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„Das schönste Hobby für Jahrzehnte“

Zaungucker „Das schönste Hobby für Jahrzehnte“

Zaungucker aufgepasst: Gärten im ganzen Landkreis öffnen an den nächsten beiden Wochenenden wieder ihre Gartentürchen für Besucher. Ein grünes Idyll haben wir uns schon mal angesehen.

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Inmitten von blühenden Pflanzen hat Daniel Krins auf dem 1200 Quadratmeter großen Gelände einen Schwimmteich angelegt mit zahlreichen Seerosen.

Quelle: Ina Tannert

Bellnhausen. Es blüht und plätschert und summt und tschilpt allerorts in der grünen Oase mitten in Bellnhausen. Wild und voller Vielfalt präsentiert sich der Garten von Daniel Krins mit einem Hauch Exotik.

Grün in allen Nuancen dominiert in dem weitläufigen Grundstück, hie und da gibt es aber auch ein paar bunte Tupfen zwischen Bäumen und Hecken. Schattige Stellen wechseln sich mit sonnenüberfluteten Bereichen ab, erlauben einer wahren Fülle an Pflanzen zu wachsen und zu gedeihen. Zwischen grün leuchtenden Farnen und Rosenranken schlängeln sich aufwendig gepflasterte Steinpfade über das 1 200 Quadratmeter große Gelände. Ein rotlaubiger, geschlitzter Holunder oder eine seltene Tricolor-Buche leuchten in der Sonne.

 
Daniel Krins aus Bellnhausen zeigt seinen Garten: Dort mag er es bunt, gemischt und ausgefallen. Foto: Ina Tannert

Mitten auf dem Grundstück liegt das Herzstück des grünen Idylls – ein großer Schwimmteich voller blühender Seerosen. Weinrote, weiße und rosa Blüten schwimmen auf den Blättern im naturtrüben Wasser. Rund um den Teich wachsen unzählige Stauden, blühende Hecken, Schilf und Blumenbeete gibt es zu bewundern. Es plätschert aus künstlich angelegten Wasserläufen. Bachstelzen hüpfen über Pfosten im Teich, die Schnäbel voller Mücken. Dekorative Sitzgelegenheiten aus  Metall laden zum Verweilen und Genießen ein.

Am Rande steht ein kleines Fachwerkhaus, selbstgebaut, ebenso wie die „Turmruine“ aus Sandstein eine Ecke weiter. Alles soll sich harmonisch in das wilde Gelände einfügen und Lust auf Entdeckungstouren wecken. „Ich mag es bunt gemischt und ausgefallen, ich probiere alles aus“, erzählt Gartenbesitzer Daniel Krins.

Das Gelände war früher eine eintönige Wiese, wurde von ihm in liebevoller Kleinstarbeit umgestaltet. Er hat dabei einen Vorteil gegenüber anderen Gartenfreunden, er ist gelernter Landschaftsgärtner und betreibt seit drei Jahren ein Geschäft für Gartenbedarf. An seinem eigenen Stück Gartenidyll baut und bastelt der Naturfreund allerdings schon seit fast 20 Jahren. Es ist ihm „das schönste Hobby für Jahrzehnte“.

Wild und exotisch statt geradlinig und gestutzt

Einen geradlinigen, perfekt gestutzten Garten wollte er dabei nie, eine einfache Bepflanzung reicht ihm nicht: „Ich mag keine aufgeräumten Gärten und erfreue mich an jedem Blümchen“, schwärmt Krins. Besonders an seltenen Vertretern heimischer Gewächse und so manchem Exot. In seinem Garten wächst unter anderem ein seltener Blauglockenbaum oder ein leuchtend weißer Schneeflockenstrauch.

Es gibt nicht nur jede Menge Pflanzen zu entdecken – in zahlreichen Ecken, Schlupfwinkeln, zwischen Blättern und Zweigen findet der aufmerksame Beobachter überall kleine Schmuckstücke. Hier baumelt ein gläsernes Herz an einem Ast, daneben glänzt eine Eisenskulptur in der Sonne, gezielt in tiefem Braun angerostet, für den Effekt. Mit Absicht hat Daniel Krins angerostete Schätze aus Eisen überall in seinem Garten verteilt, mal als Blumenkübel vom Schrott, als Geländer oder Kunstwerk. Selbst aus dem Wasser lugt wie zufällig hineingefallen ein eisenbeschlagener, maroder Holzanhänger als weiterer Blickfang, der die Phantasie anregen soll.

Seine Gartenwelt ist dem Naturfreund der liebste Ort, „es ist mein Paradies – fünf Minuten im Garten, und man vergisst den Alltagsstress“, freut er sich über jede freie Zeit, die er im Garten werkeln kann. Den präsentiert er zum ersten Mal am 11. Juni und am 18. Juni bei der Aktion „Zaungucker“. Am 10. und 11. Juni sowie am 17. und 18 Juni, jeweils zwischen 10 und 18 Uhr, sind insgesamt 13 Gärten im Landkreis zu bewundern.

 
Gärten und Öffnungszeiten
- Doris und Eckehart Henkel, Danziger Straße 8, Dautphetal-Friedensdorf (10. Juni, geöffnet jeweils von 10 bis 18 Uhr)
- Inge Stein, Hintergasse 27, Kirchhain-Langenstein (10. Juni)
- Christoph Schemm, Im Lichtenholz 43, Marburg-Cappel (10./11. Juni)
- Ursula und Gerhard Niebergall, Cyriaxstraße 2, Marburg-Cyriaxweimar (10./11. Juni)
- Eugen Reichwein, Berliner Straße 8, Angelburg-Gönnern (10./11. Juni)
- Roswitha und Hans-Peter Bogner, Gerichtsweg 1, Ebsdorfergrund-Ebsdorf (11. Juni)
- Daniel Krins, Hassenhäuser Straße 5, Fronhausen-Bellnhausen (11./18. Juni)
- Antonia Mösko, Im Radenhäuser Feld 1, Amöneburg-Radenhausen (17. Juni)
- Elisabeth Schmitt-Nau, Am Friedenstein 2a (17. Juni)
- Klaus Fenner, Zum Pfaffengrund 1a, Marburg-Wehrshausen (17./18. Juni)
- Irmgard-Marlene Block, Grabenstraße 10, Dautphetal-Buchenau (17./18. Juni)
- Sonja und Herbert Feussner, Seelbachstraße 1, Dautphetal-Buchenau (17./18. Juni)
- Conny Dönges, Grüner Weg 1a, Dautphetal-Dautphe (18. Juni)

von Ina Tannert

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