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Höchstleistungen im Kinderzirkus

Grundschüler zeigen Show Höchstleistungen im Kinderzirkus

Kein Auge blieb trocken beim Auftritt von 130 jungen Zirkus-Stars aus Niederweimar. Mit Begeisterung verfolgte ein jubelndes Publikum die abwechslungsreiche, knallige Show der Grundschüler beim „Circus ZappZarap“.

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Mit einer bunten, abwechslungsreichen Zirkusshow begeistern 130 Grundschüler in Niederweimar das Publikum im echten Zirkuszelt.

Quelle: Ina Tannert

Niederweimar. Gelenkige Artisten, tapsige Clowns, Seil-, Ball- und Trapezkünstler samt einer heißen Feuershow als Finale - ein reichhaltiges Programm voll kreativer und komischer Spitzen bot der pädagogische Mitmachzirkus am vergangenen Freitag und Samstag in Niederweimar.

Die jungen Zirkus-Stars der Grundschule begeisterten als Athleten, Zauberer, Faxenmacher und Künstler nicht nur mit allerlei lustigen Aktionen, sondern bewiesen gleichfalls ihr Talent im Umgang mit dem Nagelbrett, dem Trapez, Jonglierkeulen oder Zauberstäben.

„Willkommen, verehrtes Pupslikum, willkommen in der Mayonnaise“, stimmten die Kinder die Besucher zu Beginn auf einen spaßigen Nachmittag ein. Bunt kostümierte Akrobaten kletterten mal auf, mal übereinander, bildeten menschliche Pyramiden, balancierten auf großen Gummibällen und bewiesen, dass Seilspringen noch lange nicht aus der Mode gekommen ist.

Mehr als 300 Besucher kamen

Geheimnisvolle Zauberer ließen Dinge verschwinden oder zogen bunte Tücher aus den unmöglichsten Ecken hervor, während graziöse kleine Artisten sich in die Lüfte erhoben und mehrere Fakire mutig auf spitze Nagelreihen und in Scherbenhaufen sprangen. Für eine gehörige Portion Lachsalven sorgte zwischendurch die komische Clown-Truppe.

Im bunt gestreiften Zirkuszelt verfolgten mehr als 300 Besucher die abwechslungsreiche Show der Kinder. Rund zwei Stunden sorgten die hoch motivierten Nachwuchsartisten an beiden Tagen für Unterhaltung. Das Publikum honorierte diesen Einsatz immer wieder mit donnerndem Applaus und lobenden Jubelrufen im aufgeheizten Zirkuszelt.

„Es ist wirklich eindrucksvoll, was die Kinder in wenigen Tagen alles lernen und auf die Beine stellen“, lobte Dörte Schönherr, Schulleiterin der Grundschule Niederweimar. Insgesamt 130 ihrer Schüler der ersten bis vierten Klasse hatten sich an dem Angebot von „Cirkus ZappZarap“ beteiligt, eine Woche lang ausdauernd trainiert, zahlreiche Kunststücke und zackiges Manege-Auftreten eingeübt. Begleitet wurden sie dabei von zwei echten Zirkusartisten des Projektes.

Chöre helfen bei Finanzierung

Der pädagogische Mitmachzirkus ist bereits seit vielen Jahren auf Tour und arbeitet mit einer Kombination aus artistisch-künstlerischen Ausdrucksformen und pädagogischen Aspekten im Rahmen einer Zirkusshow. Die Kinder werden motiviert, etwas Neues auszuprobieren, spannende Erfahrungen zu sammeln und im Team zu agieren. Das fördert ihr Selbstvertrauen - mit Erfolg. „Die Kinder sind super, haben toll mitgemacht“, betonte Zirkuspädagoge „Twin“. Zahlreiche Lehrer und Eltern hatten sich ebenfalls an dem Projekt beteiligt, halfen bei Aufbau und der Organisation. Die Einnahmen der Zirkusshow sowie aus dem DVD-Verkauf erhält der Förderverein der Schule. Gesponsert wurde die bunte Aktion von mehreren Unternehmen der Region.

Der Stolz auf die vollbrachte Leistung war den Kindern deutlich anzusehen. „Es sind so viele Leute gekommen, das macht total Spaß hier, vor allem das Trapez“, fand etwa Akrobat Michael. „Es gefällt mir richtig gut, der Ablauf hat super geklappt und das in der kurzen Zeit“, konnte Kollegin Emilie nur zustimmen.

Dass das Zirkusprojekt in Niederweimar stattfinden konnte, dazu trug bereits am Mittwochabend ein Benefiz-Chorabend im Zelt bei. „Ich freue mich sehr, dass die Chöre sich bereit erklärt haben, das Zirkusprojekt zu unterstützen“, sagte Schönherr bei der Begrüßung. Mit von der Partie waren die Sängerinnen und Sänger von Total Oral, In-Takt, dem Neuen Chor Argenstein und dem Kleinen Chor Euphonia. Insgesamt rund 50 Sänger und noch einmal so viele Besucher hatten sich im Zirkuszelt eingefunden.

Vielfalt reicht von Bon Jovi bis Hannes Wader

Der Chorabend war bereits die zweite Veranstaltung, die auf die Unterstützung des Zirkusprojektes zielte: Im April fand ein Sponsorenlauf statt. Das Zirkusprojekt koste Geld, mache aber „ganz, ganz viel Spaß“, betonte die Schulleiterin.

Es war ein erfrischender Abend, den die Chöre dem Publikum boten. Den Auftakt machte der Marburger Chor Total Oral unter der Leitung von Rainer Husel - unter anderem mit dem Bon-Jovi-Hit „It’s My Life“ und dem durch Frank Sinatra bekannt gewordenen Song „New York, New York“. Humorvoll bezog Chorleiter Rainer Husel auch das Publikum mit ein: „Was immer ,gildet‘, wie man in Hessen sagt: Sie dürfen mitsingen.“

Vielfältig präsentierten sich auch die von Raphael Glade geleiteten Chöre In-Takt aus Sichertshausen sowie der Kleine Chor Euphonia, etwa mit dem bekannten Coldplay-Song „Viva la Vida“ und dem Lied „So lang man Träume noch leben kann“ (Münchner Freiheit). In-Takt spannte einen Bogen von Hannes Wader („Heute hier, morgen dort“) bis ins 16. Jahrhundert (Trinklied „Tourdion“).

Einen afrikanischen Schwerpunkt hatte der Neue Chor Argenstein unter der Leitung von Daniel Kaiser gelegt, der unter anderem die südafrikanische Nationalhymne darbot. Abgerundet wurde das Programm durch die Solo-Einlagen von Pianist Karsten Knorre.

von Ina Tannert und Björn-Uwe Klein

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