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Geschenkfreuden aus der Schachtel

Weihnachtsaktion Geschenkfreuden aus der Schachtel

Ella Elmshäuser hat im vergangenen Jahr 700 Schuhkartons angenommen, fertig gepackt und auf die Reise geschickt. In diesem Jahr hat sie noch jede Menge Platz in vielen großen Umzugskisten.

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„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“

Ella Elmshäuser nimmt die „Geschenke der Hoffnung“ in Bellnhausen an: Die 76-Jährige kontrolliert sie, sortiert sie und packt sie für den Transport in große Umzugskisten. Dieses Jahr hat sie noch allerhand leere Umzugskartons übrig, die auf Schuhkartons warten.

Quelle: Philipp Lauer

Bellnhausen. In Ella Elmshäusers guter Stube sieht es aus, als hätte sich dort eine Außenstelle der Werkstatt des Weihnachtsmanns breitgemacht.

Auf alten Holztruhen stehen fertig gepackte Geschenke, auf dem Tisch ausgebreitet liegen ein paar noch offene Schuhkartons, Zahnbürsten und Zahnpastatuben neben Schokolade, Schreibheften, Stiften und Malblöcken ergeben ein buntes Durcheinander.

Ella Elmshäuser hilft schon zum 13. Mal

„Mit denen kann man noch nicht ganz volle Schuhkartons gut auffüllen, so ein Heft geht eigentlich immer noch rein“, freut sich Elmshäuser und zeigt den Inhalt eines Schuhkartons. Das Kind, das ihn an Weihnachten öffnet, kann sich unter anderem über ein Quartettspiel, Malzeug, warme Fäustlinge und ein kleines Kuscheltier freuen. Die Pakete aus dem hiesigen Postleitzahlengebiet gehen nach Bulgarien, Zentralasien, Weißrussland, Polen oder in die Slowakei.

Ella Elmshäuser hilft schon zum 13. Mal bei der Aktion. Dazu motiviert sie ihr christlicher Glaube, sagt Elmshäuser und sie ist dankbar, dass sie es gesundheitlich noch so kann. „Dabei ist das Projekt eher zu mir gekommen. Ich wurde gefragt, ob ich Platz hätte, um einige Schuhkartons bei mir zu lagern“, erklärt die Bellnhäuserin.

Da sie gerade die Kühe verkauft hatten, dachte sie an den Stall als Lagerfläche. „Dann habe ich gemerkt, dass es da nicht geht und warm sein muss“, weshalb die Kartons den Weg in ihre Stube fanden. „Und dabei ist es seitdem geblieben.“

Bis 15. November sind Annahmestellen geöffnet

Im vergangenen Jahr hat Elmshäuser insgesamt 700 Pakete angenommen, fertig gemacht und in großen Umzugskartons auf den Weg zu den Kindern geschickt. In diesem Jahr sind noch viele der großen Kisten leer.

Die Kartons sollten nicht zugeklebt, sondern mit einem Gummiring verschlossen abgegeben werden, erklärt die 76-Jährige. Gemeinsam mit Ursel Baum aus Oberwalgern kontrolliert sie nämlich jeden Karton nochmal. Manche Dinge wie zum Beispiel Nüsse, Gebäck, Gummibärchen, Zerbrechliches oder Kriegsspielzeug dürfen nicht in den Karton. Gegebenenfalls füllt sie die Pakete noch ein wenig auf und klebt einen Aufkleber drauf. Dort kreuzt sie an, ob das Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen sein soll und für welche Altersgruppe - für Kinder von zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis fünfzehn Jahren.

Noch bis zum 15. November sind die Annahmestellen geöffnet. Für den Transport benötigt die Organisation sechs Euro, die sie als Spende zusätzlich zum Karton erbittet. Wer eine Rechnung über die Sachen mitbringt, kann auch eine Spendenquittung erhalten.

von Philipp Lauer

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