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Vier Bands rocken bis spät in die Nacht

Monsters of Tribute Vier Bands rocken bis spät in die Nacht

„Schon jetzt steht fest: Am 13. Oktober 2018 steigt Monsters of Tribute, Teil drei“, betonte „Still Counting“-Sänger Manuel Herwig am Ende des ­Auftritts der heimischen „Volbeat“-Coverband.

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Simon Schlender (links) und Leon Krebs gehören zu den begeisterten Rockfans, die beim Monsters of Tribute abfeierten. Schlender gewinnt später auch noch einen E-Bass.

Quelle: Jürgen Jacob

Fronhausen. Rund 800 begeisterte Rockfans im Bürgerhaus Fronhausen hatten zu diesem Zeitpunkt am Samstagabend bereits mehr als vier Stunden erstklassiger Musik der härteren Gangart hinter sich. Nachdem die Musiker von „Still Counting“ im vergangen Jahr mit dem Festival „Monsters of Tribute“ einen Versuch starteten, mit hochkarätigen Rock-Coverbands zu feiern, waren diesmal schon Wochen vorher alle Karten verkauft.

„Schon jetzt steht fest: Am 13. Oktober 2018 steigt Monsters of Tribute, Teil drei“, betonte „Still Counting“-Sänger Manuel Herwig am Ende des ­Auftritts der heimischen „Volbeat“-Coverband.

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Zu Beginn des Abends kamen zunächst die Freunde der Symphonic-Metal-Band „Nightwish“ auf ihre Kosten. Im Stil der Finnen, die mit Frontfrau Tarja Turunen viele Hits lieferten, präsentierten „Xesha“ aus Gießen den unverwechselbaren „Nightwish“-Sound.

Sängerin Dany Rippl kam dicht ran an die ausgebildete Opernstimme Tarja Turunens, wie sie beispielsweise bei der Einlage der Musical-Applikation „Phantom of the Opera“ bewies. Einige Fans waren von der „Xesha“-Songauswahl jedoch ein wenig enttäuscht: „Ich habe einige echte Klassiker von Nightwish vermisst“, so die 25-jährige Linda aus Steffenberg. Aber trotzdem honorierte das Publikum den Auftritt mit langanhaltendem Applaus.

Anschließend spielte die Band „Powerslave“ und machten ihrem Namen alle Ehre. Die Jungs aus Hamburg eifern der Metal-Legende „Iron Maiden“ nach und heizten den Fans mit den großen Hits der „Eisernen Jungfrau“ ordentlich ein. Bei bekannten Hits wie „Run to the Hills“, „Can I play with Madness“ oder „Fear oft the Dark“ sangen die Fans tatkräftig mit. Frontmann Alex war dabei mit seiner Stimme sehr nah am Original von Bruce Dickinson und zog damit das Publikum in seinen Bann.

Spezielle Showeinlagen wie der Kampf des Sängers gegen „das Biest“ oder auch das schwenken des „Union Jack“, den die Hanseaten dann auch mal gegen eine Flagge mit Hamburger Wappen austauschten, begeisterten die Zuschauer.

Feuerfontänen und Stroboskopgewitter

Die Jungs von „Still Counting“ setzten auf die energiegeladene Show von „Powerslave“ noch einen drauf und empfingen ihr Publikum mit den typischen Feuerfontänen und einem Stroboskopgewitter.  Sänger Manuel Herwig und seiner Band gelang es dabei überragend, den Sound der dänischen Hardrocker von „Volbeat“ glaubhaft rüberzubringen. Die einzigartige Mischung aus Metal, Rock’n’Roll, Punkrock, Country und Blues wurde von den fünf Mannen aus dem Hinterland perfektioniert. Und egal, ob richtig mit Tempo­ oder auch mal gefühlvoll mit ­Gitarre, Manuel Herwig und seine Musiker zeigten sich einmal mehr als echte Bühnentiere.

Weit nach Mitternacht trat dann die Band „Motörblast“ zum Abschluss auf die Bühne.­ Wie der Name schon vermuten lässt, haben diese sich dem Sound von „Motörhead“ verschrieben. Dabei covern die Musiker aus dem Siegerland nicht nur einfach, sondern ­zelebrieren die Musik und den Sound von Lemmy und seinen Jungs bis ins Detail.

Stilecht in Schwarz und mit ­Lederhut verkörperte Frontmann „Dr. Ape“ den Ende 2015 verstorbenen „Motörhead“-Sänger Lemmy Kilmister. Und auch musikalisch ließen „Motörblast“ wenige Wünsche offen: Angefangen von der typischen rauen Stimme am viel zu hoch positionierten Mikrofon, dem schnellen Schlagzeugspiel bis hin zum matschigen Bass und den mächtigen Gitarrenriffs, ­bewies die Coverband, dass der Motörhead-Sound auch heute noch begeistert. Die Fans feierten dies kräftig und machten das Festival mit ihrer guten Stimmung zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

Doch bei all der Feierei hatten die Veranstalter auch noch einen guten Zweck im Sinn: Mitorganisator Andre Kaiser initiierte eine Tombola zugunsten des von ihm ins Leben gerufenen Fördervereins Nakuru, der Kinder in Kenia unterstützt. Die vier Bands unterstützten dies mit Instrumenten und Materialien und am ­Ende konnte sich Simon Schlender über den Hauptpreis, einen ­E-Bass, freuen.

von Jürgen Jacob

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