Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
In Ebsdorfergrund wird die Bestattung teurer

Parlament In Ebsdorfergrund wird die Bestattung teurer

Das am intensivsten diskutierte Thema der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Dreihausen war die Erhöhung der Friedhofsgebühren.

Voriger Artikel
Einbrecher kam mit einem Fahrrad nach Fronhausen
Nächster Artikel
Anzahl der älteren Fahrgäste steigt

Um die Kostendeckung zu verbessern, erhöht das Parlament Ebsdorfergrund die Friedhofsgebühren.Archivfoto: M. Becker

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Die Anhebung wird nötig, weil sich der Kostendeckungsgrad in den letzten Jahren immer mehr nach unten entwickelt habe, sagte Bürgermeister Andreas Schulz. Dieser liegt in Ebsdorfergrund zurzeit bei 44 Prozent.

Er berichtete auch, dass die Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen niedrige Gebühren habe. Zudem erklärte der Verwaltungschef, dass die Landrätin in einem Brief vom 12. August die Gemeindevorstände aufgefordert habe, im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes für das Bestattungswesen einen Kostendeckungsgrad von 80 Prozent heranzuziehen.

Da die Gemeinde Ebsdorfergrund von dieser Vorgabe weit entfernt liegt, sieht man auch hier über die Fraktionen hinweg die Erfordernis zum Handeln. Dass die Kostensteigerung, die sich nach der jüngsten Neuausschreibung für Grabaushub und Grabverfüllung ergeben hat, an die Bürger weitergegeben werden muss, darüber waren sich alle Fraktionen einig. Die bisherige Gebühr steigt von 515 Euro auf 550 Euro.

Auch die Benutzung der Friedhofskapellen verteuert sich um 15 Euro, jeweils für die Dörfer Dreihausen, Heskem-Mölln, Hachborn, Roßberg und Wermertshausen. Da alle Bürger den Friedhof gleichermaßen benötigten, sei es irrelevant, ob man sich aus persönlichen Gründen für eine Grab- oder Urnenbestattung entscheide, meinte Schulz.

Er plädierte dafür, dass beide Bestattungsformen den gleichen Preis haben müssten. Ludwig Bender, Fraktionsvorsitzender der CDU sprach von einem Paradigmenwechsel, denn aktuell kostet in Ebsdorfergrund die Urnenbestattung 500 Euro, sprich die Hälfte der Sargbestattung. „Wir sehen die Notwendigkeit, andererseits ist der Wechsel gravierend“, sagte Bender.

Da von Seiten des Gemeindevorstandes zu diesem heiklen Thema ausschließlich ein Diskussionspapier vorlag, stellte die CDU-Fraktion den Antrag, die Gebühren für ein Urnengrab zum 15. Oktober 2014 um 250 Euro anzuheben. Über weitere Erhöhungen müsste zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal beraten werden, so Bender.

Dies hielt Schulz für einen praktikablen Vorschlag. Die Diskussionsvorlage wurde in dieser Form einstimmig angenommen. Der Kostendeckungsgrad liegt damit bei 58 Prozent. Der Paradigmenwechsel sei nun angestoßen, aber noch nicht vollendet, sagte Schulz.

von Martina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr