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Historische Stätte im neuen Look

Wittelsberger Kirchberg Historische Stätte im neuen Look

Größere Erdbewegungen, Pflasterarbeiten und umfangreicher Grünschnitt haben das Erscheinungsbild des Kirchbergs verändert. Kirchturm, Warte und Wehrturm sind drei gute Gründe, Wittelsberg zu besuchen.

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Auf dem Kirchberg gibt es jetzt einladende Sitzgelegenheiten und neu gepflasterte Flächen, wie im Bereich zwischen Kirche und Warte. Hartmut Kind (von links) Volker Wagner (Dorfgemeinschaft Wittelsberg), Heike Schick, Bürgermeister Andreas Schulz, Ortsvorsteher Gotthard Seim und Reiner Nau (Vorsitzender der Vereins Dorfgemeinschaft Wittelsberg) präsentieren die Veränderungen im Vorfeld des Festes „Kultur an der Schanze“.

Quelle: Martina Becker

Wittelsberg. Das Ensemble Wehrturm, Kirche und Warte auf dem Wittelsberger Kirchberg hat per se Anziehung auf Touristen und die Wittelsberger Bürger sowieso. Darin sind sich Vertreter der Dorfes, der Gemeinde und eines Architektenbüros einig. Sie kamen am Kirchberg zusammen, um Neuigkeiten zu erzählen. Rund ein Dutzend Veränderungen erwarten den Besucher.

„Diese wurden in Einklang mit dem Vorhandenen vorgenommen“, betont Planer Hartmut Kind. Die „Schanze“, wie die Wittelsberger ihr Kleinod gerne nennen, ist durch die Kirche und den Friedhof ein Ort der Ruhe und Religiosität. Durch die Warte, die im Jahr 1432 erbaut wurde, ist am Kirchberg aber auch Geschichte erfahrbar. Zudem ist der Turm das Wahrzeichen der Gemeinde. „Von daher galten besondere Ansprüche an die Gestaltung“, so Kind.

Die Herausforderung bestand also darin, Naturschutz, Denkmalschutz, Archäologie und die Pietät des Friedhofs in Einklang zu bringen. Die Verwandlung sollte aber auch die touristischen Ziele, den Ausbau zu einer „Touristischen Landmarke - einer Markierung der Landschaft“ im Auge behalten.

Gearbeitet wurde nur mit Natursteinen. So wurde der Platz zwischen Kirche und Warte umgestaltet. „Alte“ verschwundene Fernblicke wurden durch Heckenrückschnitt und Baumfällung wieder hergestellt. Überdies findet sich am herausgearbeiteten Panoramaweg ein Picknickplatz. Weitere Sitzgelegenheiten laden dort zum Verweilen ein.

Festmotto lautet: der Kirchberg im Wandel

Damit sind längst nicht alle Maßnahmen genannt. Wer sich für die Verwandlung in Gänze interessiert, macht sich am besten selber mal ein Bild, sprich unternimmt einen Ausflug auf den Kirchberg. Eine gute Gelegenheit bietet dazu das bevorstehende Fest „Kultur auf der Schanze“. Es wird von der Dorfgemeinschaft seit fünf Jahren im zweijährigen Turnus ausgerichtet. Dieses Mal hat es den Untertitel „Der Kirchberg im Wandel“. „Es wird ein Fest für die ganze Familie“, schwärmte Heike Schick vom Organisationsteam über das Programm (die OP berichtete). Pünktlich zum Fest ist die Neugestaltung abgeschlossen, freut sich Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz. Er führt aus, dass unter dem Strich ein Investitionsvolumen von 240000 Euro erreicht wurde. Davon stammen 150000 Euro aus dem Leaderprogramm der EU und 90000 Euro von der Gemeinde. In Wittelsberg tut sich nicht nur auf dem Kirchberg etwas. Zurzeit schöpft der Ort, der sich im Dorferneuerungsprogramm befindet, für seine weitere Entwicklung Gelder aus vier Förderprogrammen.

n Das Fest „Kultur an der Schanze“ beginnt am Samstag, 18. Juli, um 18 Uhr mit dem Clowntheater „Gina Ginelli“. Um 19.15 Uhr erfolgt die offizielle Einweihung des neu gestalteten Kirchbergs. Um 19.30 Uhr tritt die Volkskunstgilde „Anno Dazumal“ auf, ab 20.30 Uhr gibt es A-cappella-Pop mit „Stimmzoo“.

von Martina Becker

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