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Heskemer Nadelöhr ist bald Geschichte

Ortsumgehung kommt Heskemer Nadelöhr ist bald Geschichte

Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz fuhr mit hohen Erwartungen zum hessischen Verkehrsministerium nach Wiesbaden und wurde nicht enttäuscht.

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Dass sich in der engen Ortsdurchfahrt Lkw gegenüberstehen ist Alltag in Heskem.

Quelle: Thorsten Richter

Heskem. „Wenn die Gemeindevertretung am Montag in einer Woche grünes Licht zum Abschluss der Verwaltungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Land Hessen zur Vorfinanzierung der Baukosten und der Grunderwerbskosten gibt, kann der Bau der langersehnten Ortsumgehung für Heskem schon bald Wirklichkeit werden.“ Das ist das Fazit des Gesprächs, das Schulz am Donnerstag im hessischen Verkehrsministerium in Wiesbaden führte. Frohe Kunde also für die Anwohner der Durchgangsstraße in Heskem, frohe Kunde auch für die Fahrer der Lkw, die sich bis dato noch alternativlos die enge Straße in Heskem nutzen müssen.

Provisorischer Kreise L3048 steht vor Endausbau

Bis zur Gemeindevertretersitzung wird Schulz keine grauen Haar bekommen, denn er muss alles, nur keine Angst davor haben, dass ihm das Parlament in dieser Sache in die Parade fährt. Schließlich wurde seine Arbeit diesbezüglich auch immer vom Parlament unterstützt.

Schulz hat übrigens noch weitere positive Nachrichten aus Wiesbaden mitgebracht. So gilt es als sicher, dass im Zuge der Vorarbeiten zur Ortsumgehung der provisorische L 3048-Kreisel nächstes Jahr endausgebaut wird. Und als sei das noch nicht genug, darf der Bürgermeister auch verkünden, dass der Förderantrag der Gemeinde für den Radwegebau von Heskem nach Beltershausen wohlwollend geprüft werden soll. „Man kann verstehen, dass ich wirklich sehr zufrieden aus Wiesbaden weggefahren bis“, sagt Schulz am Freitag gegenüber der OP.

Also, immer vorausgesetzt das Parlament stimmt dem Vorhaben zu, wird es wie folgt weitergehen: Das Land Hessen will dann Sorge dafür tragen, dass binnen eines halben Jahres Baurecht geschaffen wird. Nach diversen Vorarbeiten könne dann 2014 der Spaten in den Boden gerammt werden, sprich die Arbeiten konkret beginnen. „2017 könnten dann die ersten Fahrzeuge auf der neuen Straße fahren“, meint Schulz und gibt damit auch die Bauzeit weiter.

Gesamtkosten 3,8 Millionen

Finanziert wird der Straßenbau von der Gemeinde - oder sagen wir besser vorfinanziert. Denn die Gemeinde bekommt das Geld vom Land Hessen zurück. Und zwar ab 2020.

Die Gesamtkosten beziffert Bürgermeister Schulz auf 3,8 Millionen Euro. „Geld was die Gemeinde auf der hohen Kante und extra für diesen Zweck zurückgelegt hat.“

Dies hat Schulz gemacht, weil er der Vorfinanzierung durchaus eine Chance eingeräumt hatte, weil auch das Land Hessen, obgleich es kein Geld zur Verfügung stellen konnte, die Notwendigkeit für die Ortsumgehung immer gesehen hat. „Herausgekommen ist ein Landesprogramm, das es ermöglicht, dass elf dringliche Straßenbau-Projekte in Hessen früher als geplant verwirklicht werden können“, sagt Schulz. Ab 2020 will das Land Hessen der Gemeinde in zehn gleichen Jahresraten das Geld zurückzahlen. Schulz rechnet für das Projekt mit bis 750000 Euro Zinseinsatz der Gemeinde, ist sich aber sicher, dass sich diese Investition rechnet.“ Warum? „Weil Leerstand und Stillstand Geld kosten und dauerhaft nur Einnahmeverluste bringen.“

von Götz Schaub

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