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Ein Hauch Frankreich und viel Lavendel

"Landfräuleins" Garten Ein Hauch Frankreich und viel Lavendel

Sie hat geöffnet, wenn sie da ist. Und erstmals in diesem Sommer sicher am ersten Sonntag im Juli, August und September. Jetzt am Wochenende lädt Sandra Hummel zudem zu den Garten- und Lavendeltagen ein.

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„Landfräulein“ Sandra Hummel lädt zu den Garten- und Lavendeltagen nach Hassenhausen ein.

Quelle: Götz Schaub

Hassenhausen. Etwas versteckt in Hassenhausen, nämlich im Taubenweg, der nur einseitig bebaut ist und somit auf der anderen Seite direkt ans Feld grenzt, liegt das kleine private Gartenparadies der Familie Hummel. Wer es findet, darf es bei geöffnetem Tor gerne betreten. Erst recht am kommenden Samstag und Sonntag anlässlich der Garten- und Lavendeltage. Dabei bietet Sandra Hummel, bekannt in der Region als Inhaberin des Lädchens „Landfräulein Hassenhausen“, noch jede Menge kulinarische Köstlichkeiten aus Frankreich an, unter anderem auch frisches Baguette nach französischem Rezept, die schönen bunten Süß-Sünden Macarones sowie Lavendelplätzchen, die einfach herrlich nach Landsommer schmecken, aber auch leckeren hausgemachten Kuchen. Als Mitbringsel gibt es verschiedene Kosmetikartikel im Angebot, aber auch Lavendelpflanzen, Rosen und mediterrane Kräuter.

Sandra Hummel ist Gastgeberin und frönt damit eigentlich ihrem Hobby. Sie liebt es, mit Menschen in Kontakt zu kommen, ihnen ein paar schöne Stunden in ihrem Garten zu offerieren. „Es ist ganz wichtig, dass es nur ein Hobby ist und so soll es auch bleiben“, sagt sie, denn die gelernte Erzieherin geht auch noch einem Beruf bei der Jugendhilfe in Gießen nach. Der Garten und das kleine Ein-Raum-Geschäft im Untergeschoss ihres Hauses mit vielen hübschen Artikeln aus Südfrankreich und selbst gemachten Marmeladen mit Früchten aus dem Garten verschafft ihr einen Ausgleich - und nicht nur ihr. Auch ihr Mann, der Lehrer an der Waldorfschule ist, und ihre Mutter, Heidi Steidl, sind im Garten aktiv und unterstützen sie unter anderem bei den drei in jedem Jahr feststehenden Events für die Öffentlichkeit. Einmal zur Oster- und Frühlingszeit, dann jetzt zu den Lavendeltagen und dann am 1. Advent die ländliche Weihnacht.

Der Taubenweg ist auch Teil eines Radweges. So kommen insbesondere in der schönen Jahreszeit zahlreiche Radtouristen bei den Hummels vorbei. Wenn das Tor offen steht, kehren dort schon einige spontan für eine Pause ein.

Sandra Hummel ist gerne im Garten, genießt ihn, gestaltet und pflegt ihn. „Wir haben das Grundstück vor 15 Jahren zur Hochzeit bekommen. Da stand hier nichts außer einem Birnbaum. Wir haben dann alles nach und nach zu dem gestaltet, was ihn heute ausmacht.“

Der Garten­ ist für sie auch auch eine schöne Erinnerung an ihren verstorbenen Vater, der sich gerne mit Rat, Tat und Muskelkraft an den Arbeiten beteiligte. Sicher gibt es angelegte Blickfänge, aber es handelt sich keineswegs um einen perfekt durchgestylten Präsentationsgarten. Viel mehr achtet Sandra Hummel auf natürliche Blickfänge, und eine naturnahe ­Gestaltung. Unter anderem gibt es dort ein First-Class-Naturhotel - also ein Hotel für Insekten. Dann gibt es auf dem 1300 Quadratmeter großen Areal eine Sektion, die für die Hühner vorbehalten ist, in der sich die Tiere artgerecht entfalten können. Dafür legen sie auch fleißig Eier, die viele treue Abnehmer finden.

Zwischen Teich und kleiner Orangerie werden an den Garten- und Lavendeltagen Sitzplätze zum Verweilen einladen. Sandra Hummel ist es wichtig, dass alles familiär bleibt. Der Platz ist schließlich auch begrenzt und niemand in der Familie hat mehr als zwei Hände. Trotzdem sucht sie gerade für das anstehende Event ein bisschen mehr als sonst die Öffentlichkeit. Das hat einen guten Grund, denn der komplette Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf soll an die Aktion „Glückstour“ gespendet werden, bei der Schornsteinfeger per mehrtägiger Radtour Spenden für krebskranke Kinder sammeln.

von Götz Schaub

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