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Gegen einen ebenerdigen Gehweg

Erneuerung der Bergstraße Gegen einen ebenerdigen Gehweg

In Fronhausen soll in drei Bauabschnitten die Bergstraße grundhaft erneuert werden. Die Anlieger haben dazu noch viele Fragen und fordern auch einen Zuschuss vom Kreis ein. Eine weitere Anliegerversammlung ist anberaumt.

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Ein Blick auf den untere Teil der Bergstraße, die über mehrere Kurven bis hoch zur Grundschule führt.

Quelle: Tobias Hirsch

Fronhausen. Für die Bergstraße in Fronhausen steht das volle Programm an: Über 800 Meter wird der mit „starken“ und „sehr starken Mangel“ ausgewiesene Kanal ausgetauscht.  Zudem wird über 400 Meter die Wasserleitung erneuert. Zudem wird die Fahrbahn beziehungsweise die gesamte Oberfläche der Straße inklusive Gehsteige erneuert. Während sich die Arbeiten in der „untere Etage“ durch die massiven Schäden am Kanal praktisch von selbst erklären, sehen die Anlieger noch großen Redebedarf über das zukünftige Aussehen der zu erneuernden Straße, sagen Patrick Müller und Dennis Schimmer, die als Sprecher der Anlieger fungieren.

„Die anstehende grundhafte Sanierung dieser Straße soll nun in einer für Dorfstraßen ungewöhnlich hohen Belastungsklasse von 1,8 ausgeführt werden, um in Zukunft einem völlig unnötig starkem Buslinienverkehr des Kreises zur Grundschule standzuhalten“, sagt Schimmer.

Baubeginn für die Bergstraße ist im März 2017 geplant

Und daraus folgt für ihn: „Da außer dem normalen Anliegerverkehr kein weiterer sonderlich belastender Schwerverkehr diese Straße benutzt, sehen wir den Kreis in der Verantwortung, einen Zuschuss zu der Baumaßnahme beizutragen.“
Baubeginn soll im März 2017 sein. Das Abschluss der Gesamtarbeiten ist für Ende 2018 vorgesehen. Die Anlieger sind bereits im Juli über eine umfassende Präsentation informiert worden, doch haben sich seither auch einige Fragen ergeben, die nun am 6. Oktober in einer weiteren Anliegerversammlung erörtert werden sollen.

„Wir haben den Fragenkatalog an die Gemeinde geschickt, aber von Bürgermeisterin Schnabel nur zur Antwort bekommen, dass die Fragen eben erst an diesem 6. Oktober beantwortet werden können, keinesfalls früher“, sagt Schimmer. Das sei schon etwas bedauerlich, weil ja schon im Frühjahr die Arbeiten beginnen sollen. Die Bürgermeisterin hatte aber schon mitgeteilt, dass sie eine Kostenbeteiligung des Kreises habe prüfen lassen, mit dem Ergebnis, dass diese rechtlich nicht einzufordern sei. Neben einer geforderten Kostenbeteiligung des Kreises, dazu starteten die Anlieger auch eine Petition, geht es ihnen auch um die Ausgestaltung der Fahrbahn.

Barriere zum Gehweg sorgen für Sicherheit der Schüler

„Da sind wir derzeit etwas im Unklaren, an welcher Seite nun ein Gehweg geplant ist, beziehungsweise ob der dann auch klar zur Straße durch eine Erhöhung abgetrennt wird. Neuere Planungen gehen aufgrund einer offensichtlich nachgeplanten Barrierefreiheit nur noch von einer farblichen Kennzeichnung auf dem Niveau der Straße aus“, sagt Schimmer.

Müller lehnt eine solche Planung ab. „Wir sprechen hier von einem Schulweg. Die Busse fahren jetzt schon auf dem Gehweg. Ohne eine Barriere zum Gehweg nutzen sie ja gleich die ganze Breite und werden so für zur Schule laufende Kinder eine viel größere Gefahr.“ Müller sagt, er wisse sehr wohl, von was er rede, als langjähriger Anlieger habe er nicht wenige brenzlige Situationen direkt mitbekommen.

Nächste Anliegerversammlung findet am 6. Oktober statt

Die Anlieger kommen am 6. Oktober nicht nur mit Fragen, sondern auch mit Vorschlägen. So möchte man gerne diskutieren, ob es nicht möglich sei, künftig nur noch einen Bus zur Schule hoch fahren zu lassen, der die Kinder aus den anderen Bussen zuvor am Bürgerhaus aufgenommen hat. „Hier fahren an normalen Schultagen zwölf und mehr Busse hoch und natürlich wieder runter. Mitunter Gelenkbusse besetzt mit wenigen Schülern“, führt Schimmer aus. 

Abgesehen von der Frage nach einer Beteiligung des Kreises haben die Anlieger auch weitere Fragen zur Kostenverteilung. Ihrer Rechnung nach sollen sie pro Quadratmeter genau doppelt so viel zahlen wie zuletzt die Anlieger der Zwester-Ohm-Straße in Hassenhausen. „Das kann ich so nicht nachvollziehen“, sagt Schimmer.

Die Gemeinde Fronhausen hat die bisherigen Präsentationen zum Bauprojekt jederzeit abrufbar auf ihrer Homepage ( www.gemeinde.fronhausen.de) eingestellt. Die Anlieger informieren ihrerseits unter im Internet unter www.diebergstrasse.info

  • Die Anliegerversammlung findet am Donnerstag, 6. Oktober, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Fronhausen statt.

von Götz Schaub

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