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Grundstein für die Zukunft ist gelegt

Freiwillige Feuerwehr Fronhausen Grundstein für die Zukunft ist gelegt

30 Einsätze, herausfordernde Übungen und die lange erhoffte Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans - so einige Highlights hielt das Jahr für die Feuerwehren der Gemeinde Fronhausen ­bereit.

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Bürgermeisterin Claudia Schnabel (oben, von links), ­Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (rechts) nahmen die Ehrungen (Bild oben) und die Beförderungen (Bild rechts) vor.Foto: Ina Tannert

Oberwalgern. An „ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr“ erinnerte Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel bei der Jahreshauptversammlung. Erleichterung innerhalb der Wehr brachte vor allem die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes für die Gemeindefeuerwehr.

Den hatte das Parlament im Juni beschlossen. Damit ist der Weg frei für künftige feuerwehrtechnische Maßnahmen, nachdem acht Jahre lang Stillstand und Investitionsstau herrschten, was zu wachsendem Unmut innerhalb der Fronhäuser Wehren geführt hatte. Die im vergangenen Jahr wieder aufgebaute Lenkungsgruppe aus Ehrenamtlichen hatte die Planung schließlich wieder übernommen und zu einem Abschluss gebracht. Schnabel lobte das Ergebnis als „zukunftsfähiges Gefahrenabwehrkonzept“.

Mit Spannung blickt die FFW Fronhausen ebenso auf die Planung rund um die künftigen drei Feuerwehrstandorte, den Neubau des Standortes Ost und die Erweiterung von Mitte und West. Der Förderantrag für den Neubau wurde beim Land eingereicht; „der Grundstein für ­eine zukunftsorientierte Entwicklung der Feuerwehren ist gelegt“, so Schnabel.

Bürgermeisterin Claudia Schnabel mit den beförderten Feuerwehrleuten.

Mit einem Bewilligungsbescheid rechnet die Wehr im Juni 2018. Neben baulichen Maßnahmen ist die Erweiterung des Fuhrparks großes Ziel für die kommenden Jahre und „eine finanzielle Herausforderung für die Gemeinde“, hob auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer hervor. Er lobte den Fortgang der Planungen als „erste wichtige Schritte für eine Feuerwehr Ost“.

Die Zukunft ist generell großes Thema der Wehr. Um langfristig ihre Tagesalarmstärke zu verbessern, rief die Truppe eine Tagesfeuerwehr ins Leben. Derzeit beteiligen sich zwei Fron­häuser Firmen an dem Projekt. Insgesamt elf ­Feuerwehrleute stehen somit für den Tagesalarm bereit, deren Arbeitsort nahe genug liegt, um im Notfall innerhalb der gesetzlichen Frist aktiv werden zu können.

Ein weiteres Projekt entstand aus dem Zukunftsworkshop der Führungskräfte namens „Under Pressure“ und hat das Ziel, die Anzahl der Atemschutz­geräteträger aufzustocken. Das laufende Projekt zeige bereits erste Erfolge, mehrere Ehemalige konnten zurückgewonnen werden, so Schnabel.

Das sei bereits der Brandbekämpfung zugute gekommen, wie im Berichtsjahr sichtbar wurde. In dem mussten die Wehren zu 30 Einsätzen ausrücken, unter anderem zehn Brände bekämpfen und sieben Mal allgemeine Hilfe leisten. Zwei Menschen konnten bei Wohnungsbränden gerettet werden. Bei insgesamt acht Verkehrsunfällen befreite die Truppe vier hilflose Personen.

Dass dabei die Sirene durch die Gemeinde heult, könnte in Zukunft deutlich abnehmen. Nach einigen Verzögerungen und Startschwierigkeiten konnten mittlerweile für die Aktiven 30 Pager zur Alarmierung per Digitalfunk angeschafft werden. Die sollen in diesem Jahr bei ­einer ersten Testphase geprüft werden, hofft die Führung.

Damit würde die laut Prüfbericht jahrelang ­mangelhafte technische Ausstattung der Wehr um einen weiteren Punkt verbessert. Weitere sollen und müssen nach gesetzlichem Standard folgen.

Die Feuerwehr sei einer der Bausteine der Gemeinde, bei denen „der meiste Nachholbedarf“ herrsche, ergänzte Bürgermeisterin Claudia Schnabel. Die Gemeindechefin bedankte sich bei den Kameraden für deren Geduld wie für „ein fortwährendes Engagement und viele geleistete Stunden in Ausbildung und Einsatz“.

von Ina Tannert

Hintergrund

Ehrungen

Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande: Michael Heimann, Mario Junk

10 Jahre: Dominik Breit, Steffen Hering, Karsten Schneider

20 Jahre: Mario Junk, Robert Mayer

30 Jahre: Rainer Gerhard, Uwe Schäfer

40 Jahre: Reiner Müller, Helmut Will

Beförderungen

Feuerwehrmann/frau: Lara Matzner, Nikolay Schneider, Tobias Hemer

Oberfeuerwehrmann: Harald Protzek, Nils Schorge

Hauptfeuerwehrmann: Janik Becker

Löschmeister: Steffen Schumann

Oberlöschmeister: Florian Will

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