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Fürs Erste zehn Prozent „Rabatt“

Kitagebühren Fürs Erste zehn Prozent „Rabatt“

Bei den Elternbeiträgen für die Kindergärten tut sich was in Fronhausen. Als ersten Schritt empfiehlt der Haupt- und Finanzausschuss bis zum Sommer eine pauschale Senkung um zehn Prozent.

Fronhausen. Dass die Kindergartengebühren gesenkt werden sollen, darüber war sich das Fronhäuser Parlament schon Ende vergangenen Jahres einig. Zum 1. Oktober waren die Elternbeiträge für das laufende Kindergartenjahr um durchschnittlich 20 Prozent erhöht worden. Manche Eltern müssen dadurch bis zu 52 Euro pro Monat mehr zahlen.

Hintergrund ist ein schwelender Streit zwischen Gemeindevorstand und der Kirche als Träger der Kitas Fronhausen und Bellnhausen. Darin geht es um die vom Träger vorgelegten Kosten für die Einrichtungen, deren Defizit zum größten Teil die Gemeinde bezahlen muss. In der Folge wurden die Eltern stärker zur Kasse gebeten. Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung war nun damit beauftragt, mögliches Sparpotenzial zu ermitteln und eine Neuregelung für die Elternbeiträge zu erarbeiten, derzeit sind das 33 Prozent der Gesamtkosten. Den Rest zahlen Gemeinde und Kirche im Verhältnis 80:20. Die evangelische Kirche als Träger war dazu mit Pfarrer Manfred Meister, Dekan Burkhard zur Nieden und Gerhard Rödiger vom Kirchenkreisamt in die Sitzung gekommen und erläuterte dem Ausschuss Betriebskosten und Personalaufwendungen. Der Gemeindevorstand war nicht vertreten. Bürgermeister Reinhold Weber und der Erste Beigeordnete Lothar Mücke hatten sich entschuldigt.

Da dort zunächst kein nennenswertes Einsparpotenzial erkannt werden konnte, einigte man sich auf Anregung Rödigers darauf, im ersten Schritt eine pauschale Senkung der Beiträge um zehn Prozent vorzuschlagen. Entscheiden müssen letztlich die mit Vertretern von Kirche und Gemeinde besetzte Kindergartenkommission und der Kirchenvorstand. Deren Zustimmung vorausgesetzt, soll die Beitragssenkung rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten und bis Ende des Kindergartenjahres im Juli gelten.

Das gäbe den Beteiligten die Chance, ohne Zeitdruck gemeinsam eine dauerhafte Lösung zu entwickeln. Die pauschale Entlastung senkt den Beitrag vorerst um etwa 15 Euro auf dann 136 Euro im Monat. Die Mehrkosten lägen demnach bei 9000 Euro. Die Gemeinde müsste davon rund 7300 Euro bezahlen. Einen Deckungsvorschlag für die Mehrkosten will der Ausschuss nächste Woche erarbeiten.

von Michael Agricola

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