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Bauamtsleiter sucht neue Herausforderung

Ungewöhnlicher Wechsel Bauamtsleiter sucht neue Herausforderung

Michael Esken, einstiger Bürgermeister-Kandidat für die Direktwahl in Fronhausen in 2015, zieht es Zwester-Ohm aufwärts in die Nachbargemeinde Ebsdorfergrund.

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Claudia Schnabel gewann 2015 gegen Michael Esken das Rennen um das Bürgermeisteramt. Er arbeitete anschließend als Bauamtsleiter weiter. Nun trennten sich ihre Wege.

Quelle: Nadine Weigel

Fronhausen. Dass keine Legenden entstehen, sei gleich vorangestellt: „Ich liebe Fronhausen und bleibe dort auch wohnen. Ich verlasse die Gemeindeverwaltung auch nicht im Groll, doch habe ich mir für meine späten Berufsjahre noch einmal eine Herausforderung gewünscht, wie ich sie in Ebsdorfergrund nun bekomme“, sagt Michael Esken.

Der damit nun ehemalige Bauamtsleiter der Gemeinde Fronhausen trägt seit gestern, denn da war bereits sein erster Arbeitstag in der Verwaltung in Dreihausen, die Bezeichnung Stellvertretender Fachdienstleiter für Bauen, Planen, Umwelt und Energie.

„Ich will das jetzt machen, weil ich es kann“

Stellvertreter deshalb, weil es in Ebsdorfergrund natürlich weiterhin Anke Schmidt gibt, die die Leitung innehat. Warum geht ein Leiter zu einer anderen Gemeinde, wo er „nur“ ein Stellvertreter wird? Esken weiß, dass er es in Ebsdorfergrund noch mit weitreichenden Aufgaben zu tun bekommen wird. So soll er Geschäftsführer der geplanten Infrastrukturgesellschaft zur Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes zwischen der Universitätsstadt Marburg und der Gemeinde Ebsdorfergrund werden. „Das ist etwas, was mich beruflich fordert. Ich will das jetzt machen, weil ich es kann. Ich habe gerne in Fronhausen gearbeitet, aber diese Möglichkeiten, die sich in Ebsdorfergrund für mich bieten, sind noch mal was anderes“, sagt Esken.

Der Wechsel war nicht geplant, er hat sich ergeben. Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz verliert nämlich im Oktober seinen langjährigen Mitarbeiter Harald Bausch, der dann in den wohl verdienten Ruhestand wechselt. Also ging der Verwaltungschef frühzeitig auf die Suche nach ­einem Nachfolger, der zum einen eine ganze Reihe an bestimmten Fertigkeiten mitbringen muss, zum anderen aber auch eine Einarbeitungsphase genießen sollte.

Die Stellenanzeige mit den geforderten Qualifikationen sprang Esken förmlich an und er traf für sich die Entscheidung, sich zu bewerben.

„Michael Esken ist durch seine Bauamtsleitertätigkeit in Fronhausen im hiesigen Raum gut vernetzt, kennt sich auch aufgrund seiner sehr qualifizierten Ausbildung – Architektur – und seines beruflichen Werdegangs sehr gut aus und wird die Gemeinde Ebsdorfergrund bei den anstehenden vielen Großprojekten aus dem Stand heraus mehr als unterstützen können“, erläutert Schulz, warum er Esken nun bei sich im Grund mit an Bord hat.

Und wahrlich, die Liste ist ganz schön lang: Erweiterung zweier Feuerwehrhäuser, Kita­erweiterung in Beltershausen, GrundBad-Sanierung, Interkommunales Gewerbegebiet, Neubaugebiete, Erweiterung der Gemeindeverwaltung, Freiflächen‑Oasenprojekt in Roßberg, Musikergartenprojekt in Ebsdorf, ein neuer Busbahnhof und das Generationenparkprojekt. Dazu kommen unter anderem noch Aufgaben im Zuge des Dorferneuerungsprogramms.

Zusammenarbeit mit Lohra und Weimar wird mit bedacht

Und was passiert in Fronhausen? Einmal mehr gilt es, einen Bauamtsleiter zu ersetzen. Erstmals nun unter der Regie von Bürgermeisterin Claudia Schnabel. Sie kann der überraschenden Situation sogar etwas Gutes abgewinnen. Denn so kann sie gleich mal zeigen, wie wichtig ihr das mit der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Kommunen Weimar und Lohra­ ist. So steht in der Stellenausschreibung für eine unbefristete Vollzeitstelle als Bauamtsleiter beziehungsweise Bauamtsleiterin auch drin, dass mit dieser Stelle eine Aufgabenkooperation mit den Nachbargemeinden verbunden ist.

Nach Möglichkeit wird eine Person mit der Fachrichtung Tiefbau gesucht, die so das Spektrum der Bau-Experten der Kommunen erweitern beziehungsweise ergänzen kann. Die Ausschreibung ist auf der Homepage der Gemeinde Fronhausen zu finden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 6. März.

von Götz Schaub

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