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Gastronomie soll Hachborn beleben

Neues Angebot Gastronomie soll Hachborn beleben

Pächter, Brauerei, Ortsbeirat und Gemeinde ziehen an einem Strang. Ein gastronomisches Angebot im Bürgerhaus Hachborn will unterschiedliche Gruppen ansprechen sowie Kosten reduzieren helfen.

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Etwa die Hälfte des Saales im Obergeschoss des Bürgerhauses Hachborn soll zu einer Gastwirtschaft mit 60 Plätzen umgebaut werden.

Quelle: Martina Becker

Hachborn. Dass viele Bürgerhäuser für die Gemeinden ein Zuschussgeschäft sind, ist hinlänglich bekannt. Allein durch die Nutzung der Dorfbewohner können sich diese Einrichtungen nicht tragen.

„Als vor rund vierzig Jahren, zu Zeiten der Gebietsreform, die Bürgerhäuser im Grund gebaut wurden, war der kleinste gemeinsam Nenner das Maß der Dinge“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung des Vorhabens in Hachborn. Heute bedarf es erfolgversprechender Nutzungsstrategien, um die Einrichtungen erhalten zu können.

Deshalb habe die Gemeinde schon vor einigen Jahren damit begonnen, allen Bürgerhäusern eine besondere Ausrichtung zu geben, so der Bürgermeister. In Hachborn soll nun im Obergeschoss des Bürgerzentrums eine Gastwirtschaft entstehen.

Dieser Plan, der eine Teilung des großen Saals vorsieht, steht kurz vor der Umsetzung. Die Verträge sind gemacht, es fehlt nur noch die Genehmigung der Nutzungsänderung durch das Bauamt. „Dann kann es losgehen“, freute sich Schulz. Einziehen wird ein griechisches Restaurant.

Eröffnung soll spätestens im November dieses Jahres sein. Der Bürgermeister erzählte, dass dem Ganzen ein zweijähriger Meinungs- und Willensbildungsprozess vorausgegangen sei.

Vereinbart wurde, dass der ganze Saal weiterhin bei Beerdigungen sowie für vier große Vereinsveranstaltungen pro Jahr zu den üblichen Konditionen der Gemeinde zur Verfügung steht. „Diese Nutzungen gehen dem Gaststättenbetrieb vor“, sagte Schulz. Diese Veränderung bedeute zusätzliches Leben für Hachborn und mittelfristig eine Halbierung der laufenden Kosten des Bürgerhauses.

Zur dauerhaften Kosteneinsparung soll zudem die Umrüstung auf energiesparende LED-Beleuchtung beitragen.

Die Finanzierung des Gastraums wurde auf mehrere Beine verteilt. 35000 Euro investiert eine Brauerei, die als Partner gewonnen wurde, 10000 Euro steuert die Gemeinde als Festbetragszuschuss bei und 5000 Euro gibt der Pächter.

Schulz erinnerte, dass im Zuge der Dorferneuerung das Bürgerzentrum um einen Veranstaltungs-Pavillon erweitert wurde. Er sagte: „Schon damals war klar, dass das Bürgerhaus einer zusätzlichen Nutzung bedarf.“

Gäste verspricht sich der neue Pächter auch von den vielen Radfahrern, die auf dem Lange-Hessen-Radweg unterwegs sind und auch aus anderen Dörfern, in denen es keine Gastwirtschaft mehr gibt.

von Martina Becker

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