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Grundbad fordert „Solidaritätszuschlag“

Sanierungsarbeiten Grundbad fordert „Solidaritätszuschlag“

Gute und schlechte Nachrichten gehen in Sachen Grundbad Hand in Hand. Erste Modernisierungen „erfreuen“ die Badegäste, andererseits fordert ein steter Besucherrückgang erste Konsequenzen.

Heskem. Dass sich die Gemeinde zu seinem Schwimmbad bekennt und es erhalten will, betonte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung der Sanierungsarbeiten. Für diese werden binnen drei Jahren, gefördert vom Land Hessen, 250.000 Euro in das Hallenbad investiert.

In den Sommerferien wurden die Damenduschen von Grund auf erneuert. Im nächsten Jahr sollen dann die Herrenduschen an der Reihe sein. Mit diesen Investitionen sowie vielen vorangegangenen Maßnahmen versuche die Gemeinde die Einrichtung attraktiv zu halten und zu bewerben, sagte der Bürgermeister.

Dass die Neuerungen bei den Badegästen gut ankämen, betonte die Betriebsleiterin Monika Wagner. Von den Äußerlichkeiten steht daher momentan alles zum Besten, wenn da nicht der starke Besucherrückgang zu verzeichnen wäre. Kontinuierlich und stetig fallen die Zahlen. Waren es 2001 noch gut 60.000 Besucher, zählte man im letzten Jahr nur noch 40 500 Badegäste.

Diese Entwicklung sei schon beängstigend, meinte der Bürgermeister. „Obwohl die Gemeinde Ebsdorfergrund die einzige Gemeinde mit ausgeglichenem Haushalt ist, fällt es auch uns schwer, diese freiwillige Leitung aufrecht zu erhalten“, so Schulz.

Im kommenden Jahr kürzt das Land Hessen allen Städten und Gemeinden die Schlüsselzuweisungen. Das heißt auch für den „Grund“, dass ein ausgeglichener Haushalt nicht so selbstverständlich ist wie bisher. Um dem entgegenzuwirken, wurden jetzt verschiedene Maßnahmen ergriffen: Zum einen wird ab dem 18. September das Schwimmbad am Samstagnachmittag geschlossen sein. Der Eintritt wird ab dem 15. September von 3,75 Euro auf 4 Euro steigen. Die Zehnerkarte erhöht sich von 33,75 auf 36 Euro. Die Familienangebote bleiben von den Erhöhungen ausgenommen.

von Martina Becker und Michael Agricola

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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