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Große Investitionen stehen bevor

Feuerwehr Fronhausen Große Investitionen stehen bevor

Die Feuerwehren von Fronhausen arbeiten mit heimischen Firmen zusammen, um die Tagesalarmbereitschaft zu sichern. Mit weiteren Ideen und Investitionen soll der Brandschutz auch in Zukunft sichergestellt sein.

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Freuen sich über die Ehrungen der Feuerwehrkameraden: Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel (von links), Bürgermeisterin Claudia Schnabel, Mario Müller, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Helmut Will, Sven Peter, Olaf Köhler, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Stefan Feußner, Sascha Hoss, Nikolai Hoss und Thorsten Schmidl.

Quelle: Ingrid Lang

Fronhausen. Die Feuerwehren der Gemeinde Fronhausen haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie viele andere Wehren auch: Die Tagesalarmbereitschaft muss mit kreativen Lösungen sichergestellt werden, zudem fehlen jüngere Aktive in der Einsatzabteilung. Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel erklärte bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Großgemeinde, dass den Einsatzabteilungen derzeit 81 Mitglieder angehören. Vor allem in der Altersklasse der Aktiven im Alter bis 35 Jahren würden jedoch neue Feuerwehrleute gesucht, ebenso bei den Atemschutzgeräteträgern. In der Gemeinde sind zudem neun Kinder und 31 Jugendliche in den Wehren aktiv. Zudem zählt die Alters- und Ehrenabteilung laut Schnabel 13 Mitglieder, 31 Musiker sind im Spielmannszug.

Um den Brandschutz am Tag sicherzustellen, haben Wehren, Gemeinde und Betriebe das Projekt „Tagesfeuerwehr“ ins Leben gerufen. Der Brandinspektor erläuterte, dass die Firmen Schneider und Seidel die Mitarbeiter einmal im Monat für eine Feuerwehrübung freistellen. So könnten auch in Zukunft Mitarbeiter der Firmen ausrücken, wenn ein Einsatz in Fronhausen es erfordert. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr laut Schnabel 52 Einsätze für die Kameraden, dabei seien vier Menschenleben gerettet worden.

Im Rückblick erklärte der ­Gemeindebrandinspektor auch, dass die Übungen und Ausbildungen im Schutzbereich Ost gut angenommen wurden. Daher soll es ab 2017 eine monatliche Gemeindeübung geben - an der dann auch der Schutzbereich West beteiligt werde.

Christian Amling ist neuer Jugendfeuerwehrwart

Schnabel betonte, dass mit den politischen Vertretern der Gemeinde die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Gemeinsam wolle eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Feuerwehren, der Fraktion und der Bürgermeisterin Claudia Schnabel zusammensetzt, den Bedarfs- und Entwicklungsplan erarbeiten. „Sicher ist, dass ein gemeinsamer Standort Ost gebaut werden muss“, sagte Eric Schnabel.

Künftig soll es laut Schnabel die drei Standorte Ost, Mitte und West geben, um den Brandschutz in der Gemeinde sicherzustellen. Zudem müsse die Gemeinde ein neues Tanklöschfahrzeug beschaffen, ebenso wie ein Hubrettungsfahrzeug. „Damit kommen auf die Kommune große Investitionen zu“, so Eric Schnabel. Die seien allerdings schon seit 2004 mit dem Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr beschlossen. Vor allem die Umsetzung der neuen Feuerwehrhäuser sei wichtig, da die alten Gerätehäuser nicht mehr den gesetzlichen Regeln entsprächen.

Anschließend berichtete Florian Will über die Ausbildung der Kameraden. Nachdem der bisherige Gemeindejugendfeuerwehrwart sein Amt kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte, wurde dann Christian Amling zu seinem Nachfolger gewählt. Amling wirkte in der Jungschar und der evangelischen Jugend und absolvierte die Ausbildung zum Jugendwart im Schützenverein. Seit 15 Jahren wohnt er mit seiner Familie in Fronhausen und gehört seit zwei Jahren der Einsatzabteilung an.

Lothar Mücke erhält die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille

In ihrem Grußwort betonte die Bürgermeisterin, wie wichtig eine gute Ausbildung der Einsatzkräfte ist, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit aufwenden. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer sprach von der guten Atmosphäre während der Versammlung und dem neu eingeschlagenen Weg: „Bei den Kameraden muss das gemeinsame Arbeiten und Handeln im Vordergrund stehen.“ An die Bürgermeisterin gewandt, sagte Schäfer „jeder politische Mandatsträger sollte die Landesfeuerwehrschule besuchen“.

Zum Abschluss bekam Lothar Mücke (kleines Foto) die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille­ überreicht. Er übernahm das Amt des Brandschutzdezernenten, als im Oktober 2011 fast die komplette Führungsriege der Gesamtfeuerwehr zurückgetreten war. „Mit unermüdlichem Einsatz gewann Mücke langsam alle Führungskräfte wieder zurück und versuchte in den letzten Jahren, zwischen Politik­ und der Feuerwehr zu vermitteln“, sagte Eric Schnabel. Durch sein Engagement habe der Brandschutz in Fronhausen sichergestellt werden können.

von Ingrid Lang

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