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Hallen sollen auf Acker gestellt werden

Notunterkunft für Flüchtlinge Hallen sollen auf Acker gestellt werden

Als nächstes muss die vorgesehene Fläche schnellstmöglich planiert und mit Schotter aufgefüllt werden. Bürgermeister Peter Eidam will die Bevölkerung informieren, sobald er selbst mehr weiß.

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Auf dieser Fläche zwischen Wenkbach und Niederwalgern sollen nach Angaben des Landkreises so schnell wie möglich Leichtbauhallen für 300 Menschen aufgestellt werden.

Quelle: Thorsten Richter

Wenkbach. Noch keine Woche ist es her, da hatte der Vorsitzende im Weimarer Gemeindeparlament Kurt Barth (SPD) gefordert, Pläne für den Fall aufzustellen, dass die Gemeinde kurzfristig Menschen aufnehmen soll.

Abschließend hatte er alle gebeten, ihre kreativen Vorschläge einzubringen. Genau diese sind nun gefordert, wenn in Wenkbach bald 300 Menschen unterkommen sollen.

Bürgermeister fehlen bislang die Informationen

„Ich bin Realist und wir wussten schon alle, dass noch viele Menschen kommen würden. Aber es ist schwierig, einen geeigneten Notfallplan aufzustellen, wenn die Situation so unübersichtlich ist“, erklärte Bürgermeister Peter Eidam. Über die Pläne, außer in Dautphe und Kirchhain auch in Wenkbach eine Unterkunft für die Erstaufnahme von Flüchtlingen aufzubauen (die OP berichtete), hatte Landrätin Kirsten Fründt den Bürgermeister am Montag in einem persönlichen Gespräch eingeweiht.

Viele Informationen hatte Fründt nicht für ihn, in das Konzept des Landkreises war die Gemeinde im Voraus nicht eingebunden. Dafür zeigte Eidam aber Verständnis: „Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, vor dieser riesigen Herausforderung stehen wir alle gemeinsam.“ Zum weiteren Ablauf konnte Eidam aber keine Auskunft geben.

Der Pressesprecher des Landkreises, Stephan Schienbein, erklärte gestern das weitere Vorgehen. Damit bei Wenkbach Leichtbauhallen für 300 Menschen errichtet werden können, müsse zunächst die Fläche planiert und mit Schotter aufgefüllt werden.

Es gibt noch keinen Zeitplan

Bei der Planung sei natürlich auch der private Grundstückseigentümer einbezogen. „Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht, wir können also noch nicht sagen, wann in Wenkbach die ersten Arbeiten beginnen werden.“ Ziel des Kreises sei es, die drei vorgesehenen Standorte Kirchhain, Dautphe und Wenkbach nach und nach vorzubereiten, berichtete Schienbein.

Eidam möchte „in die Kommunikation mit der Bevölkerung gehen“ und dazu eine Versammlung einberufen, sobald er einige „Grundfakten“ weiterzugeben habe. Gestern hat er in mehreren Besprechungen die Leiter der zuständigen Fachbereiche innerhalb der Gemeindeverwaltung auf die kommende Aufgabe eingestimmt. Den Gemeindevorstand, die Fraktionsvorsitzenden der Gemeinde­vertretung und den Vorsitzenden Kurt Barth informierte Eidam per Mail.

Ehrenamtliche Hilfe werde sicher nötig, wann und in welchem Umfang, sei aber noch nicht abzuschätzen, sagten Schienbein und Eidam. Die Flüchtlingshilfe Oberweimar habe bereits ihre Hilfe angeboten. „Oberweimar ist unser Paradebeispiel dafür, wie Integration gelingen kann“, zeigte sich Eidam von der bisherigen Arbeit der Gemeinde optimistisch gestimmt. Dort wurden bislang 57 Menschen aufgenommen.

von Philipp Lauer

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