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Heskemer Schule ist weit vorn in Hessen

Schulen Heskemer Schule ist weit vorn in Hessen

Starke Schulen“ in Hessen: Schulen aus Kelsterbach, Brechen und Heskem werden für herausragende Berufsqualifizierung ihrer Schüler ausgezeichnet.

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Christoph Fay (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, von links), Dr. Antje Becker (Gemeinnützige Hertie-Stiftung), Dorothea Henzler (Hessische Kultusministerin), Jana Stilgebauer (Lehrerin), André Schomber (Schüler), Dr. Frank Martin (Bundesagentur für Arbeit), Marlehn Thieme (Deutsche Bank AG) freuen sich über den dritten Platz der Gesamtschule Ebsdorfergrund.

Wiesbaden. Die Delegation der Gesamtschule Ebsdorfergrund (GSE) erlebte am Freitagnachmittag eine spannende Preisverleihung im Schloss Biebrich. Geladen waren die Vertreter der zehn erfolgreichsten hessischen Schulen im aktuellen Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“.

Bundesweit nahmen daran 600 teil, 56 allein in Hessen. So war es schon ein großer Erfolg unter die besten zehn zu kommen befand Schulleiter Lothar Potthoff. „Dass es dann zur drittbesten Platzierung gekommen ist, hat uns sehr gefreut“, sagte er im Gespräch mit der OP.

Die Präsentation der Schwerpunkte des Konzepts übernahmen übrigens vier Schüler, zwei aus dem Hauptschulzweig und zwei aus der Förderschule. „Das haben die wirklich ganz prima gemacht“, war Potthoff voll des Lobes.

Die Friedrich-Ebert-Schule Marburg schrammte übrigens als zweite Schule aus dem heimischen Landkreis unter den Top 10 nur knapp am Siegerpodest vorbei. Sie wurde von einer Jury aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft auf Platz vier gesetzt.

Die Gesamtschule Ebsdorfergrund schaffte es hinter einer Schule aus Kelsterbach und einer aus Brechen auf den dritten Platz. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Hessen erstplatzierte Integrierte Ganztagsschule in Kelsterbach nun die Chance auf den Bundessieg.

Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit insgesamt 220.000 Euro dotiert.

Ministerin Dorothea Henzler, die in Wiesbaden die Landespreise überreichte, würdigte das Engagement der Schulen: „Die ausgezeichneten Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern eine optimale Vorbereitung auf das berufliche Leben. Indem diese Schulen oftmals mit Unternehmen und anderen Partnern ihrer Region kooperieren, tragen sie wesentlich zur hohen Ausbildungsreife ihrer Schülerinnen und Schüler bei.“ Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung sagte stellvertretend für die Wettbewerbspartner: „Durch den Preis möchten wir auf das Engagement der Schulen aufmerksam machen und einen Austausch der besten Ideen anregen.“

Die Integrierte Ganztagsschule in Kelsterbach erhielt als erstplatzierte Schule 5.000 Euro. Damit würdigte die Jury vor allem die umfassende Förderung aller Schüler. Dazu gehören eine tägliche Förderstunde in Deutsch oder Mathematik, eine 45-minütige selbstständige Lernzeit und bei Bedarf zusätzlicher, individueller Förderunterricht. Ab Klasse 8 beginnt dort – unterstützt durch Ausbildungspaten, Firmen und andere Partner – die intensive Berufsvorbereitung unter anderem mit Betriebspraktika, Berufsmessen, und Projekttagen.

Die Schule im Emsbachtal in Brechen erhielt als Zweitplatzierte 3.500 Euro. Für ihren dritten Platz erhält die Gesamtschule Ebsdorfergrund 2.000 Euro. In der Begründung heißt es: Die Gesamtschule bietet ihren Schülern eine durchgehend gut strukturierte und systematische Berufsvorbereitung. Diese beginnt schon in der 5. und 6. Klasse mit textilem Gestalten, Töpfern, Druck- und Holzarbeiten. Ab Klasse 7 basiert das Lernen im Hauptschulzweig auf drei Säulen: der Berufsorientierung, dem sozialen Lernen sowie dem fächerübergreifenden und fachlichen Lernen. Alle Schüler absolvieren mehrere Praktika und regelmäßige Praxistage.

Die fest im Stundenplan verankerte Auswertung dieser Erfahrungen hilft ihnen maßgeblich, ihre Berufswahl treffen zu können. Nach dem Abschluss begleiten die Lehrer ihre ehemaligen Schüler beim Start in die Berufsausbildung.
Die Schulen bleiben übrigens in Kontakt. „Wir werden ein Netzwerk aufbauen und so alle voneinander profitieren“, freut sich Potthoff, der sich ausdrücklich auch bei seinen Kollegen bedanken möchte, die das Konzept für die GSE entwickelt und schließlich auch umgesetzt haben.

von Götz Schaub

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