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Im Park könnte Rilke Tee getrunken haben

850-Jahr-Feier Im Park könnte Rilke Tee getrunken haben

Mitten in Fronhausen liegt der weitläufige Gutspark der Familie Schenk zu Schweinsberg. Dieser Park, den kaum ein Fronhäuser von innen kennt, birgt viele „Juwelen“.

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Die Familie Schenk zu Schweinsberg im Gutspark in Fronhausen.

Quelle: Heike Kienle

Fronhausen. Da sind zum Beispiel die schönen Kratzputz-Verzierungen an den Außenmauern des Gästehauses oder die „Gartenhalle“, deren Innenwände die Mutter des heutigen Besitzers vor vielen Jahren mit Zeichnungen versehen hat, die das damalige Fronhäuser Dorfleben festhalten. Auch den imposanten Fronhäuser Kirchturm mit seinen vier Erkern – von den Dorfbewohnern „Kegelspiel“ genannt – sieht man vom Gutspark her aus einer völlig neuen Perspektive.

Kurz vor dem Eingang zur historischen „Alten Burg“, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde und heute von Gunthram und Beate von Schenk zu Schweinsberg bewohnt wird, kommt man an einer Hainbuchen-Gruppe vorbei. Von den Stämmen dieser alten Bäume umrahmt steht ein kleiner, alter Sandsteintisch. Dort, so stellt sich Gunthram von Schenk vor, könnte Rainer Maria Rilke zusammen mit seiner Tante gesessen und mit ihr Tee oder Kaffee getrunken haben. Ob Rilke tatsächlich jemals zu Gast im Schenkschen Garten war, ist nirgendwo belegt. Fest steht, dass sich der Lyriker und die zehn Jahre jüngere Adlige sowohl auf Schloss Friedelhausen als auch in der „Villa Discopoli“ auf der italienischen Mittelmeer-Insel Capri, die einer Verwandten der Freiin von Schenk gehörte, näher kennen lernten. Der Briefwechsel zwischen Rilke und Elisabeth bezeugt die jahrelange, freundliche Verbundenheit der beiden.

von Heike Kienle

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