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Gräben müssen neu verfüllt werden

Baustelle in Hassenhausen Gräben müssen neu verfüllt werden

Abgesehen von den Beschwerden der Anlieger, die sich bei der Gestaltung ihrer Straße von der Gemeinde über den Tisch gezogen fühlten, liefen die eigentlichen Arbeiten bisher sehr gut Jetzt gibt es aber Probleme.

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Bauarbeiten gestern Vormittag in der Zwester-Ohm-Straße in Hassenhausen.

Quelle: Götz Schaub

Hassenhausen. Der milde Winter macht es möglich, dass die Bauarbeiten zur grundhaften Sanierung der Straßen „Zur Umgehungsstraße“ und „Zwester-Ohm-Straße“ gut voran kommen. Die Tiefbauarbeiten waren abgeschlossen, die Straße „Zur Umgehungsstraße“ ist bereits gepflastert hergestellt.

Da geistern plötzlich Gerüchte durchs Dorf, dass diese Straße noch einmal aufgerissen werden muss. Denn die Zwester-Ohm-Straße, die noch nicht gepflastert ist, sondern nur eine grobe Tragschicht zur Befahrung aufweist, wird zum Teil wieder aufgerissen.

Verfülltes Material aus den Gräben, in denen die Rohre liegen, wird herausgebaggert und von einem Lkw abgefahren. Was ist da los? Es ist wohl ein großes Glück, dass die Arbeiten ausgerechnet jetzt bei dieser Witterung stattfinden.

Sachverständiger wurde beauftragt

Jedenfalls ist so aufgefallen, dass das Material, das die erneuerten Rohre abdeckte, nicht ausreichend „dicht“ ist. Anlieger stellten plötzlich Nässe in der Oberschicht und an ihren zur Straße hingewandten Hauswänden fest, die zumeist im unteren Teil aus Steinen bestehen. „Wir haben einen Sachverständigen beauftragt, der dann dort einen hohen Grundwasserstand festgestellt hat“, sagt Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber und erinnert daran, dass das Gemeindebauamt in der Person von Bauamtsleiter Michael Esken schon bei der Verfüllung der Gräben Bedenken angemeldet hatte. Diese erwiesen sich jetzt als berechtigt. Die derzeit tätige Firma hat mit dieser Sache nichts zu tun, sie hat jetzt aber den Mehraufwand übernommen und trägt das fehlerhafte Material wieder ab, um dann eine zementgebundene Tragschicht einzubringen.

Bürgermeister Weber hebt hervor, dass dies zwar ärgerlich sei, aber immerhin noch gerettet werden konnte.

Weber: Keine zusätzlichen Kosten für die Anlieger

„Wir wollen schließlich, wenn schon viel Geld ausgegeben wird, dass die Straße dann auch in Ordnung ist.“

Auf die Anwohner werden diesbezüglich keine zusätzlichen Kosten zukommen. „Das haben weder Anwohner noch die jetzt tätige Firma zu verantworten.“ Da werden sich wohl das Planungsbüro und die zuvor tätige Firma miteinander unterhalten müssen. Anwohner nahmen während der Bauphase nicht nur die Nässe durch das Grundwasser wahr, sie hatten auch Schwierigkeiten, eine freie Telefonleitung zu bekommen und führten das auf die gerade laufenden Extra-Arbeiten zurück. Eine neue Leitung von der Telekom wird es indessen nicht geben, obwohl die Telekom bei der Gemeinde ein entsprechendes Interesse angemeldet hatte. „Wir haben natürlich alle Versorger, die in der Straße Leitungen liegen haben, angeschrieben, ob sie erneuern wollen“, erteilt Weber Auskunft.

Die Telekom habe sich aber nicht anteilig an den Kosten beteiligen wollen. „Das geht ja nicht, Versorger ungleich zu behandeln. Der ZMA beziehungsweise der ZMW beteiligen sich schließlich auch an den Kosten“, sagt Weber. Die Telekom habe daraufhin auf die Erneuerung verzichtet.

von Götz Schaub

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