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In 50 Jahren fiel nur ein Spiel aus

FC Oberwalgern feiert Jubiläum In 50 Jahren fiel nur ein Spiel aus

Gleich zu Beginn begeisterten die Alten Herren, die Aerobicgruppe und die aktiven Spieler mit dem Lied „In Oberwalgern auf der Höh‘, sind wir aktiv für den FC“ und stellten dabei ihren Zusammenhalt unter Beweis.

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Zahlreiche Gründungsmitglieder von vor 50 Jahren ließen es sich nicht nehmen, am Kommersabend dabei zu sein. Sie wurden natürlich auch für ihre Vereinstreue geehrt.

Quelle: Ingrid Lang

Oberwalgern. Der Vorsitzende des FC Oberwalgern, Walter Ruth, erzählte aus der Vereinsgeschichte. Bereits in den 30er-Jahren und auch von 1950 bis 1954 hat es in Oberwalgern einen Fußballverein gegeben, allerdings musste der Spielbetrieb wegen Spielermangels eingestellt werden. Trotzdem gründeten 1966 erneut 39 Männer einen Fußballverein, der dann auch mit Erfolg in die Saison 1966/67 startete. Erster Vorsitzender wurde Helmut Schäfer.

Bis zum heutigen Tage musste die erste Mannschaft nur ein einziges Spiel absagen. Im Februar 1966 wurde der vorhandene Sportplatz mit einer Fläche von 45 mal 60 Metern, und der damit nicht den vorgeschriebenen Maßen entsprach, von der Gemeinde gepachtet und von den Helfern mit hoher Eigenleistung hergerichtet. Mit dem Bau der Kanalisation wurde der Fußballplatz erweitert. In den kommenden Jahren entstand ein Gerätehaus, eine provisorische Flutlichtanlage und eine Unterstellmöglichkeit am Sportplatz. Das Spielfeld wurde mehrmals mit einer Drainage durchzogen und im Vereinslokal „Dragoners Bergschänke“ wurde eine Duschgelegenheit geschaffen. Auch Rückschläge musste der Verein hinnehmen,  etwa als ein starkes Gewitter das zuvor aufgebrachte Saatgut auf dem Platz, der ein starkes Gefälle aufwies, einfach wegspülte.

Zudem brannte Anfang der 70er-Jahre das Gerätehaus ab. Die Mitglieder ließen sich aber nicht unterkriegen, packten an und legten somit den Grundstein für das heutige Sportheim. Der Pachtvertrag wurde auf 66 Jahre verlängert und sah die Errichtung eines massiven Sportheimes vor. Der Sportplatz, der zu den schlechtesten im Kreis zählte, wurde modernisiert und eine neue Flutlichtanlage installiert. In den 80er-Jahren wurde vor allem in die Infrastruktur investiert, ehe 1991 das Spielfeld umfassend saniert wurde. 2011 wurde eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Heizung auf dem Dach des Sportheims installiert.

Zeit des Spielermangels wurde gut überstanden

Vor drei Jahren wurden die Küche und der Getränkeraum gründlich saniert und umgebaut. Zudem wurde der Sportplatz erneut saniert. Und es wird weiter fleißig investiert, verändert und modernisiert: In diesem Jahr soll der Hartplatz zu einem Naturrasenplatz umfunktioniert werden. Mit dem Bau einer Zisterne neben dem Sportheim sowie dem Bau einer Wasserleitung vom Ort zum  Sportplatz soll die Bewässerung des Rasenplatzes sichergestellt werden. Zudem soll auf einem gemeindlichen Nachbargrundstück ein neuer Trainingsplatz entstehen.

Selbst akuter Spielermangel  in allen Altersklassen, Mitte der 90er-Jahre, führte nicht zu einer Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein. „Bis heute“, so der Vorsitzende, „sind wir der Meinung, dass wir uns richtig entschieden haben im Sinne der Vereins- und Dorfgemeinschaft, so dass jeder unabhängig von seinem Leistungsvermögen weiterhin seinem Lieblingssport, dem Fußball, nachgehen kann.“ 1981 wurde eine Alte-Herren-Abteilung und 1996 die Aerobicgruppe ins Leben gerufen. Die Alten Herren zeichnen vor allem für einige Veranstaltungen wie das Backhausfest, Weihnachtsmarkt und Vereinsfahrten verantwortlich und bemühen sich so um die Verbesserung der Finanzen.

Grußworte sprachen unter anderem Bürgermeisterin Claudia Schnabel, Kreisfußballwart Peter Schmidt, Hermann Brand vom Sportkreis und Pastor Erich Lenhardt von der Chrischona Gemeinde Fronhausen-Bellnhausen.

 
Ehrungen

Gründungsmitglieder:

Otto Braun, Herbert Bremer, Willi Bremer, Heinrich Grebe, Kurt Horst, Walter Klein, Siegfried Koch, Erich Rink, Horst Röder, Günter Schmidt, Otto Schneider, Walter Schorge, Ernst Turek, Franz Turek, Reinhard Weber, es fehlten Hans Abel, Erich Bork, Herbert Poludniok.

Meistermannschaft 1976:

Kurt Becker, Herbert Fenner, Willi Happel, Hans-Joachim Junk, Heinz Kaletsch, Siegfried Koch, Josef Merenyi, Winfried Pister, Erich Polud­niok, Horst Röder, Ekkehard Rücker, Klaus Spenler, Otto Braun, es fehlten: Reiner Heymann, Bruno Koch, Günter Laubinger, Lothar Nau

von Ingrid Lang

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