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„Grund“ will ins Radwegeprogramm

Förderprogramm des Landes „Grund“ will ins Radwegeprogramm

Das Land Hessen hat ein neues Investitionsprogramm zur Sanierung von Landstraßen und den Bau neuer Radwege aufgelegt. Von diesem „Kuchen“ will die Gemeinde Ebsdorfergrund ein Stück.

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Das Foto zeigt Stefan Koch (von links), Bürgermeister Andreas Schulz, Uwe Schäfer, Gotthard Seim, Jan Amend, Konrad Bier und Albert Bender.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Die SPD-Fraktion stellte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung den Antrag, Geld für einen Radweglückenschluss von Roßberg nach Dreihausen sowie das letzte Teilstück vom jetzigen Ausbauende Heskem-Beltershausen aus diesem Programm zu beantragen. Für die Roßberger sei der Radweg ein Herzenswunsch, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Böckler, der selbst dort wohnt.

Viele Roßberger würden ihre Besorgungen in Dreihausen mit dem Fahrrad erledigen und das werde auf der Landesstraße durch zunehmenden Schwerverkehr immer gefährlicher.

„Der Gemeindevorstand wünscht sich Unterstützung von der CDU und den Grünen“, appellierte Bürgermeister Andreas Schulz an seine Opposition. Er meinte, dass die Gemeinde schon genug Radwege in Eigenregie gebaut habe und jetzt auch mal Geld vom Land Hessen fließen könne.

Antrag einstimmig angenommen

Ludwig Bender, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sagte: „Die Landesregierung hat richtig erkannt, dass das Fahrrad mehr und mehr ein erstzunehmendes Verkehrsmittel wird. Es wäre gut, wenn die Gemeinde etwas unternimmt, um in das Programm aufgenommen zu werden“, so Bender. Das kann sie nun tun, denn der SPD-Antrag wurde einstimmig angenommen.

Einer der wenigen Tagesordnungspunkte mit Wortmeldungen war der Beschlussvorschlag zur Bauleitplanung der Gemeinden Ebsdorfergrund, Buseck, Fronhausen, Rabenau und Reiskirchen sowie den Städten Allendorf (Lumda) und Staufenberg. Sie betreiben einen gemeinsamen, sachlichen Teilflächennutzungsplan zur Darstellung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen in der Region Lumdatal.

Im Ausschuss Bauen, Planen, Umwelt und Energie wurde von dem beauftragten Planungsbüro die Beschlussempfehlungen sowie der daraus resultierende aktuelle Verfahrensstand vorgestellt. Das Parlament folgte der Empfehlung des Ausschusses und stimmte der Offenlegung der erarbeiteten Unterlagen zu. Sie sind das Ergebnis einer einjährigen Untersuchung von 29 potenziellen Flächen für Windkraftanlagen. Davon sind noch sechs Flächen übrig geblieben, eine davon in Ebsdorfergrund, an der Grenze zu Winnen, Bereich „Kalter Stall“.

Weitere Untersuchungen

„Die Untersuchungen gehen weiter, es können auch noch weniger werden“, erklärte Andreas Schulz. Für die CDU Fraktion schien diese Ausbeute zu wenig zu sein. „Das scheint mir mehr ein Windkraftverhinderungsplan zu sein“, meinte Bender. Es fehlte ihm an Genehmigungen seitens des Regierungspräsidenten.

Adolf Schäfer von der Fraktion der Grünen sagte, dass er die Kooperation der Gemeinden und Städte positiv finde. Ihm fehlte die Darstellung einer Gesamtansicht aller geplanten Windkraftanlagen, um einen Überblick zu bekommen. Schulz erklärte, dass er die größte mögliche Transparenz geschaffen habe und nicht wisse, was noch alles von andren Nachbargemeinden oder Privatleuten geplant werde. „An uns kann es nicht liegen, dass es keine Transparenz gibt“, so der Verwaltungschef. Er gab den Ball zurück an die Grünen und meinte, dass es einfacher sei in der eigenen Partei nach den Planungen zu fragen, da diese schließlich mitbestimme. Schulz stimmte zu, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf habe von allen Aktivitäten zu erfahren.

Personalangelegenheiten standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Ausgehändigt wurden Ernennungs- und Entlassungsurkunden bei der freiwilligen Feuerwehr. Mit Konrad Bier verließ ein Urgestein die vorderste Reihe der Feuerwehr. „Seit seiner Ernennung zum stellvertretenden Ortsbrandmeister in 1988 sowie in der Zeit von 1993 bis 1998 als Gemeindebrandinspektor trug Konrad Bier leitende Verantwortung für das Feuerwehrwesen der gesamten Gemeinde“, erinnerte Schulz.

Neuen Wehrführer für Hachborn

Darüber hinaus prägte er in den vergangenen 15 Jahren als Wehrführer die Entwicklung der Leidenhofener Wehr. Nachfolger von Bier wurde Albert Bender, der bislang stellvertretender Wehrführer in Leidenhofen war. Diese Aufgabe übernahm der 20-jährige Jan Amend vorerst für zwei Jahre kommissarisch. In dieser Zeit muss er noch einige Lehrgänge absolvieren.

Diese Einschränkung gilt auch für den neuen Wehrführer von Hachborn.

Vereidigt wurde für dieses Amt Uwe Schäfer. Er löste den in Amönau wohnenden Stefan Koch ab, der wegen der Entfernung das Amt nicht weiter wahrnehmen kann. Koch habe in einer schwierigen Übergangsphase geholfen, viele Entscheidungen angestoßen und über große Investitionen entschieden, sagte Schulz.

von Martina Becker

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