rechts-vor-links-Regelung. Einig waren sich die Mitglieder: Man müsse die Anlieger an der Entscheidung beteiligen.

„Bin dermaßen sauer, das kann sich keiner vorstellen“

Auch die 875-Jahr-Feier im September stand auf der Tagesordnung. Die Planungen rund um das Festwochenende vom 6. bis 8. September seien bereits gut vorangekommen. Allerdings habe der Kreistag „uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Damm. Denn am 8. September findet der erste Wahlgang zur Landratswahl statt. „Ich bin dermaßen sauer, das kann sich kein Mensch vorstellen“, sagte der Ortsvorsteher. Man sei vom 22. September wegen der Bundestagswahlen zwei Wochen nach vorne gerückt - und falle nun, wie Wollmar mit seinem Grenzgang an diesem Tag, hinten runter. „Wenn man einen Wahltermin festlegt, kann man doch vorher in den Terminkalender schauen“, so Damm.

nAm 13. April findet zum 14. Mal der „Frühjahrsputz“ in der Gemeinde statt, zu der auch der Ortsbeirat in Niederweimar einlädt. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Bürgerhaus. Abschluss ist um 12 Uhr am Bauhof in Argenstein.

von Andreas Schmidt

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