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Handy beiseite und ab ins kühle Nass

Seepark-Regeln Handy beiseite und ab ins kühle Nass

Die Betreiber des Seeparks in Niederweimar bieten ihren Gästen einige besondere Attraktionen, und nicht zuletzt deshalb wird auch sehr viel Wert auf die Sicherheit der Badegäste gelegt.

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Badeaufsicht David Hussain hisst die Flaggen auf dem Aussichtsturm.

Quelle: Thorsten Richter

Niederweimar. Wer lesen kann, ist im Vorteil. Wer schwimmen kann, ist es auch. Beides darf aber nicht bei allen Badegästen vorausgesetzt werden. Und so gibt es am Seepark Hinweisschilder, deren Kernbotschaften auch ohne Lesen verstanden werden.

Das ist insbesondere für Menschen wichtig, die dem Deutschen noch nicht ausreichend oder eben gar nicht mächtig sind. Zudem zeigen Flaggen an, ob eine Badeaufsicht auf Posten ist. Wenn die rot-weiße Fahne weht, dann ist eine Badeaufsicht aktiv. „Dann wird der Schwimmbereich mit einer Wassertiefe bis zu fünf Metern intensiv beobachtet“, sagt Seepark-Besitzer Günter Gerkau.

Schwimmzone verlassen auf eigene Gefahr

Diese Schwimmzone ist ungefähr sechsmal so groß wie ein Schwimmbecken. Wer meint, dass ihm das noch zu klein ist, kann, aber dann auf eigene Gefahr, auch weiter raus schwimmen. „Denjenigen muss aber bewusst sein, dass dort Tiefen bis zu 13 Metern vorherrschen und im Unglücksfall Rettung wesentlich schwieriger wird, weil der Suchbereich größer wird und nur Rettungstaucher mit Sauerstoffflaschen einsetzbar sind“, so Gerkau. Generell sollten solche Schwimmer zu ihrer eigenen Sicherheit Schwimmwesten tragen.  

Wenn keine Badeaufsicht aktiv ist, weht eine komplett rote Flagge. Dann ist der Fünf-Meter-Bereich tabu, aber Erfrischung ist noch immer im gekennzeichneten Bereich mit einer Wassertiefe bis zu 1,35 Meter möglich. Mit Ferienbeginn wurde das Wetter endlich stabil sommerlich. Entsprechend mehr war in den vergangenen Tagen am Seepark los. „Die Zeit davor war so katastrophal wie vor zwei Jahren, als schon mal das Wetter  nicht so wollte“, sagt Gerkau. Und doch gab es punktuellen Andrang.

Mit jeder Eintrittskarte auf die kleine Wasserski-Bahn

Denn vor den Ferien waren täglich bis zu sechs verschiedene Schulen mit bis zu 300 Schülern da, die sich auf den Wasserski-Bahnen probieren wollten. Von denen kamen dann nicht wenige zuletzt wieder, um ihre frisch erworbenen Fähigkeiten in Kursen weiter auszubauen. Generell sind bei jeder Eintrittskarte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwei Starts auf einer der beiden kleinen Wasserskibahnen inklusive – oder wer das nicht möchte, kann wahlweise zehn Minuten Stand-up-Paddling ausprobieren. „Die kleinen Bahnen sorgen dafür, dass sich bei den Kindern rasch ein Erfolg einstellt und sie nach einer Fahrt mit dem Kneeboard schon gerne auf Ski wechseln und dann auch noch auf das Wakeboard“, sagt Gerkau. Eine gute Methode, dass die Badegäste auch mal ihre Handys vergessen und selbst aktiv werden.

Wer nun Lust bekommen hat, sich gerade bei diesen vorherrschenden Temperaturen selbst mal ins Nass zu begeben, dem sei noch mit auf den Weg gegeben, dass die Wasserqualität des Sees sehr gut ist. Wiederholt schaffte es der Seepark unter die Top-Ten in ganz Deutschland.

So und zum guten Schluss: Wer dann seine Wasserski-Runden gezogen hat, schwimmen war und oder auf der Liegewiese seine Seele im „Urlaubsmodus“ baumeln ließ, kann sich bei einstellenden Hunger auch gerne
in die auf dem Gelände befindliche Gastronomie begeben, die  in diesem Jahr erstmals verpachtet wurde. Weimarer wissen sofort, auf was sie sich freuen können, andere können es gerne ausprobieren. Pächter ist jedenfalls Musa Polat. 

 
In den Ferien darf bei Sommer-Wetter auf guten Besuch wie in den Vorjahren gehofft werden. Rechts: Auf dieser Hinweistafel ist komprimiert zu sehen und zu lesen, was für Badegäste wichtig ist. Foto: Thorsten Richter

von Götz Schaub

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