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In Niederwalgern lebt am Samstag die Vergangenheit auf

Historische Ernte In Niederwalgern lebt am Samstag die Vergangenheit auf

Ernte wie zu Großmutters Zeiten: Eine Veranstaltung am 25. Juli in Niederwalgern schickt ihre Besucher auf eine Zeitreise mehr als 50 Jahre in die Vergangenheit.

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Karl-Heinz Deutsch zieht mit seinem Traktor einen historischen Bindemäher. Mit dieser Landmaschine wird er am Samstag in Niederwalgern Getreide ernten.

Quelle: Stefan Weisbrod

Niederwalgern. Die Getreideernte in den frühen 1950er Jahren war eine aufwändige Sache: Mit Sensen und sogenannten Bindemähern wurden Weizen, Roggen und anderes Getreide geerntet. Die komplette Familie und meist noch Nachbarn und Freunde waren daran beteiligt.

Heute, mehr als 50 Jahre später, erleichtern mächtige Mähdrescher die Arbeit enorm. „Kinder und junge Leute können sich gar nicht mehr vorstellen, wie die Feldarbeit damals war“, meint Reinhard Schneider. Innerhalb des Festausschusses „775 Jahre Niederwalgern“ sei die Idee entstanden, die Vergangenheit für einen Tag wiederzubeleben. „Unser Jubiläumsfest im nächsten Jahr findet schon im Juni statt. Dann ist es noch zu früh zum Ernten des Getreides“, berichtet er. Deshalb gebe es die Veranstaltung bereits in diesem Jahr. Sie wird am Samstag ab 14 Uhr am „FunPark“ am Ortsausgang in Richtung Roth stattfinden.

Für das Fest holte sich der Ausschuss den Ortslandwirt Hans-Georg Döhne ins Boot, der Interessierte über verschiedene Getreidearten aufklären kann. Außerdem trägt Karl-Heinz Deutsch zu der Veranstaltung bei. Er besitzt fast ein Dutzend historische Landwirtschaftsmaschinen, die älteste aus dem Jahr 1946. Die meisten davon bringt er am Samstag mit zum Fest, einige werden gar im Einsatz sein und Kinder können als Beifahrer eine Runde mitfahren.

Auch sonst wird für die kleinen und größeren Gäste etwas geboten. So können sie an einer nachgebauten Kuh um die Wette melken. „Außerdem ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt“, verspricht Ausschussmitglied Wilhelm Herrmann.

von Stefan Weisbrod

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