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Im Grund läuft es richtig rund

Finanzhaushalt Ebsdorfergrund Im Grund läuft es richtig rund

Andreas Schulz, Bürgermeister und damit auch Kämmerer der Gemeinde Ebsdorfergrund, hat allen Grund mit dem Haushaltsentwurf zufrieden zu sein, dennoch übt er Kritik an dem Landkreis.

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Im Ebsdorfergrund wird 2017 eine Rekordsumme investiert: Insgesamt 5,93 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan von Bürgermeister Andreas Schulz (kleines Foto). Ein großer Teil fließt in das Feuerwehrgerätehaus in Dreihausen mit rund 1,2 Millionen Euro.Archivfotos

Quelle: Patricia Graehling

Ebsdorfergrund. Es ist einmal mehr die Höhe der Kreis- und Schulumlage, die Andreas Schulz ärgert. „Fast jeder dritte­ Euro des Ergebnishaushaltes geht an den Landkreis. Das ist zu viel“, sagt er.

Die Schlüsselzuweisung in Höhe von 3,33 Millionen Euro dient wie in all den vergangenen Jahren auch praktisch nur als „Anzahlung“ für die Kreis- und Schulumlage, die Schulz für seine Gemeinde auf 5,49 Millionen Euro beziffert. Nicht auszudenken, was in der Gemeinde ­alles noch möglich wäre, wenn die Belastung auf diesem Sektor niedriger wäre.

Denn: „Der Ebsdorfergrund bleibt bezahlbar. Die Gemeinde­ will mit ihrem Haushalt und ­ ihrer Zukunftsausrichtung noch attraktiver für ihre eigene Bevölkerung und den Zuzug werden.“ Und so wird der Haushalt 2017 ein Haushalt, wie ihn die Gemeinde noch nie gesehen hat: „Noch nie waren die Investitionen in einem Jahr so hoch. Und noch nie hat die Gemeinde so viel Geld für Soziales ausgegeben wie es im nächsten Jahr ­geschehen soll.“

Und das alles geht einher mit der klaren Ansage des Bürgermeisters, dass weder Steuern noch Gebühren erhöht werden sollen. So bleibt die Grundsteuer A und B weiterhin unter dem hessischen Durchschnitt. Die Grundsteuer A bleibt bei 315 Prozentpunkte, der Durchschnitt liegt bei 332. Die Grundsteuer B bleibt bei 325, der Durchschnitt liegt im Land bei 365 Prozentpunkten.

Dass die Gemeinde so frei agieren kann, liegt natürlich daran, dass der Haushalt ausgeglichen ist und die Seiten ­eines Haushaltssicherungskonzeptes­ im Grund erneut einfach weiß bleiben können. Doch der für den wichtigen Ausgleich erzielte Überschuss im Ergebnishaushalt ist gerade mal vierstellig: 1796 Euro sind es. Deshalb wird Schulz aber nicht bange,­ denn er hat damit eigentlich schon den „worst case“, den schlimmsten Fall, gerechnet, in dem er die Einnahmen bei der Einkommensteuer und Gewerbesteuer sehr defensiv angesetzt hat.

Er geht davon aus, dass es da nur zu positiven Veränderungen kommen kann. Generell hat er bei der Berechnung der Kreis- und Schulumlage einen halben Prozentpunkt weniger als 2016 zugrunde gelegt. Die Absenkung der Berechnungsgrundlage um einen halben Prozentpunkt ist zwar noch kein Fakt, doch soll sie vom Kreistag so ­beschlossen werden.

Dann kann ja jetzt übergeleitet werden auf den Finanzhaushalt, in dem sich die Investitionen wiederfinden. Und die liegen dieses Mal bei 5,93 Millionen Euro. Ein neuer Rekord. Da fließt allerdings auch die Vorfinanzierung der Ortsumgehung für Heskem für das Land Hessen mit 1,01 Millionen Euro mit ein. 1,833 Millionen Euro sollen über die Inanspruchnahme verschiedener Fördertöpfe finanziert werden.

Die Investitionen:

Die wichtigsten beziehungsweise kostenintensivsten Investitionen für 2017 sind folgende:
- Vorfinanzierung der Ortsumgehung von Heskem 1,01 Millionen Euro;
- Anbau Feuerwehrgerätehaus Dreihausen: 1,2 Millionen Euro;
- Dach- und Fassadenerneuerung GrundBad in Heskem: 800 000 Euro;
- Musikergarten Ebsdorf: 450 000 Euro;
- Eigenanteil Kreisel für Ortsumgehung Heskem: 340 000 Euro;
- Eigenanteil am Radwegebau Beltershausen-Hof Capelle: 145 000 Euro;
- Anbau Feuerwehrgerätehaus Hachborn: 100 000 Euro;
- Ankauf von Grundstücke für das Gewerbegebiet Heskem/Wittelsberg: 956 000 Euro.

von Götz Schaub

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