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„Hannelore, Du musst auch mal dirigieren“

Kirchenchor Roth „Hannelore, Du musst auch mal dirigieren“

Innerhalb eines musikalischen Gottesdienstes ehrte der evangelische Kirchenchor Roth verdiente Mitglieder und die Chorleiterin.

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Unten: Die Geehrten (von links): Hilde Budde, Kurt Sauer, Katharina Sauer, Elsbeth Wenz, Sigrid Becker, Rosel Homscheid, Edith Grebing. Oben Bezirkskantorin Christiane Kessler (rechts) gratulierte Chorleiterin Hannelore Fischer zu ihrem 20-jährigen Dirigat.Fotos: Ingrid Lang

Roth. Nach dem Orgelvorspiel begrüßte der Chor mit dem altbekannten Choral „Ich singe dir mit Herz und Mund“ die Gottesdienstbesucher. Pfarrer Jobst Duwe betonte, dass er jetzt nur ein Mitwirkender sei, ging aber anschließend auf den Predigttext aus Markus 8 die Verse 22 bis 26 wo es um Heilung geht, ein. Mit weiteren Liedern wie „Der Herr ist mein Licht, Laudate Omnes gentes und die bekannte Weise „lobe den Herrn meine Seele“ begeisterte der Chor die Besucher.

Bezirkskantorin Christiane Kessler nahm anschließend die Ehrungen der langjährigen Mitglieder vor und betonte, dass ein Chor neue Lieder lernen und alte auffrischen müsse.

An Chorleiterin Hannelore Fischer gewandt, sagte sie: „Singen tut gut, will aber auch gelernt sein, ebenso wie das Zuhören. Seit 20 Jahren leitest du nun den Chor hier in Roth und musst in jeder Saison wieder neu planen und den Chor führen“, sagte Kessler. Sie sei Ansprechpartnerin, wenn es um fröhliche, aber auch um traurige Anlässe gehe, betonte die Bezirkskantorin.

Hannelore Fischer sagte: „20 Jahre den Ton angeben ist nicht immer leicht.“ Nicht leicht gefallen sei ihr der Wechsel den sie als Sängerin vollzog, um den Dirigentenstab zu übernehmen.

Die Vorsitzende des Kirchenchores, Leni Klass, dankte allen Sängern, die seit vielen Jahren ihre Freizeit opfern, um im Kirchenchor mitzuwirken. Der Anfangschoral sowie „Lobe den Herrn meine Seele“ und „Mit Singen dich zu loben“ sage aus was der Chor mache, denn der singe zum Lobe Gottes, sei es bei Gottesdiensten, Geburtstagen oder bei anderen Anlässen im Dorf. Singen im Chor bedeute, sich nicht nur in die Gemeinschaft, sondern auch für die Gemeinschaft einzubringen. Sie überreichte einen Blumenstrauß an die Geehrten.

Ihr ganz besonderer Dank galt aber Hannelore Fischer. Sie habe viele Jahre mitgesungen, bevor sie ihre Ausbildung zur Chorleiterin in Schlüchtern absolvierte.

Immer wieder habe der damalige Dirigent Johann Leinweber zu ihr gesagt: „Hannelore, Du musst auch mal dirigieren, damit Du in Übung kommst.“ Dabei sei es allerdings auch geblieben, so Klass. Dann aber erkrankte Leinweber plötzlich und verstarb, sodass Fischer ins kalte Wasser geworfen wurde.

Mit dem Lied „Neigen sich die Stunden, wird es Zeit zu ruhn“ verabschiedete sich der Kirchenchor. Mit Beifall bedankte sich das Publikum. Bei einem kleinen Umtrunk im Kirchgarten hatten sich Besucher und Chormitglieder viel zu erzählen.

nIm Kirchenchor, der 1996 sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte, kommen mehr als 30 Sängerinnen und Sänger regelmäßig zusammen. Über weitere Sängerinnen und Sänger würde sich der Kirchenchor aber freuen. Die Chorprobe findet dienstags um 20 Uhr im Bürgerhaus statt, beginnt aber nach Ende der Sommerzeit eine halbe Stunde früher.

von Ingrid Lang

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