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Hüpf-Häschen und Super-Kräher

Hühnerkirmes Hüpf-Häschen und Super-Kräher

Die Hitze an Pfingsten machte auch den Hähnen zu schaffen. Einer ließ das Krähen gleich ganz sein.

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Häschen, hüpf! Celina Findt zeigt mit ihrem Zwergwidder „Prinz Schwarzohr“, wie Kaninhop funktioniert.

Quelle: Manfred Schubert

Hachborn. Das Wettkrähen bei der 20. Hühnerkirmes des Rassegeflügelzuchtvereins war diesmal schnell entschieden. Angesichts der schon am Morgen herrschenden Hitze wollten wohl viele Züchter ihre Tiere nicht dem Stress von Transport und Konkurrenz aussetzen, sodass nur fünf Hähne gegeneinander antraten.

Walter Schneider, der in den vergangenen vier Jahren dreimal den Sieger stellte, hatte diesmal Pech. Sein Tier erhob nicht ein einziges Mal die Stimme.

Am Ende überreichte Schneider dem Kreisverbandszuchtwart Heinrich Schnell aus Rauischholzhausen die Siegprämie von 25 Euro. Dessen rotgesattelter Holländischer Zwerg hatte 45 Mal innerhalb von 20 Minuten gekräht und sich so den Titel „Superhahn“ redlich verdient.

Der zweitplatzierte wildfarbige Araucana von Celina Meiko und Chiara Findt aus Hachborn brachte es immerhin auf 37 Kikerikis, während ganze 14 Kräher dem rotgesattelten Holländischen Zwerg von Sebastian Schmidt aus Hachborn für Rang drei reichten.

Aber der Wettbewerb ist nur ein kleiner Teil der ganz stark auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Hühnerkirmes. Von Mitte März bis Mitte April standen Schaubrüter jeweils eine Woche lang in der Grundschule Hachborn, im Kindergarten Ebsdorf und in der Vorschule in Wittelsberg. Dafür, dass die Kinder vom ersten bis zum letzten Tag das Schlüpfen der kleinen Hühner oder Gänse verfolgen konnten, trug Jost Bier, Zuchtwart des Vereins, durch das rechtzeitige Einlegen der Eier Sorge.

Die Ergebnisse konnte man während der Hühnerkirmes zum einen in dem schon recht groß gewordenen Junggeflügel in einer der Schauvolieren betrachten, zum anderen hatten Schulen und Kita den Verlauf anschaulich mit Fotos und von den Kindern gemalten Bildern auf Stellwänden festgehalten.

„Für kommendes Jahr haben wir bereits Anfragen aus fünf Einrichtungen“, freute sich Heiko Findt, Jugendwart in Hachborn sowie Kreisjugendleiter. Kein Wunder, dass bei diesem Engagement die Jugendgruppe des Vereins mit elf Mitgliedern die stärkste im Kreisverband ist. Mehr als die Hälfte der Volieren mit Hühnern, Tauben und Wassergeflügel sowie Sittichen war auch von den Jugendlichen besetzt worden, die auf Wunsch den Besuchern ausführlich Auskunft über ihre Tiere gaben. Eier verschiedener Rassen und die unterschiedlichen Futtermittel wurden gezeigt.

Eine weitere Attraktion für die Kinder war die Möglichkeit, Kaninchen zu streicheln sowie die Kaninhop-Vorführung.

Heiko Findt ist ebenfalls Jugendleiter beim Kaninchenzuchtverein Niederweimar und hat dort die erste Kaninhop-Gruppe im Landkreis gegründet. Bei dieser in Deutschland relativ neuen Sportart, die vor mehr als 30 Jahren in Schweden entstand, springen die Kaninchen, begleitet von ihren Besitzern, über einige Hindernisse. Weil das Angebot noch selten ist, kommen die 16 jugendlichen Mitglieder dieser Gruppe teils auch aus den Nachbarregionen nach Niederweimar.

Die zehn jungen Kaninhopper sprachen sich untereinander ab und achteten darauf, ihren vierbeinigen Sportlern bei der Hitze nicht zu viel zuzumuten.

Nach einer Bahn mit Hindernissen ging es erst einmal in den Schatten, wo Wasser und frisches Grün warteten.

von Manfred Schubert

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