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Gemeinde ebnet den Weg für die Windkraft

Sterzhausen Gemeinde ebnet den Weg für die Windkraft

Die Gemeinde Lahntal geht in Sachen Windenergie in kleinen Schritten voran. Im kommenden Jahr will sie in die Planungsphase einsteigen – der parlamentarische Startschuss soll jedoch jetzt schon erfolgen.

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Energie aus der Kraft des Windes, erzeugt von einem der Marburger Windräder. Auch Lahntal will in dieses Geschäft einsteigen. Innerhalb der nächsten Jahres sollen mehrere Windkraftanlagen in der Gemeinde entstehen.

Quelle: Thomas Breme

Sterzhausen. Sowohl die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses als auch die des Energie- und Umweltausschusses fassten in der vergangenen Woche einen Beschluss zur Förderung der Windenergienutzung.

Den Parlamentariern, die am Donnerstag, 3. November, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Göttingen tagen, werden die Ausschüsse die Empfehlung geben, sich diesem Beschluss anzuschließen. Er umfasst diese Punkte: Die Gemeinde schlägt dem Regierungspräsidium Gießen vor, die Windkraftvorrangfläche „Hardt“ aufzugeben und stattdessen eine neue im Gebiet „Wollenberg“ auszuweisen.

Der Gemeindevorstand soll ein entsprechendes Abweichungsverfahren beim Regierungspräsidium beantragen – falls für das Verfahren ein vogelschutzkundliches Gutachten benötigt wird, gibt die Gemeinde es in Auftrag. Der Gemeindevorstand erhält zugleich den Auftrag, mit der Gesellschaft Energie Marburg-Biedenkopf unter dem Dach der Stadtwerke Marburg einen Vertrag über die Umsetzung von Windenergieanlagen in der Gemarkung Lahntal auszuhandeln und der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorzulegen.

„Das Thema Windenergie gehört nicht zu unserem täglichen Brot – trotzdem müssen wir jetzt vorangehen“, erklärte Bürgermeister Manfred Apell (SPD) vor den Ausschussmitgliedern. Eine Bürgerversammlung habe gezeigt, dass die Bevölkerung gegenüber der Windenergie überwiegend positiv eingestellt sei.

„Und auch der Nabu schließt sich an – bis auf die Hardt, die wegen des Vogelflugs außen vor bleiben soll“, sagte Apell. Vier Standorte für Windkraftanlagen könnten auf gemeindlichem Boden ausgewiesen werden, ein weiterer auf privatem Boden, schätzte der Bürgermeister und erklärte zum Zeitplan: „Allein das Vogelgutachten nimmt ein Jahr in Anspruch, wenn wir es benötigen.“

Als Partner beim Bau der Anlagen steht die Energie Marburg-Biedenkopf schon in den Startlöchern. „Bad Endbach zahlt selbst für seine neuen Windanlagen – wir sind aber für eine Kooperation offen“, sagte Apell. Rainer Kühne, Geschäftsführer der Energie Marburg-Biedenkopf, verwies darauf, dass man bei fünf Windkraftanlagen mit einer Investition von 12 bis 14 Millionen Euro rechnen müsse.

von Carina Becker

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