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Fußballer klagen über Spielermangel

SG Fronhausen Fußballer klagen über Spielermangel

Während sich die Sparten Kinderturnen oder Volleyball nicht beklagen können, stehen andere Bereiche der SG Fronhausen wie etwa die Fußball-Abteilung auf wackeligen Füßen.

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Eine Spielszene aus dem Jahr 2014, als Bürgeln (weiße Trikots) in Fronhausen gastierte.

Quelle: Michael Hoffsteter

Fronhausen. Während sich mehrere Sparten der Spielgemeinschaft über reges Interesse freuen können, brennt es vor allem in der Fußball-Abteilung des Vereins. Sinkende Spielerzahlen, eine fehlende Mannschaftsstärke und Querelen über einen Wechsel zu Salzböden-Odenhausen sorgen für Zündstoff im Verein und im ganzen Ort.

Nach einem erneuten Abstieg spielt die SG demnächst in der B-Klasse. Viele Spieler „verließen daraufhin das sinkende Schiff“, berichtete Abteilungsleiter Rainer Deutsch und ließ während der Jahreshauptversammlung ordentlich Dampf ab. Mehrere Spieler wechselten bereits die Mannschaft, wurden teilweise abgeworben und ließen sich mit höheren Prämien locken, kritisierte Deutsch.

Gerüchteküche kocht fast über

„Viele junge Mitglieder spielen nur noch für Geld, wechseln hin und her, es fehlt ein Zugehörigkeitsgefühl zum Verein“, ärgerte sich der Abteilungsleiter. Der Spielerschwund nahm dermaßen zu, dass die Abteilung schließlich keine vollzählige Mannschaft mehr aufzustellen vermochte. Nach umfangreicher Beratung blieb dem Verein schließlich nichts anderes übrig, als sich der Spielgemeinschaft Salzböden-Odenhausen anzuschließen, trotz aller Kritik aus dem Ort, sagte Deutsch.

Mit dem neuen Partner gab es bereits in den vergangenen Jahren „eine gute Zusammenarbeit im Jugendbereich“, die Jugendlichen kicken zusammen in der JSG „Salzböde-Lahn“. Der Wechsel der SG sei notwendig gewesen, um zu überleben, trotzdem stößt dieser auf harsche Kritik in der Mannschaft und im Ort, mehrere Spieler sind bereits abgewandert, brachen zum Teil vertragliche Vereinbarungen und wechselten den Verein, kritisierte der Spartenleiter. Die Stimmung sei äußerst schlecht, die Gerüchteküche im Ort koche fast schon über.

„Das ist eine Katastrophe und schadet dem Jugendbereich“, betonte Deutsch. Generell habe der Verein schlechte Karten künftig ohne Partner zu überleben. „Gebt der Spielgemeinschaft die Möglichkeit sich zu entwickeln“, bat Deutsch die Fußballfans um Geduld.

Sportheim wird ausgebaut

Die Abteilung Kinderturnen erfreut sich dagegen reger Beliebtheit, etwa 15 bis 25 Kinder zwischen drei und sechs Jahren nehmen regelmäßig an den spielerischen Übungsstunden teil. Auch die Sparte Volleyball ist zufrieden. Seit Ende 2011 spielt die 17-köpfige Abteilung regelmäßig. Seit Mai ist auch die Beachvolleyball-Saison eröffnet, das Spielfeld wurde auf Vordermann gebracht und die Spieler bereiten sich auf das vierte Fronhäuser V-Turnier am fünften Juli vor. Der Lauftreff ist dagegen „geplagt von Nachwuchssorgen“, teilte Lauftreffleiter Hans Heuser mit. Die Anzahl an Läufern geht zurück, jüngere Mitglieder kommen nicht hinzu und die Teilnahme an Wettkämpfen in der Region sinkt. Über mangelndes Interesse an gemeinsamen wie organisatorischen Aktivitäten klagt auch die Sparte Tischtennis. Größe und Umfang hat sich auch im vergangenen Jahr kaum verbessert. Da nach wie vor kein neuer Jugendwart gefunden werden konnte, gibt es weiterhin keine Jugendgruppe, so dass auch aus dieser Richtung kein Nachwuchs zu erwarten ist.

Derzeit verfügt die SG über 638 Mitglieder. Besonders am Herzen liegt den Sportlern der Ausbau ihres Sportheims, dieser läuft nach wie vor auf Hochtouren. Rund 120 000 Euro kostet die Renovierung des Vereinstreffs. Seit März legen zahlreiche freiwillige Helfer mit Hand an, steckten bislang 2700 Arbeitsstunden in die Renovierung. Diese geht derzeit in den Endspurt, das Vordach, eine Lüftungsanlage, einige Putz- und Malerarbeiten fehlen noch und können voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

von Ina Tannert

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